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Inflationsrate in Hessen sinkt im Januar auf 0,9 Prozent

(26/2019)
• Verbraucherpreise im Januar gegenüber Dezember 2018 um 1,0 Prozent gesunken
• Heizöl und Kraftstoffe günstiger als im Vormonat
Im Januar 2019 lag das Niveau der Verbraucherpreise in Hessen um 0,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, hatte die Inflationsrate im Dezember bei 1,3 Prozent und im November bei 2,0 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Dezember 2018 sank das Niveau der Verbraucherpreise im Januar um 1,0 Prozent.

Preise für Energie
Die Preise für Energie sanken im Januar 2019 um 2,8 Prozent im Vergleich zum Dezember 2018. Weniger als im Vormonat mussten Verbraucherinnen und Verbraucher für Kraftstoffe (minus 8,1 Prozent), Heizöl (minus 4,5 Prozent) und Erdgas (minus 0,1 Prozent) bezahlen. Strom war im Januar 1,3 Prozent teurer als im Dezember.
Gegenüber Januar 2018 stiegen die Preise für Energie im Januar um 1,5 Prozent. Insbesondere verteuerte sich binnen Jahresfrist Heizöl um 6,9 Prozent. Während Verbraucherinnen und Verbraucher für Strom 1,2 Prozent und Kraftstoffe 0,1 Prozent mehr zahlen mussten, wurde Erdgas 0,4 Prozent günstiger.
Ohne Berücksichtigung der gesamten Energie hätte die Inflationsrate im Januar 2019 in Hessen bei 0,9 Prozent gelegen.
Preise für Nahrungsmittel
Das Niveau der Nahrungsmittelpreise lag im Januar 2019 um 0,5 Prozent über dem Niveau von Dezember 2018. Teurer gegenüber dem Vormonat war vor allem Gemüse (plus 2,8 Prozent). Tiefer in die Tasche greifen mussten Verbraucherinnen und Verbraucher im Januar auch für Speisefette und -öle (plus 0,2 Prozent, darunter Butter: 1,6 Prozent) sowie für Brot und Getreideerzeugnisse (plus 0,6 Prozent). Günstiger waren Obst (minus 1,0 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (minus 0,8 Prozent) sowie Molkereiprodukte und Eier (minus 0,5 Prozent).
Gegenüber Januar 2018 stiegen die Preise für Nahrungsmittel im Januar um 0,2 Prozent. Teurer als ein Jahr zuvor waren insbesondere Gemüse (plus 4,9 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (plus 2,8 Prozent). Die Preise für Speisefette und -öle stiegen um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (darunter Butter: plus 4,2 Prozent). Molkereiprodukte und Eier waren 2,1 Prozent günstiger, darunter fielen die Preise für Milch um 5,3 Prozent und für Sahne um 1,8 Prozent; Eier waren 1,1 Prozent günstiger. Auch für Obst (minus 5,4 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (minus 0,3 Prozent) mussten im Januar 2019 geringere Preise gezahlt werden als vor einem Jahr.
Preise für Waren
Die Preise für Waren insgesamt sanken im Januar gegenüber Dezember 2018 um 0,9 Prozent und stiegen gegenüber Januar 2018 um 0,9 Prozent. Der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr ist maßgeblich bestimmt von steigenden Preisen für Verbrauchsgüter (plus 1,3 Prozent), darunter insbesondere für Energie. Die Preise für Gebrauchsgüter stiegen im Januar 2019 um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Teurer wurden in dieser Gütergruppe beispielsweise Personenkraftwagen (plus 2,4 Prozent) sowie Bekleidung und Schuhe (plus 1,0 Prozent). Weniger gezahlt werden musste im Bereich der langlebigen Gebrauchsgüter unter anderem für Haushaltsgroßgeräte (minus 0,3 Prozent) und Geräte der Unterhaltungselektronik (minus 5,9 Prozent).
Preise für Dienstleistungen
Das Niveau der Preise für Dienstleistungen (ohne Wohnungsmieten) lag im Januar 2019 um 1,6 Prozent unter dem Niveau des Vormonats und um 0,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Vergleich zum Januar 2018 verteuerten sich Dienstleistungen sozialer Einrichtungen um 4,2 Prozent, die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen um 2,5 Prozent, Gaststättendienstleistungen um 1,8 Prozent sowie Sport-, Freizeit- und Erholungsdienstleistungen um 1,1 Prozent. Preisrückgänge gab es binnen Jahresfrist bei Pauschalreisen um 1,6 Prozent und bei Kulturdienstleistungen um 3,3 Prozent.
Für Wohnungsmieten (Nettokaltmieten) mussten Mieterinnen und Mieter im Januar 0,1 Prozent mehr bezahlen als im Dezember 2018. Gegenüber Januar 2018 stiegen die Wohnungsmieten um 1,5 Prozent.
Hinweis: Revision des Verbraucherpreisindex für Deutschland
Der Verbraucherpreisindex wird in regelmäßigen Abständen einer Revision unterzogen und auf ein neues Basisjahr umgestellt. Mit Berichtsmonat Januar 2019 erfolgte die Umstellung vom Basisjahr 2010 auf das Basisjahr 2015. Dabei wurden die Wägungsschemata aktualisiert und methodische Änderungen eingearbeitet. Die Ergebnisse für den Berichtsmonat Januar 2019 beziehen sich auf das neue Basisjahr 2015. Damit verbunden ist auch eine Neuberechnung des Verbraucherpreisindex für Deutschland ab Januar 2015.
Weitere Informationen zum Verbraucherpreisindex stehen auf der Internetseite des Hessischen Statistischen Landesamts unter https://statistik.hessen.de/zahlen-fakten/preise-arbeitskosten-verdienste-einkommen/preise zur Verfügung. © Statistisches Hessisches Landesamt