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In der Limburger Südstadt hat ein Jugendzentrum Vorrang

Ein Jugendzentrum für die Limburger Südstadt, ein Jugendpark, ein Sitztreff und ein Spielplatzwegweiser – das sind einige der Projekte, die im kommenden Jahr im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ angegangen werden sollen.

Festgeschrieben sind diese Maßnahmen im sogenannten Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept, kurz ISEK. Das Konzept bildet den Orientierungsrahmen für die künftige Entwicklung der Südstadt. Projekte, die dort beschrieben sind, können über das Förderprogramm mit Geld bezuschusst werden. Der Magistrat empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung das 261 Seiten starke Konzept zu beschließen, im Mai hatte die Stadtverordnetenversammlung bereits den Entwurf einer Liste von Projekten beschlossen.

Auch empfiehlt der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung, im kommenden Jahr 500.000 Euro für die ersten Projekte bereit zu stellen. 58 Prozent dieser Summe werden vom Land gefördert, sodass die Stadt Limburg einen Eigenanteil von 210.000 Euro zu tragen hat.

Für Bürgermeister Dr. Marius Hahn ist das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept ein wichtiger Meilenstein im Projekt „Sozialer Zusammenhalt“. „Das Besondere an dem Konzept ist, dass es mit viel Bürgerbeteiligung erarbeitet wurde“, sagt Hahn. Ihm ist wichtig, dass nicht an den Bürgerinnen und Bürgern vorbeigeplant, sondern mit ihnen geplant wird.

„Das wichtigste Projekt ist der Bau eines Jugendzentrums“, sagt die städtische Projektkoordinatorin Viktoria Spiegelberg-Kamens. Zur Vorbereitung auf diese große Investition soll im kommenden Jahr zunächst ein Standort gesucht und eine bauliche Machbarkeitsstudie durchgeführt werden. Danach soll die Planung des Gebäudes ausgeschrieben und vergeben werden. Da die Jugendlichen auch in der Zwischenzeit einen Ort brauchen, soll als Zwischenlösung für drei Jahre ein Container angemietet werden.

„Auch bei der Online-Bürgerbeteiligung im Mai und Juni wurde deutlich, wie wichtig Räume und Projekte für Kinder und Jugendliche sind“, weiß Viktoria Spiegelberg-Kamens. Neben dem Jugendzentrum soll daher auch ein Jugendpark auf dem Gelände des Bike-Parks in der Straße „Im Großen Rohr“ entstehen. Dort ist neben Sport und Bewegung auch ein selbstverwaltendes Jugendcafé vorgesehen.

Auch die Weiterentwicklung der Spielplätze steht im kommenden Jahr auf dem Programm. In einem Konzept soll Bestand untersucht und Leitlinien für eine zukünftige Entwicklung der Spielflächen aufgestellt werden. Anschließend ist die Entwicklung eines Spielplatzwegweiser vorgesehen, zum Beispiel als Kinder-Stadtplan, der die vorhandenen Angebote in der Südstadt übersichtlich zusammenfasst.

Für alle Altersklassen ist eine Verbesserung des öffentlichen Sportangebots vorgesehen. „In Gesprächen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern wurde deutlich, dass es kaum frei zugängliche öffentliche Sportflächen in der Südstadt gibt. Hier setzen wir an“, sagt Viktoria Spiegelberg-Kamens. Den ersten Schritt zur Umsetzung bildet dabei die Erarbeitung eines Standort- und Nutzungskonzepts für generationsübergreifende Sportanlagen.

Um den sozialen Zusammenhalt in der Südstadt zu fördern, soll im kommenden Jahr ein Sitztreff im Block Zeppelinstraße, Erfurter Straße und Friedrich-Ebert-Straße geschaffen werden. Die Sitzgruppe ist als Treffpunkt im öffentlichen Raum gedacht, um Nachbarn die Möglichkeit zur Kommunikation zu geben.

Geplant ist auch die Voruntersuchung und bauliche Machbarkeitsstudie für das Gemeindezentrum Blumenrod. Auch hier gilt es mit einer Studie zu klären, ob die dort vorhandenen Räume für die Zukunft ausreichen, für welche Nutzungen sie sich eignen und in welcher baulichen Verfassung sich das bestehende Zentrum befindet.

Darüber hinaus sind im Budget für die Südstadt das Quartiersmanagement (Projektsteuerung und Management vor Ort) sowie das Quartiersbüro in der Friedrich Ebert-Straße berücksichtigt. Weitere Mittel sind eingeplant für Öffentlichkeitsarbeit und den sogenannten Verfügungsfonds, aus dem kleine Projekte wie ein Stadtteilfest direkt umgesetzt werden können.  © Stadt Limburg