Springe zum Inhalt

HZA-F: Internationaler Tag der biologischen Vielfalt/ Zoll leistet wichtigen Beitrag zum Schutz bedrohter Tiere und Pflanzen

Um das Bewusstsein für die biologische Vielfalt und ihre Bedeutung für den Menschen zu stärken, haben die Vereinten Nationen den 22. Mai zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt ausgerufen.

Die Arbeit des Zolls trägt maßgeblich zum Erhalt der vom Aussterben bedrohten Arten bei. Zum Schutz der Tiere und Pflanzen überwacht der Zoll die Einhaltung der gesetzlichen Ein- und Ausfuhrregelungen im internationalen Warenverkehr. Rund 5.600 Tierarten und 30.000 Pflanzenarten unterliegen diesem besonderen Schutz. Artengeschützte Tiere und Pflanzen sowie Produkte daraus, die nicht von den erforderlichen artenschutzrechtlichen Dokumenten begleitet werden, müssen vom Zoll beschlagnahmt werden. Bundesweit wurden im vergan-genen Jahr bei 1.200 Aufgriffen 119.000 lebende und tote Tiere und Pflanzen sowie Exemp-lare aus diesen beschlagnahmt.

Dem Frankfurter Flughafen kommt dabei als internationaler Drehscheibe eine besondere Be-deutung zu. Im Jahr 2020 kam es beim Hauptzollamt Frankfurt am Main zu 753 Sicherstel-lungen mit 72.387 artengeschützten Exemplaren zur Prüfung der jeweiligen Einzelfälle. Da-runter waren auch 1.269 lebende Tiere sowie 4.029 lebende Pflanzen. Christine Straß, Spre-cherin beim Hauptzollamt Frankfurt am Main: "Trotz jahrzehntelanger Aufklärung scheint die Nachfrage nach seltenen Tieren und Pflanzen, meistens als Souvenir aus dem Urlaub mitge-bracht oder im Internet bestellt, ungebrochen. Der Elefantenfuß als Hocker oder die Schnitze-reien aus Elfenbein werden immer noch als Statussymbol betrachtet. Das grausame Ge-schäft, das dahintersteckt, wird oft gedanklich verdrängt. Da hilft nur ein Umdenken bei je-dem Einzelnen." Darüber hinaus wurden durch den Zoll am Frankfurter Flughafen 67.089 Er-zeugnisse aus artengeschützten Tieren und Pflanzen beschlagnahmt, meistens im Internet bestellt und per Post geliefert. Häufig wurden hier auch Kosmetikprodukte mit Wirkstoffen aus Tieren und Pflanzen festgestellt. Darunter waren fast 24.000 Kakteen sowie Tabletten und Gesichtswasser aus deren Extrakt. Darüber hinaus wurden auch fast 18.000 Tabletten aus dem Extrakt des Afrikanischen Pflaumenbaums beschlagnahmt, sowie ca. 1.300 Tablet-ten, die Bestandteile der Kanadischen Orangenwurzel enthielten.

Verstöße gegen das Washingtoner Artenschutzübereinkommen können Geldbußen bis zu 50.000 Euro oder sogar Freiheitsstrafen zur Folge haben.

Weitere Informationen zum Artenschutz finden Sie auf der Website www.artenschutz-online.de und auf unserer Website www.zoll.de, unter anderem im Bereich "Reisen".

Das Hauptzollamt Frankfurt am Main ist zertifizierter Arbeitgeber nach dem audit "berufund-familie". Wir bieten Ausbildungsplätze an. Näheres unter www.zoll.de - Beruf und Karriere.

© Hauptzollamt Frankfurt am Main