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Internationaler Coming-Out-Tag: Staatssekretär Kai Klose: „Habt Mut und befreit Euch selbst –come out, be proud!“

Anlässlich des Internationalen Coming-Out-Tages, der sich heute zum 30. Mal jährt, erklärt Staatssekretär Kai Klose, Bevollmächtigter der Landesregierung für Integration und Antidiskriminierung: „Das Coming-Out ist für viele Menschen ein prägender biografischer Schritt. In den vergangenen Jahren konnten wichtige Fortschritte erzielt werden, um gesellschaftliche Stigmatisierung und Ausgrenzung abzubauen und das Outing zu erleichtern. Ein Coming-Out konnte früher nicht selten den Verlust der Existenzgrundlage, z.B. des Arbeitsplatzes oder der Wohnung, oder den Bruch mit der Familie bedeuten

Heute ist das gesellschaftliche Bewusstsein dafür gestiegen, dass die gesellschaftliche Akzeptanz von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, intergeschlechtlichen oder queeren Menschen (kurz: LSBT*IQ) ein wesentliches Prinzip unserer offenen Demokratie ist, an der jede*r teilhaben und mitgestalten kann. Wir haben endlich ein Antidiskriminierungsrecht, das Menschen vor Diskriminierungen wegen der Hautfarbe, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität schützt. Akzeptanzarbeit ist aber mehr als die Abwesenheit von offener Diskriminierung. U.a. deswegen hat die Hessische Landesregierung mit dem Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt und vielen in seinem Rahmen geförderten Projekten die Selbstvertretungsorganisationen im Bereich LSBT*IQ gestärkt und eine enge Zusammenarbeit etabliert. Wir arbeiten weiter daran, ein soziales Umfeld zu schaffen, das Vielfalt akzeptiert und wertschätzt.

 

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass Menschen nirgendwo mehr Angst davor haben müssen, zu sich selbst zu stehen. Es stärkt und befreit zugleich unglaublich, dazu zu stehen, wer man ist und wen man liebt - deshalb mache ich jeder und jedem Mut: Come out, be proud!

Hintergrundinformation:

Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, intergeschlechtliche und queere Personen feiern den Coming-Out-Tag seit 1988 in den USA. Mittlerweile hat er sich auch über die Grenzen der USA ausgebreitet und wird auch in Deutschland begangen.

LSBT*IQ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, intergeschlechtliche und queere Personen.

Pride ist das englische Wort für „Stolz“. Für die LSBT*IQ-Bewegung stellt dieser Begriff eine wichtige und wesentliche Selbstbezeichnung dar. Er steht dafür, Ausgrenzung und Unterdrückung zu begegnen, indem ein stolzes Bekenntnis zur eigenen sexuellen bzw. geschlechtlichen Identität geleistet wird.

Der Hessische Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt wurde am 29.05.2017 vom Kabinett beschlossen und am 06.06.2017 im Rahmen einer Landespressenkonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt. Die im Hessischen Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt enthaltenen Maßnahmen haben zum Ziel, die Akzeptanz von LSBT*IQ in Hessen zu fördern. Er ist mit jährlich 500.000 € hinterlegt und kann hier abgerufen werden: www.gleichgeschlechtliche-lebensweisen.hessen.de/aktionsplan

© Hessisches Ministerium für Soziales und Integration