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Kindertageseinrichtungen in Hessen 2018 — 4 von 10 Kindern mit ausländischen Wurzeln

(198/2018). Höchster Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund in Rüsselsheim (68,5 Prozent)

Niedrigster Anteil der Kinder mit ausländischen Wurzeln bei Kindern unter 3 Jahren
Von den Kindern unter 14 Jahren, die im März 2018 in hessischen Kindertageseinrichtungen betreut wurden, hatten 43,5 Prozent mindestens einen Elternteil, der aus dem Ausland stammt (Migrationshintergrund). Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, stieg der Anteil der Kinder mit ausländischen Wurzeln gegenüber März 2017 um 1,9 Prozentpunkte. Seit 2006, dem 1. Jahr der Erhebung, ist ein kontinuierlicher Anstieg der Migrationsquote von 33,1 auf 43,5 Prozent zu verzeichnen.

Regional unterschieden sich die Migrationsquoten sehr stark. Mit 67,0 Prozent hatte die kreisfreie Stadt Offenbach am Main im Jahr 2018 unter den Landkreisen und kreisfreien Städten den höchsten Anteil und der Werra-Meißner-Kreis sowie der Vogelsbergkreis mit 19,8 bzw. 20,2 Prozent den niedrigsten. Die Anteile in den Landkreisen – mit Ausnahme der Landkreise Groß-Gerau (vor allem wegen Rüsselsheim) und Offenbach – lagen unter dem Landesdurchschnitt. Die Sonderstatusstädte (kreisangehörige Städte mit über 50 000 Einwohnerinnen und Einwohnern) wiesen bis auf die Stadt Marburg (41,5 Prozent) ebenfalls überdurchschnittliche Migrationsquoten auf. Den höchsten Anteil in Hessen verzeichnete Rüsselsheim mit 68,5 Prozent.

Durchschnittlich stieg der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund in Tageseinrichtungen gegenüber 2017 um 1,9 Prozentpunkte. Besonders hoch war der Anstieg in den Städten Fulda (plus 5,7 Prozentpunkte), Offenbach (plus 4,3 Prozentpunkte), Kassel (plus 3,7 Prozentpunkte) und Rüsselsheim (plus 3,8 Prozentpunkte). Leichte Rückgänge verzeichneten der Landkreis Darmstadt-Dieburg (minus 0,5 Prozentpunkte), der Main-Taunus-Kreis (minus 0,2 Prozentpunkte) und die Stadt Wetzlar (minus 0,1 Prozentpunkte).

Der Anteil der Kinder mit ausländischen Wurzeln variierte auch in Abhängigkeit vom Alter der Kinder. So hatten 34,9 Prozent der unter 3-Jährigen mindestens einen aus dem Ausland stammenden Elternteil. Im Alter zwischen 3 bis unter 7 Jahren hatten 44,8 Prozent der Kinder ausländische Wurzeln. Bei den älteren Kindern, von 7 bis unter 14 Jahren, waren es knapp 48,9 Prozent. © HSL