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Gut für die Umwelt: Nutzung von Mehrwegbehältnissen beim Lebensmitteleinkauf auch in Corona-Zeiten möglich

Gut für die Umwelt: Nutzung von Mehrwegbehältnissen beim Lebensmitteleinkauf auch in Corona-Zeiten möglich
Unter Einhaltung der Hygieneregeln können kundeneigene Gläser, Flaschen oder Boxen nach wie vor befüllt werden
„Auch während der Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen ist es sinnvoll, Verpackungsabfälle zu reduzieren und unsere Umwelt zu entlasten. Vor allem Einweg-Plastikverpackungen kommen leider aktuell vermehrt zum Einsatz, um Lebensmittel to go anbieten zu können“, sagt Umweltministerin Priska Hinz. Um dem steigenden Abfallaufkommen entgegenzuwirken, weist die Ministerin darauf hin, dass weiterhin eigene oder vom Lebensmitteleinzelhandel, der Gastronomie oder Großküchen angebotene Mehrwegbehältnisse für den Einkauf von Lebensmitteln und zubereiteten Speisen benutzt werden können. „Mit unseren aktualisierten Handlungsempfehlungen zum ‚Umgang mit kundeneigenen Behältnissen auch in Zeiten der Corona-Pandemie‘ möchten wir Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Händler und Gastronomen ermutigen, auf diese Weise wertvolle Ressourcen zu schonen“, so Hinz weiter. Unter Einhaltung der Hygienebedingungen stellt die Nutzung von Mehrwegbehältnissen kein Risiko für Infektionen mit COVID-19 dar.

In der Hessischen Plastikvermeidungsstrategie hat das Umweltministerium viele weitere Maßnahmen verankert, mit denen überflüssiges Plastik reduziert und die negativen Umweltauswirkungen von Plastik auf die Umwelt vermindert werden können. So werden zum Beispiel praktische Informationen und Tipps rund um das Thema Plastikvermeidung im Alltag durch das vom Umweltministerium geförderte Projekt „Plastik sparen – beim Einkauf und unterwegs“ der Verbraucherzentrale Hessen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus unterstützt das Ministerium Unternehmen mit innovativen Ideen wie zum Beispiel die HEAG-FairCup GmbH, die in Darmstadt ein Mehrweg-Pfandsystem für Speisen und Getränke etablieren möchte. Zudem haben sich hessenweit mehr als 100 Unternehmen mit rund 850 Filialen der Initiative „BecherBonus“ angeschlossen. Cafébesitzer und Bäckereifilialen gewähren im Rahmen von „BecherBonus“ mindestens 10 Cent Rabatt auf Warmgetränke, wenn die Kunden Mehrwegbecher nutzen.

Abschließend ruft Ministerin Hinz dazu auf, Einweghandschuhe und Mund-Nasen-Bedeckungen nicht achtlos in die Umwelt zu werfen: „Diese gehören im Gegensatz zu Verpackungen unbedingt in den Restmüll“, so die Ministerin.

Hintergrundinformation
Im Rahmen der Hessischen Plastikvermeidungsstrategie setzt sich das Land in vier Handlungsfeldern für weniger Plastikverbrauch in Hessen, weniger Plastikmüll in der Umwelt, weniger Mikroplastik und mehr Wiederverwendung und Recycling“ ein.

Weitere Informationen rund um die Strategie finden Sie unter:
https://umwelt.hessen.de/umwelt/kreislauf-abfallwirtschaft/plastikvermeidungsstrategie-fuer-hessen

Handlungsempfehlungen zum „Umgang mit kundeneigenen Behältnissen auch in Zeiten der Corona-Pandemie“: https://umwelt.hessen.de/sites/default/files/media/2020_11_umgang_mit_kundeneigenen_behaeltnissen_auch_in_zeiten_der_corona-pandemie_ma.pdf

Projekt „Plastik sparen – beim Einkauf und unterwegs“ der Verbraucherzentrale Hessen:
https://www.verbraucherzentrale-hessen.de/plastiksparen

Initiative „BecherBonus“:
https://www.hessen-nachhaltig.de/becher-bonus.html

 

© Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz