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Hessen unterstützt Öffentlichen Personennahverkehr mit weiteren 88,5 Millionen Euro aus der Corona-Vorsorge

Haushaltsausschuss stimmt Vorlage der Landesregierung zu

Angesichts der immer noch niedrigeren Fahrgastzahlen unterstützt das Land Hessen den Öffentlichen Personennahverkehr in diesem Jahr mit weiteren 88,5 Millionen Euro. Einer entsprechenden Vorlage der Landesregierung stimmte heute der Haushaltsausschuss des Hessischen Landtags zu, wie Finanzminister Michael Boddenberg und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir mitteilten. Der Bund hat eine Unterstützung in gleicher Höhe zugesagt.

„Busse und Bahnen haben sich noch nicht von den Auswirkungen der Corona-Pandemie erholt“, erklärten die Minister. „Viele Menschen haben den öffentlichen Personennahverkehr aus Angst vor möglichen Ansteckungen gemieden oder arbeiten verstärkt von zu Hause aus. Gleichzeitig erhalten die Verkehrsverbünde ihr Angebot für eine umweltfreundliche Mobilität aufrecht. Mit dem Geld aus der Corona-Vorsorge gleichen wir die Einnahmeausfälle aus. Das ist auch eine Unterstützung der Kommunen als Träger des ÖPNV.“

Die Minister wiesen darauf hin, dass die Fahrgastzahlen bis 2019 kontinuierlich angestiegen waren: „Die deutliche Verbesserung der Corona-Lage gibt Anlass zur Erwartung, dass die Busse und Bahnen bald wieder an ihre positive Entwicklung anknüpfen. Auch das Neun-Euro-Ticket wird in den kommenden drei Monaten sicherlich Busse und Bahnen füllen und hoffentlich auch neue Dauernutzer für den ÖPNV hinzugewinnen.“

Im Landeshaushalt 2022 sind 500 Millionen Euro Corona-Vorsorge enthalten, um weitere Corona-bedingte Hilfen leisten zu können. Zuvor waren unter anderem bereits 100 Millionen Euro der Messe Frankfurt zugesagt worden, da die Veranstaltungsbranche besonders unter den Corona-Einschränkungen zu leiden hatte und ebenfalls noch nicht wieder auf Vor-Corona-Niveau angekommen ist. © HMdF