Springe zum Inhalt

Kindergarten „Querkwiese“: Aufstockung wird teurer

Der ökumenische Kindergarten „Querkwiese“ in Eschhofen soll mehr Platz bekommen, das lässt sich über eine Aufstockung erreichen. Der Magistrat hat nun den Auftrag für die Zimmermannsarbeiten vergeben. Damit sind nun alle Gewerke vergeben.

Mit der Aufstockung wird es für die Einrichtung einen neuen Mehrzweckraum mit einer Größe von rund 52 Quadratmetern sowie ein neues Büro für die Kindergartenleitung geben. Beides befindet sich künftig über dem Turnraum des Kindergartens. Die Arbeiten sollen im August beginnen und möglichst im Dezember dieses Jahres abgeschlossen werden.

Eigentlich hätten die Arbeiten schon weiter sein sollen, allerdings mussten die Zimmermannsarbeiten, zentraler Bestandteil der geplanten Aufstockung, neu vergeben worden. Das zunächst beauftragte Unternehmen konnte den Auftrag aufgrund eines Todesfalls nicht ausführen, deshalb mussten die Arbeiten neu vergeben werden. Insgesamt sind es 14 Einzelgewerke vom Bauzaun über Dachdecker und Maler bis hin zum Zimmermann, die vergeben wurden.

Deutlich spürbar ist die Kostenentwicklung in den vergangenen Monaten mit erheblichen Kostensteigerungen im Baugewerbe sowie den weiteren Bereichen. Im Oktober vergangenen Jahres sind die Kosten noch auf rund 143.000 Euro brutto geschätzt worden, im Haushalt stehen 138.000 Euro für dieses Jahr zur Verfügung. Die Summe der vergebenen Aufträge liegt inzwischen jedoch bei 215.000 Euro.

In allen Fällen wurden die zuvor geschätzten Kosten bei den Gewerken deutlich überschritten. So wurden die Kosten für die Zimmermannsarbeiten auf rund 33.000 Euro geschätzt, sind nun jedoch für 67.000 Euro vergeben worden. Mehr als verdoppelt haben sich auch die Ausgaben im Heizungs- und Sanitärbereich mit 11.000 Euro (Auftrag) gegenüber den geschätzten Kosten in Höhe von 4.000 Euro. Auch für die Dachdeckerarbeiten, den Metallbau und die Fenster oder auch die Elektroarbeiten fallen erhebliche Mehrkosten gegenüber den geschätzten Kosten an.

Für die extrem schnelle Preisentwicklung zwischen dem letzten Quartal 2020 und der nun erfolgten Auftragsvergabe ist nach Einschätzung des Hochbauamts als zuständiger Fachabteilung die Situation auf dem Markt verantwortlich. Die aktuelle Situation sei geprägt durch Material- und Fachkräftemangel. Beide Faktoren ließen die Preise kräftig steigen, teilweise auch explodieren. © Stadt Limburg