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Hessen bundesweit auf Platz 3 im geförderten Wohnungsbau!

Ministerin Priska Hinz beschreibt wohnungspolitische Weichenstellungen der Landesregierung

„Wir sind uns alle einig: Die Wohnungsfrage ist eine der wichtigen aktuellen sozialen Themen in Hessen“, sagte Wohnungsbauministerin Priska Hinz heute im Hessischen Landtag anlässlich eines Entschließungsantrags der SPD-Fraktion zur aktuellen und historischen Wohnungspolitik in Hessen.

Rückblickend stellte die Wohnungsbauministerin klar, dass die Zahl der sozialwohnungssuchenden Haushalte in Hessen zwischen 1991 und 2009 um fast 60 Prozent zurückgegangen sind. 2009 waren in Hessen nur noch etwa 41.000 Haushalte registriert. 1991 waren dies noch weit über 100.000. Auch demographische Prognosen, die zu dieser Zeit vorlagen, gingen nicht von einer Zunahme aus. „In dieser Zeit haben auch die Sozialdemokraten keinen Bau von mehr Sozialwohnungen gefordert. Im Gegenteil, die SPD hat auf Bundesebene die Föderalismusreform mitbeschlossen und damit dem sozialen Wohnungsbau die langfristige finanzielle Unterstützung des Bundes entzogen“, erklärte Ministerin Hinz. Zwischen 2007 und 2016 sind 26,9 Prozent der Sozialwohnungen aus der Bindung gefallen. „Jeder Verlust von gebundenem Wohnraum ist heute bitter. Dies ist allerdings ein bundesweites Phänomen: In Brandenburg waren es im gleichen Zeitraum 46 Prozent, in Berlin ebenfalls deutlich mehr als in Hessen, nämlich 36 Prozent. Doch diese Landesregierung hat die Wende in der Wohnungspolitik eingeleitet und vollzogen: Beim geförderten Wohnungsbau sind wir auf dem dritten Platz der Aufholjagd nach Bayern und NRW. Mit unserem Masterplan Wohnen haben wir unsere Politik strikt auf die Schaffung neuen sozialen Wohnraums ausgerichtet. Wir sorgen für mehr bezahlbaren Wohnraum in Hessen“, sagte Ministerin Hinz. Bis 2020 stehen Rekordmittel in Höhe von 1,7 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau bereit. Damit können 20.000 Wohnungen für rund 60.000 Menschen geschaffen werden.

Die Landesregierung hat 2015 alle maßgeblichen Akteure am Wohnungsmarkt an einen Tisch geholt und die Allianz für Wohnen gegründet. Aus den Anregungen wurden viele wichtige neue Instrumente geschaffen. Dazu gehören unter anderem die Konzeptvergabe, der Leitfaden zur Innenentwicklung oder die Baulandoffensive. Diese und weitere Maßnahmen und Instrumente der Wohnungspolitik finden sich im Masterplan Wohnen wieder. Außerdem wurde die Nassauische Heimstätte, als landeseigene und größte Wohnungsbaugesellschaft in Hessen, strategisch ausgebaut und aufgewertet. Sie ist damit in ihrer Rolle eines wichtigen Instruments zur Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum gestärkt worden. Mit der Eigenkapitalerhöhung von 200 Millionen Euro wurde das Wohnungsunternehmen in die Lage versetzt, in den Bau von etwa 5.000 zusätzlichen bezahlbaren Wohnungen zu investieren.

„Aber diese Landesregierung kümmert sich auch um bestehende Quartiere. Die Programme der Städtebauförderung wurden im erheblichem Maße aufgestockt und damit in dieser Legislaturperiode mehr als verdoppelt“, sagte Ministerin Hinz. Im Jahr 2015 standen rund 39 Millionen Euro und im darauffolgenden Jahr rund 54 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Jahre 2018 und 2019 werden jeweils 102,2 Millionen Euro bereitgestellt. „Wohnen ist mehr als ein Dach über dem Kopf, ein sozial und ökologisch nachhaltiges Umfeld ist für die Menschen genauso wichtig“, so die Ministerin abschließend.

Weitere Informationen zum Masterplan Wohnen:

https://umwelt.hessen.de/klima-stadt/masterplan-wohnen-hessen

© Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz