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Internationaler Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie

Internationaler Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie

Staatssekretär Kai Klose: „Homo-,Trans-, und Bi-Feindlichkeit haben in Hessen keinen Platz.“

Frankfurt. Anlässlich des heute stattfindenden Internationalen Tages gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie (IDAHOBIT) hat der Hessische Bevollmächtigte für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Kai Klose, am Mahnmal Homosexuellenverfolgung („Frankfurter Engel“) einen Kranz niedergelegt und betont: „Die Hessische Landesregierung tritt Diskriminierung von Menschen entschieden entgegen. Heute gedenken wir derer, die aufgrund ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität angefeindet, ausgegrenzt und an Leib und Leben bedroht wurden und werden. Dieses Gedenken verstärkt unsere Verantwortung, uns ohne Abstriche für die Akzeptanz unterschiedlicher sexueller und geschlechtlicher Identitäten stark zu machen. Wir setzen uns dafür ein, allen die freie Entfaltung der Persönlichkeit und ein diskriminierungsfreies Zusammenleben aller Menschen in Hessen zu garantieren.“

„Als eine wichtige Maßnahme gegen jegliche Art von Ausgrenzung hat die Hessische Landesregierung die Antidiskriminierungsstelle im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration geschaffen. Sie trägt dazu bei, dass alle Menschen die gleichen Chancen auf Teilhabe und Selbstverwirklichung haben. Darin besteht der größte Gewinn für ein friedliches und demokratisches Gemeinwesen“, unterstrich der Staatssekretär. „Mit der Ausstellung ‚Unverschämt‘, die im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration entstand und die Schicksale der Opfer des §175 sowie die Repression lesbischer Frauen dokumentiert, haben wir die Lehren der Geschichte auch für die gegenwärtigen und künftigen Generationen sichtbar gemacht“, so Klose.

Mit dem Hessischen Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt setzt die Hessische Landesregierung ein deutliches Signal für ein weltoffenes Hessen und für Respekt und Anerkennung gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, Transgendern, Intersexuellen und queeren Personen (LSBT*IQ). Ziel des Aktionsplans ist es, sich für die Akzeptanz von Menschen mit unterschiedlichen sexuellen und geschlechtlichen Identitäten einzusetzen, die freie Entfaltung der Persönlichkeit zu fördern und für ein offenes und diskriminierungsfreies Leben aller Menschen in Hessen einzutreten. Dafür werden Fördermittel für Projekte zur Verfügung gestellt, die den Zielen des Aktionsplans dienen. „Nachdem in den Jahren 2015 und 2016 jeweils 200.000 Euro zur Verfügung standen, konnte das Fördervolumen für 2017 und 2018 auf 550.000 Euro mehr als verdoppelt werden“, erklärte Staatssekretär Klose.

Der Internationale Tag gegen Homophobie wird seit dem Jahr 2005 alljährlich am 17. Mai begangen. Er wurde als Gedenktag gegen die Diskriminierung und Verfolgung von Lesben und Schwulen ins Leben gerufen und erinnert an den 17. Mai 1990, den Tag, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel gestrichen hat. 2009 wurde der Begriff der Transphobie in den Namen des Gedenktages aufgenommen, da die Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung sich von Transphobie unterscheidet. Seit letztem Jahr ist auch der Begriff Biphobie Bestandteil des Gedenktages.

Zu den Begrifflichkeiten: Homophobie drückt sich durch Ablehnung und Feindseligkeiten aus und richtet sich gegen homosexuelle Menschen, also Männer oder Frauen, die gleichgeschlechtlich lieben und begehren. Biphobie richtet sich gegen bisexuelle Menschen, also gegen Menschen, die sich emotional und/oder sexuell zu Männern und Frauen hingezogen fühlen. Transphobie beschreibt Vorurteile und Diskriminierungen gegenüber Trans*Personen (transgender, transsexuelle oder transidente Personen). Der Begriff Trans* umfasst ein breites Spektrum von Selbstdefinitionen und Lebensweisen von Menschen, die sich nicht oder nur zum Teil mit dem ihnen bei Geburt zugewiesenen biologischen Geschlecht identifizieren.

*** © Hessisches Ministerium für Soziales und Integration