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Lahnfenster bleibt vorerst geschlossen

Corona-Virus: Vorgegebene Standards lassen sich derzeit nicht umsetzen

Gießen. Viele Geschäfte und Einrichtungen öffnen in diesen Tagen wieder ihre Türen. Ein Stück weit kehrt das öffentliche Leben zurück. Das Land Hessen hat unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts entsprechende Verordnungen herausgegeben, unter denen ein Betrieb ermöglicht werden kann. "Was für den Einzelhandel oder Museen gilt, muss auch für andere öffentliche Einrichtungen gelten", erklärt der für das Gießener Lahnfenster zuständige Dezernatsleiter Gerhard Schulze-Velmede beim Regierungspräsidium Gießen. "Auch, wenn es uns schwerfällt: Das Lahnfenster bleibt vorerst geschlossen."

Projektleiterin Ursula Rock führt aus, dass es beim Betrieb des Lahnfensters schwer werden würde, die notwendigen Hygienestandards und Abstandsregelungen einzuhalten. "Die Räume im Lahnfenster lassen höchstens zwei Besucher zusätzlich zur Betreuungsperson zu", sagt sie mit Blick auf die knapp bemessenen Quadratmeter.

Das Lahnfenster ist ein Besuchermagnet, nicht nur für Naturliebhaber und Schulklassen. In den vergangenen Jahren hat ein Rekord den nächsten gejagt. "An schönen Tagen dürfen wir mehr als 200 Gäste begrüßen", erklärt Ursula Rock. Das stelle das Personal auch vor Herausforderungen. "Viele stellen Fragen an die Betreuung. Und mit fünf oder zehn Minuten ist der Besuch auch nicht zu Ende. Die Lahnfenster-Gäste sollen ja auch verweilen und dem Unterwassertreiben zuschauen." Lange Warteschlangen ließen sich nicht vermeiden.

"Alleine deswegen würden wir zusätzliches Personal für die Einlasskontrolle benötigen", ergänzt Gerhard Schulze-Velmede. "Das können wir derzeit nicht umsetzen."

Die zuständigen Stellen beim Regierungspräsidium behalten die aktuellen Entwicklungen im Umgang mit der Corona-Krise im Auge und werden die Lage stets neu bewerten. © RP-Gießen