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„Hörmal Limburg“: Neuer Audioguide durch die Altstadt

Wer als Tourist eine fremde Stadt erkundet, will oftmals mehr über ihre Geschichte, die Menschen und die Traditionen dort erfahren. In Limburg ist dies ab sofort über den Audio-Guide „Hörmal Limburg“ möglich. An neun Stationen laden QR-Codes Gäste und auch Einheimische zum Hören ein.
Entwickelt wurden die Hörbücher im Auftrag der Stadt Limburg und dem Bistum Limburg von der Agentur Cicero Kommunikation.
„Das ist eine tolle Möglichkeit, unsere schöne Altstadt zu erkunden“, sagt Bürgermeister Dr. Marius Hahn. Er ist davon überzeugt, dass die Hörbücher die perfekte Ergänzung zu dem im Juni dieses Jahrs aufgestellten Fußgängerleitsystems ist. Die Hörbuchstationen befinden sich jeweils in der Nähe der Elemente des Leitsystems.
Das Hörbuch beginnt am Walderdorffer Hof und berichtet vom „Trulles“, einem Pranger in Form eines Gitterkäfigs, in dem Trinker, Schläger und Diebe Beschimpfungen, Handgreiflichkeiten und Gespött ausgesetzt waren.
Weiter geht es zum Haus mit der Anschrift Rütsche 5, was heute Werner-Senger-Haus genannt wird und ein Lokal beherbergt. Es ist das älteste urkundlich belegte Haus in Limburg, weil es den Stadtbrand um 1289 überstanden hat. Über Jahrhunderte hinweg war das Haus im Besitz von wohlhabenden Familien, die mit Stoffen handelten.
Version auch für Kinder
In der Fahrgasse ist die Geschichte vom Limburger Säcker zu hören. Er war ursprünglich ein Tagelöhner, der Waren durch die engen Gassen der Limburger Altstadt trug. Bis heute gibt es den Begriff noch, gemeint ist heute jedoch ein Limburger, der in der Altstadt geboren ist.
„Der Limburger Dom hoch über der Lahn ist das Wahrzeichen der Stadt und des Bistums. Der Domberg atmet Geschichte. Es ist großartig, dass der neue Audio-Guide sie nun so lebendig und liebevoll erklärt“, freut sich Domkapitular Wolfgang Rösch, Generalvikar des Bischofs von Limburg. Der neue digitale Führer durch die Stadt sei ein zeitgemäßes Medium, das die Attraktivität der Altstadt steigert.
Ganz besonders freuen sich Rösch und Hahn, dass sich die Hörbücher auch an Kinder richten. Für sie wurde eigens eine sprachlich vereinfachte Version erarbeitet.
Für Dirk Becker von der Agentur Cicero Kommunikation war vor allem die Entwicklung der einzelnen Stationen spannend. Gemeinsam mit Stadt, den Stadtführern des Verschönerungsvereins und dem Bistum stöberte er in der Historie Limburgs und machte aus den besten Geschichten kleine Erzählungen, die vom prominenten Limburger Sprecher Jürgen Fritsche eingelesen wurden. „Es hat mich als Limburger überrascht, was ich dabei alles für mich Neues erfahren habe. Die Hörbücher sind nicht nur etwas für Touristen“, sagt Fritsche.
Und so einfach geht’s: Mit dem Smartphone wird der angebrachte QR-Code eingescannt. Das Gerät verbindet sich auf eine Website mit dem Hörbuch und schon wird die Geschichte abgespielt. Den QR-Code-Scanner gibt es kostenlos als App für Android- und IOS-Geräte. Eine Internetverbindung ist erforderlich.
Mehr Informationen gibt es auf der Website www.hoermal-limburg.de. Dort sind auf einer interaktiven Karte die verschiedenen Hörbuchstandorte hinterlegt.  © Stadt Limburg