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Kirchenchor „Cäcilia“ geht neue Wege

Das „Corona-Virus“ hat in diesem Jahr, gerade in der Anfangszeit, der gesamten Kulturszene, und nicht zuletzt vielen musiktreibenden Vereinen, quasi „den Boden unter den Füßen weggezogen“. Alle Pläne, wie das kulturelle Leben in Städten und Gemeinden durch Kunst und Musik gestaltet werden sollte, mussten abrupt auf Eis gelegt werden. So musste unter anderem der für November geplante Festgottesdienst anlässlich des 150jährigen Jubiläums des Kirchenchors „Cäcilia“ Niederbrechen verschoben werden, weil der komplette Chor derzeit nicht in Gottesdiensten singen darf. Das bedeutet für viele Musikliebhaber einen großen Verlust, da die wöchentlichen Gesangstunden und Auftritte in der Kirche nicht nur einfache „Probenarbeit“ sind, sondern darüber hinaus Raum für Gemeinschaft, lebhaften Austausch über das aktuelle Ortsgeschehen und nicht zuletzt Geselligkeit für jeden Einzelnen bieten.

Nachdem nun gemeinsame Chorproben in Kleinstgruppen seit einiger Zeit unter Einhaltung strenger Hygiene- und Abstandsregeln wieder möglich sind, versucht der Kirchenchor „Cäcilia“ neue Wege zu gehen: wöchentlich finden derzeit in Kleinstgruppen jeweils 30 minütige „Chorproben“ mit entsprechendem Abstand und einer entsprechenden Lüftungspause in der Pfarrkirche statt. Alle haben zwar etwas Zeit gebraucht, sich an den anderen Raum, das Singen mit großem Abstand zueinander und die insgesamt kleine Besetzung mit 1-6 Sängerinnen/Sängern pro Stimmlage zu gewöhnen. Doch mittlerweile sehen alle, dass diese Art des Probens auch positive Aspekte für jeden und damit auch für den gesamten Chor hat: der Einzelne hört sich selbst besser, fühlt sich im Laufe der Zeit sicherer als früher und traut sich daher mehr zu. Dies hat Dirigentin Jutta Sode und die Chormitglieder angeregt, darüber nachzudenken, wie man in der jetzigen Zeit, trotz aller Einschränkungen, etwas zur musikalischen Gestaltung der Gottesdienste beitragen könnte – natürlich nur im erlaubten Rahmen. Dazu haben sich einige der Chormitglieder gemeldet, die bereit sind, von der Empore mit bis zu 6 Personen, die mit dem geforderten Abstand von 3m untereinander dort Platz finden können, zu singen.

So wird nun eine kleine Gruppe mit Sängerinnen und Sängern die Vorabendmesse am Samstag, 19.9.2020, um 18.00 Uhr, in der Pfarrkirche St. Maximin in Niederbrechen, gemeinsam und in Begleitung von Dirigentin Jutta in Kleinstbesetzung musikalisch mitgestalten. 

Darüber hinaus ist geplant, möglichst einmal im Monat in einem weiteren Gottesdienst mit kleiner Besetzung zu singen. © Britta Eufinger