Springe zum Inhalt

Kontaktloser Check-in in Hotels kann starten

Wer von uns hat diese Situation noch erlebt? Man kommt endlich im Hotel an -  und dann muss man erst noch mal den Meldeschein ausfüllen. Als Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für das Thema Bürokratieabbau freut sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch, dass damit nun endlich Schluss ist! Die Digitalisierung des Hotelmeldescheins war Bestandteil des Dritten Bürokratieentlastungsgesetzes (BEG 3), das der Deutsche Bundestag im Herbst 2019 beschlossen hat. Nun hat Bundesinnenminister Horst Seehofer die neue Beherbergungsmeldedatenverordnung verkündet. In der Verordnung werden die technischen Anforderungen, insbesondere die einzuhaltenden Datenformate an die Umsetzung des kontaktlosen Check-ins, festgelegt. "Von dieser Maßnahme profitieren alle: die Gäste müssen keine Zettel mehr ausfüllen und Beherbergungsunternehmen müssen diese nun nicht mehr archivieren. Die Digitalisierung des Meldescheins ist ein Paradebeispiel für gelungenen Bürokratieabbau: Es wird praktischer und günstiger. Und in Corona-Zeiten werden so auch unnötige Kontakte vermieden", erklärt Willsch.

Zum Hintergrund: Mit dem Dritten Bürokratieentlastungsgesetz wurde zum 1. Januar 2020 die besondere Meldepflicht in Beherbergungsstätten (sog. Hotelmeldepflicht) für digitale Lösungen geöffnet. Optional wurde ein digitales Meldeverfahren eingeführt, bei dem die eigenhändige Unterschrift durch andere, sichere Verfahren ersetzt werden kann, so dass eine elektronische Erhebung und Speicherung der Daten möglich ist. Nach Schätzung des Statistischen Bundesamts sparen die Unternehmen dadurch 3-4 Minuten pro Check-in und mehr als 50 Millionen Euro pro Jahr.

Auf die Abwicklung der Anmeldung in Papierform kann nun verzichtet werden, wenn eine Übernachtung kartengebunden elektronisch bezahlt oder reserviert wird. Alternativ können zur Identifikation auch die elektronischen Funktionen des Personalausweises, des elektronischen Aufenthaltstitels oder der eID-Karte genutzt werden. Die Meldescheine auf Papier stehen weiterhin als Option zur Verfügung.

© Klaus-Peter Willsch MdB