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Hochsommerliche Temperaturen – Vor der Hitze schützen

Arbeitsminister Stefan Grüttner: „Arbeitnehmer, die im Freien arbeiten, müssen besonders geschützt werden - Verhalten an Hitze anpassen“

Wiesbaden. Nach den Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes bleibt es die nächsten Tage sehr heiß. „Im Berufsalltag kann das heiße Sommerwetter schnell unangenehm werden“, so Arbeitsminister Stefan Grüttner. Außentemperaturen von über 30° führen dazu, dass Arbeitsräume wie Büros, Geschäfte, Küchen oder Werkstätten schnell überhitzt werden. Der Körper wird durch die Hitze stark beansprucht und diese Belastung wirkt sich auch auf die Arbeit aus. Die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten sinken. Dagegen steigen die körperliche Belastung und die Unfallgefahr. Kopfschmerzen, vorzeitige Ermüdung, Übelkeit, Kreislaufbeschwerden oder sogar ein Hitzekollaps sind mögliche Folgen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im Sommer im Freien arbeiten, müssen besonders geschützt werden. „Ob Beschäftigte im Baugewerbe, in Garten- und Landschaftsbaubetrieben, in Gärtnereien, im Forst und in der Landwirtschaft, in der Gebäudereinigung oder in der Sport- und Freizeitbranche, alle brauchen Schutz vor Hitze, UV-Strahlung und Ozoneinwirkung,“ betonte Grüttner.

Neben Kreislauf- und Atembeschwerden können hier zusätzlich Sonnenbrand und Allergien oder Hitzschlag (Überwärmung des Körperkerns) und langfristig sogar Hautkrebs die Folge sein. Arbeitgeber sind verpflichtet, eine Gefährdung für Leben und Gesundheit der Beschäftigten möglichst zu vermeiden, indem bspw. körperlich schwere Arbeiten in den heißen Stunden vermieden oder zumindest reduziert werden und vermehrt kurze Ruhepausen gestattet sein sollten. Freiluftarbeitsplätze könnten durch „Sonnendächer“ beschattet werden und die Arbeiter sollten Kopfbedeckung und Sonnenbrillen tragen.

Bei den momentan hohen sommerlichen Temperaturen hat der menschliche Körper nur zwei Möglichkeiten, sich vor Überhitzung zu schützen. Zum einen kann er die Verdunstung über die Haut ankurbeln, zum anderen den Kreislauf und damit die eigene Wärmeproduktion zurückfahren. Der Nachteil ist, dass starkes Schwitzen dem Körper Flüssigkeit und Mineralstoffe entzieht. Die goldene Regel heißt: Trinken! Doch alkoholische, koffeinhaltige oder stark gezuckerte Getränke sind nicht zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs geeignet, geachtet werden müsse auf einen Ausgleich des durch Schwitzen bedingten Salzverlustes. Als Durstlöscher eignen sich vor allem Mineralwasser, ungesüßte Früchte- und Kräutertees, sowie verdünnte Fruchtsäfte.

Weitere Tipps, um die Belastung durch große Hitze am Arbeitsplatz erträglicher zu gestalten:

Wärmequellen wie Drucker, Scan­ner und Kopierer nicht im Arbeitsraum platzieren oder zumindest ihren Gebrauch einschränken
In den frühen Morgenstunden lüften und tagsüber die Fenster geschlossen halten
Möglichst keine direkte Sonnenstrahlung ins Büro lassen
Für eine Abkühlung zwischendurch: kühles Wasser über die Handgelenke fließen lassen
Bei körperlich schwerer Arbeit vermehrt kurze Ruhepausen einlegen
Kopfbedeckung und Sonnen­brille tragen
Lockerung der Bekleidungsregelungen
Nutzung von Gleitzeitregelungen zur Arbeitszeitverlagerung (eventuell be­stehende Gleitzeitregelungen weiter nach vorne verlegen)
 

Wichtige Informationen zur Sommerhitze und zu den aktuellen Regeln im Arbeits­schutz finden Sie auch unter:

http://www.arbeitswelt.hessen.de/arbeitsschutz/arbeitsgestaltung/klima

© Hessisches Ministerium für Soziales und Integration