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Kreis-CDU nimmt Versorgung von Schwangeren und Situation von Hebammen in den Blick

Limburg-Weilburg. Die CDU-Kreistagsfraktion setzt mit einer Anfrage die Situation der Hebammen und die Versorgung von Schwangeren auf die Tagesordnung der nächsten Kreistagssitzung.
Inge Drossard-Gintner, Ärztin und Sprecherin der CDU-Kreistagsfraktion in Gesundheitsthemen, erläutert den Hintergrund der Anfrage: „Schwangerschaft, Geburt und Elternschaft sind zentrale und wichtige Ereignisse in Familien. Allen Eltern im Landkreis Limburg-Weilburg soll vor, während und nach der Geburt die wertvolle Unterstützung, praktische Hilfestellung und achtsame Betreuung zuteilwerden können, die Hebammen in vorbildlicher Weise leisten. Von vielen jungen Familien wurde und wird berichtet, wie mühsam und manchmal auch erfolglos die Suche nach einer Hebamme ist, die den Eltern vor, während und nach der Geburt beistehen können.“ Daher haben die Christdemokraten nun einige Fragen eingereicht, um die Hebammensituation im Landkreis besser einordnen zu können. So möchte die CDU-Fraktion erfahren, wie es um die aktuelle Versorgungslage von Schwangeren steht und wie insbesondere die Ausbildungssituation von Hebammen im Landkreis ausgestaltet ist. Dazu stehen auch Fragen zu einer Akademisierung der Ausbildung und die Auswirkungen der extrem angestiegenen Haftpflichtzahlungen im Raum.
Die Fragen im Überblick:
1. Wie ist die aktuelle Versorgungssituation mit Hebammen im Landkreis Limburg-Weilburg? Wann wurden in diesem Zusammenhang zuletzt Erhebungen vorgenommen?
2. Wie ist die Ausbildungssituation von Hebammen?
a. Wie viele Hebammenschüler gibt es aktuell im Landkreis Limburg-Weilburg und in welchem Beschäftigungsverhältnis stehen diese?
b. Wie viele Interessentinnen/ Interessenten gibt es aktuell?
c. Wie viele Beschäftigte/ Selbständige gibt es im ambulanten Bereich?
d. Wie viele Beschäftigte/ Selbständige gibt es im stationären Bereich?
e. Wie viele Geburtshäuser gibt es im Landkreis Limburg-Weilburg
3. Wer zahlt die Ausbildungsvergütung?
4. Muss eine Ausbildungsvergütung nach Ende der Ausbildung zurückgezahlt werden (oder nach Abbruch der Ausbildung)?
5. Wie steht es um die Akademisierung des Ausbildungsgangs?
6. Ist bekannt, wie viele Hebammen ihre Tätigkeit aufgegeben haben durch oder nach dem exorbitanten Anstieg der Haftpflichtzahlungen?

Auch für den Fraktionsvorsitzenden Christian Wendel steht das Thema ganz oben auf der Agenda: „Kinder sind im wahrsten Sinne unsere Zukunft! Wir wollen für werdende Eltern und die Neugeborenen optimale Bedingungen schaffen. Diese Versorgung zu gewährleisten, ist Teil der medizinischen und sozialen Daseinsvorsorge und leistet einen wichtigen Beitrag für die Gesundheit von Frauen und Familien. Auf Basis der Antworten des Landkreises werden wir das Thema weiter vorantreiben.“ Die nächste Kreistagssitzung, die sich unter anderem dieser Anfrage widmen wird, findet am 4. November in Niederbrechen statt. © Tarik Cinar