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HZA-GI: Zoll stoppt Drogenschmuggler auf der A 44 mit relativ neuer Droge

Die Kasseler Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamtes Gießen hat auf der A 44 bei Zierenberg einen Drogenschmuggler mit drei Kilogramm einer noch relativ neuen Droge erwischt.

Siehe hier: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/121247/4318128

Die Zöllner zogen einen Pkw mit polnischem Kennzeichen für eine Kontrolle auf der Rastanlage Bühleck aus dem Verkehr. Bei der Inspektion des Fahrzeuges entdeckten die Zöllner im Kofferraum eine größere Laut-sprecherbox, die mit leeren Getränkedosen, Kabeln und Sprays vollgestopft war. Darunter befanden sich drei Plastikbeutel, die mit einer kristallinen Substanz gefüllt waren.

Zunächst vermochten die Zöllner die wie weißer Kandiszucker aussehenden Kristalle nicht ohne weiteres in die ihnen bekannten Betäubungsmittel einzuordnen. Als auch Drogentest nicht reagierten, entschlossen sich die argwöhnischen Kontrolleure Rauschgiftspürhündin "Kira" einzusetzen. Treffsicher und deutlich signalisierte die Hündin ihrem Hundeführer, dass es sich für sie wohl um Drogen oder einen Grundstoff dafür handelt und gab so den Beamten Gewissheit. Nach Rücksprache mit Experten der Frankfurter Zollfahndung und aufgrund eines ähnlichen Aufgriffs auf der gleichen Autobahn vor einigen Wochen verdichtete sich der Verdacht, dass es sich um die verbotenen Substanz 3-CMC oder auch Clophedron handelt. Ein psychoaktives Rauschmittel aus der gruppe der Amphetamine, das zwar nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fällt aber nach dem seit 2016 bestehenden Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) verboten und strafbewehrt ist.

"Wir haben es hier mit einer für uns noch neuen chemischen Variante bekannter Stoffe zu tun, deren Verbreitung es aufgrund der großen Gesundheits- und Suchtgefährdung zu unterbinden gilt", sagt Michael Bender, der Pressesprecher des Hauptzollamtes Gießen.

Der 28-jährige Fahrer wurde festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Insgesamt drei Kilogramm der noch relativ neuen Droge wurden sichergestellt. In Anlehnung an den "Marktwert" für Amphetamin liegt der Wert für dafür bei 30.000 Euro

Die Außenstelle des Zollfahndungsamtes Frankfurt/M. in Kassel hat Ermittlungen aufgenommen. © HZA-Gießen