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Hohe Schneelast: THW bewertet Stabilität von Gebäuden

Bonn/München. Die starken Schneefälle in Bayern beschäftigen das Technische Hilfswerk (THW) weiter: Aktuell sind 900 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Alle 111 bayerischen Ortsverbände haben mittlerweile Ehrenamtliche in den Einsatz entsandt. Seit Tagen beurteilen 20 THW-Baufachberaterinnen und -berater die Statik von Gebäuden und entscheiden, welche Dächer zuerst geräumt werden müssen.

Die Lage in den eingeschneiten Regionen in Bayern entspannt sich langsam: Durch das einsetzende Tauwetter ist der Schnee aber besonders wasserhaltig und schwer.

Um die Sicherheit der Einsatzkräfte beim Schneeräumen auf den Dächern zu gewährleisten, setzt das THW 20 speziell geschulte Baufachberater und -fachberaterinnen ein. Die THW-Expertinnen und -Experten untersuchen Schneedichte, Vereisungsgrad und Wassergehalt des Schnees an den Einsatzstellen und ordnen auf Basis dieser Daten an, welche Dächer mit hoher Priorität geräumt werden müssen. Erst nach diesem Gutachten beginnen die Männer und Frauen des THW und weitere Einsatzkräfte mit den Räumarbeiten auf den eingeschneiten Dächern.

Zudem halten die Ehrenamtlichen des THW wichtige Verkehrsstraßen frei und fällen Bäume, die umzustürzen drohen. Seit Sonntag waren insgesamt mehr als 6 800 THW-Helferinnen und -Helfer in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen im Einsatz. Inzwischen sind alle 111 bayerischen THW-Ortsverbände ausgerückt, um im Süden Bayerns zu helfen. Unterstützt werden sie von Einsatzkräften aus den THW-Landesverbänden Baden-Württemberg und Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland.

Das Technische Hilfswerk (THW) ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Enga-gement der bundesweit rund 80 000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfah-rungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen. © THW