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Heiliger Abend in der Berger Kirche · „Weihnachten to go“

Zur blauen Stunde öffnete die Berger Kirche ihre Türen am Heiligen Abend.  Schon draußen erwartete die Besucher ein prasselndes Feuer, das an das Feuer der Hirten erinnerte. Beim Hineingehen war man eingeladen, Ballast abzuwerfen:
Was belastet mich? Was macht mir das Leben schwer?
Wer wollte konnte das aufschreiben und ablegen oder draußen ins Feuer werfen. 

Im Inneren der Kirche war der Raum mit einer Tuchverhüllung abgehängt, so dass man zunächst nicht hinein schauen konnte. Der Weg führte in das seitliche Kirchenschiff und schnell war anhand der Sterne, der Dekoration und der begleitenden Texte klar: Wir sind auf dem Weg nach Betlehem.

Wir, so wie wir sind. Die Führung konnte man dem Stern überlassen, sich ihm anvertrauen.  Zwischendurch waren die Kirchenbesucher dann auf sich selbst geworfen, als sie vor einem Spiegel gefragt wurden, wie sie sich gerade selber sehen.

Auf Strohballen konnte man eine Pause einlegen und dann ging es weiter zur Krippe. Das Jesuskind in einem Körbchen zog die Blicke auf sich. Begleitende Texte erreichten die Herzen der Menschen.

Auf dem Altar war das Weihnachtsevangelium zu lesen, umrahmt von vielen Kerzen. Die Apsis war in mystisches blaues Licht getaucht.

Das Licht von Betlehem brannte an der Seite und wer wollte, konnte es sich mit nach Hause nehmen. Außerdem lagen in Röllchen verpackte Segenssprüche und Sterne aus, die die Besucher mitnehmen konnten.

Der Gruppe „Gottesdienst anders“ gelang es damit erneut, Menschen anzusprechen, die mit den gewöhnlichen Gottesdiensten ihre Schwierigkeiten haben und Weihnachten auf besondere Weise erlebbar machten. © Andreas Albert