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Hadamar-Gespräche: Waren alle Nationalsozialisten? Die NS-Volksgemeinschaft zwischen Zustimmung und Ausgrenzung

Das Foto zeigt das öffentliche Eintopfessen im Februar 1936 auf dem Limburger Neumarkt, der damals Adolf-Hitler-Platz hieß (Stadtarchiv Limburg)

Am Donnerstag, 20. September 2018, 19:00 Uhr, findet der dritte diesjährige Vortrag in der Reihe, „Hadamar-Gespräche – zu Medizingeschichte, Nationalsozialismus und den Folgen“ statt, die gemeinsam von der Gedenkstätte Hadamar und dem Stadtarchiv der Stadt Limburg veranstaltet wird.

Prof. Dr. Michael Wildt von der Humboldt-Universität zu Berlin spricht über „Waren alle Nationalsozialisten? Die NS-Volksgemeinschaft zwischen Zustimmung und Ausgrenzung“. „Volksgemeinschaft“ war ein nationalsozialistischer Propagandabegriff, von dem sich dennoch viele angesprochen fühlten, weil er Einheit, Zugehörigkeit und Wertschätzung versprach. Gleichzeitig aber war  „Volksgemeinschaft“ durch massive Ausgrenzung gekennzeichnet. Der Vortrag zeigt, inwieweit beide Seiten zusammen gehörten und was es so schwierig machte, in der NS-Zeit unabhängig zu bleiben.

Der Referent, Prof. Dr. Michael Wildt ist Professor für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist einer der führenden Experten zur Geschichte des Nationalsozialismus. Zu seinen wichtigsten Publikationen zum Vortragsthema zählen Volksgemeinschaft als Selbstermächtigung. Gewalt gegen Juden in der deutschen Provinz 1919 bis 1939. Hamburg, 2007 und Volk, Volksgemeinschaft, AfD. Hamburg, 2017.

Veranstaltungsort: Sitzungssaal des Limburger Rathauses (Altbau), Werner-Senger-Straße 10, Limburg. Der Eintritt ist frei.

Weitere Auskünfte erteilt Stadtarchivar Dr. Christoph Waldecker, Tel. 06431/203368, Email: christoph.waldecker@stadt.limburg.de

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