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Im Jugendpark Blumenrod entsteht ein Jugendcafé

So langsam nimmt das Jugendcafé im Jugendpark Blumenrod Gestalt an. Aktuell wird noch fleißig geplant. Klar ist, dass bald an der Ecke Holzheimer Straße/Im Großen Rohr ein neues Jugendcafé mit Küche, mehreren Aufenthaltsräumen und sogar einer Dachterrasse in moderner Containerbauweise entsteht. Die Anschaffung und das Aufstellen der Containeranlage in direkter Nachbarschaft des Jugendparks wird durch das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ gefördert und dient bis zur Fertigstellung des Jugendzentrums als Übergangslösung. Das Jugendcafé soll jedoch, so ist es nach heutigem Stand vorgesehen, auch nach der Errichtung des Jugendzentrums in den Containern verbleiben.
„Ich bin dankbar, dass wir die Container durch Fördergelder finanzieren können und bin schon sehr auf das Ergebnis gespannt“, teilt Dr. Marius Hahn, Bürgermeister der Stadt Limburg, mit.
In Zusammenarbeit mit dem Caritasverband für den Bezirk Limburg e.V. wird das Gebäude für die Jugendarbeit in Blumenrod genutzt werden. Bei diesem Projekt konnten sich die Jugendlichen in der Planung aktiv beteiligen.
„Es ist uns wichtig, dass sich die Jugendlichen, für die der Jugendpark und das Café errichtet werden, auch miteinbezogen werden und nicht nur Ideen liefern, sondern diese auch umsetzen können“, sagt der 1. Stadtrat Michael Stanke.
Gerade erst wurde beim letzten Treffen die Küche und einer der Aufenthaltsräume geplant. Der größte Raum des neuen Jugendcafés soll im Stil eines amerikanischen Diners eingerichtet werden, wie von den Jugendlichen gewünscht wurde.
Auch abseits der Themen, die typischerweise „jugendbezogen“ sind, wollen sich die Jugendlichen einbringen. „Die Ämter und die Politik sollten uns grundsätzlich über alle Themen informieren, die eine Bedeutung für Bürgerinnen und Bürger der Stadt haben. Denn das sind wir schließlich auch. Ob wir uns bei einem Thema einbringen möchten, könnten wir dann immer noch selbst entscheiden.“, meint Yves Worch aus der Vorgruppe des Jugendparlaments.
Die seit diesem Jahr durch Kevin Heller besetzte Personalstelle der Stadtverwaltung für Kinder- und Jugendbeteiligung stellt dafür die Schnittstelle zwischen Jugendlichen und Verwaltung dar. Kevin Heller ist Sozialpädagoge und weiß aus Erfahrung, dass Jugendkultur und Stadtverwaltung nicht immer kompatibel sind. Doch genau dort gilt es für ihn anzuknüpfen.
„Ich kommuniziere die Wünsche, Ängste und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen in die Stadtverwaltung hinein und vermittle ihnen gleichzeitig zurück, welche Wege notwendig sind oder welche Hürden genommen werden müssen, damit bestimmte Dinge umgesetzt werden können“, erklärt Kevin Heller seine Position bei der Stadt.
Seit Januar treffen sich die Mitglieder der Vorgruppe des Limburger Jugendparlaments regelmäßig. Alle der Mitglieder sind bereits seit anderthalb Jahren dabei und haben sich nach einer Ferienfreizeit der städtischen Jugendarbeit zusammengefunden. Die Vorgruppe darf seitdem bei den verschiedensten Themen ihre Meinungen, Ideen und Wünsche äußern. Vor allem bei Planungsangelegenheiten der kommunalen Jugendarbeit werden die Jugendlichen schon jetzt stark miteinbezogen. Ganz selbstverständlich ist jedoch die Mitarbeit in der Vorgruppe nicht, denn noch ist das Jugendparlament als Gremium nicht offiziell ernannt oder gewählt worden. Bis zu diesem Schritt gilt es einige bürokratische Hürden zu meistern. Doch die engagierten Mitglieder der Vorgruppe tun viel dafür, dass das Jugendparlament bald auch als solches anerkannt sein wird. Es wurde beispielsweise ein Entwurf für eine Geschäftsordnung verfasst, ein Instagram-Account für die Öffentlichkeitsarbeit erstellt und aktuell wird eine Auftaktveranstaltung geplant, die das Jugendparlament als Projekt interessierten Jugendlichen vorstellen soll.
Weitere Informationen zum Jugendparlament oder neuem Jugendcafé erteilt das Amt für Soziale Betreuung, Abteilung Kinder- und Jugendarbeit bei der Stadtverwaltung Limburg a. d. Lahn, Kevin Heller, Tel. 06431 203-435. © Stadt Limburg