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HZA-F: Finanzkontrolle Schwarzarbeit deckt sieben Fälle von illegalem Aufenthalt auf Frankfurter Baustelle auf

Am 03. November führte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Frankfurt am Main Kontrollen in der Baubranche im Frankfurter Stadtgebiet durch. Schwerpunkt der Kontrollen war das Aufdecken von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung sowie die Kontrolle, ob der gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn gezahlt wird. Auf einem Bauvorhaben wurden insgesamt 16 Arbeitnehmer zu ihren Beschäftigungsverhältnissen befragt. Dabei kam es zu sieben vorläufigen Festnahmen georgischer Staatsangehöriger im Alter von 20 bis 46 Jahren. Die Männer legten dem Zoll bulgarische sowie einen tschechischen Ausweis vor, die sich jedoch als Fälschung entpuppten. Tatsächlich verfügen die Männer über eine georgische Staatsangehörigkeit, wie Ihre Reisepässe belegen. Unter anderem dürfen sich georgische Staatsangehörige zu touristischen Zwecken für maximal 90 Tage in einem Zeitraum von 180 Ta-gen im Bundesgebiet aufhalten. Sobald sie jedoch einer Erwerbstätigkeit nachgehen wollen, benötigen sie einen Aufenthaltstitel, der sie dazu berechtigt. Da alle sieben Arbeiter nicht im Besitz eines entsprechenden Aufenthaltstitels waren, durften die Arbeiter hier nicht arbeiten und hielten sich mutmaßlich illegal in Deutschland auf. Gegen die Arbeitnehmer werden nun Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts sowie der Urkundenfälschung geführt.

Gegen den Arbeitgeber wurde ein Strafverfahren wegen der Beihilfe zum illegalen Aufenthalt eingeleitet. Die Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit dauern an.

© Hauptzollamt Frankfurt am Main