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Großzügige Unterstützung für ein engagiertes Team: 2500 Euro für die Stroke Unit am St. Vincenz aus Niederbrechen

v.l.n.r.: Geschäftsführer Guido Wernert, Frank Kremer, Stiftungsvorsitzender Martin Richard, Bianca Kremer und Chefarzt Dr. Christoph Oberwittler.

Es sollte etwas Sinnvolles sein, was zum runden Geburtstag gesammelt wurde. Eine humanitäre Geste aus Dankbarkeit für Gesundheit und fünfzig gute Jahre. Dies hatte Frank Kremer schon bei vorherigen runden Geburtstagen praktiziert. 120 Gäste sorgten für eine stolze Summe, das Geburtstagskind selbst legte noch eine Schippe drauf: 2500 Euro kamen bei der Geburtstagsfeier für den guten Zweck zusammen. Für den Niederbrechener Malermeister lag es nahe, in diesem Zusammenhang an die Stroke Unit des St. Vincenz-Krankenhauses zu denken: Seine Frau Bianca, die mit sieben Jahren Opfer eines kindlichen Schlaganfalls geworden war, wird seit rund zehn Jahren regelmäßig dort betreut. Sie weiß um die Problematik und die Bedeutung einer schnellen professionellen medizinischen Versorgung bei einem Schlaganfall. Durch die regelmäßige Betreuung von Chefarzt Dr. Christoph Oberwittler und seinem Team ist sie davon überzeugt, dass das Geburtstags-Geld dort gut angelegt ist. Wofür es konkret verwendet werden wird, konnte der Chefarzt der Neurologie bei der Spendenübergabe noch nicht sagen - definitiv wird es aber den Patienten dort zugute kommen, Dinge finanzieren, welche über das normale Krankenhausbudget nicht abbildbar sind. Chefarzt Dr. Oberwittler, Geschäftsführer Guido Wernert und der Vorsitzende der Stiftung St. Vincenz-Hospital, Martin Richard freuten sich sehr über die großzügige Spende und dankten stellvertretend im Namen der Patienten! Frank und Bianca Kremer wollen ihre Initiative als Anregung verstanden wissen: „Wir hoffen, dass diese Aktion anderen insofern Fingerzeig und Vorbild ist, dass Spendengelder auch hier in der Region gut angelegt sind!“
Während der kindliche Schlaganfall, wie ihn Bianca Kremer erlitten hat, eine eher seltenes Schicksal ist, erleiden in Deutschland jeden Tag fast 1.000 Menschen einen Schlaganfall. Der Blitzschlag im Gehirn gehört zu den häufigsten Todesursachen und den häufigsten Gründen für Behinderung und Pflegebedürftigkeit. Zur Vermeidung schwerwiegender Folgen ist schnelle und professionelle Diagnostik die wichtigste Maßnahme, um die richtige Therapie einleiten zu können. Die Pflege der vielfach schwer betroffenen, oft halbseitig gelähmten Schlaganfallpatienten erfordert neben einem geschulten interdisziplinären Team ausreichend Platz für Mobilisierung und Versorgung. Auf der Vincenz-Stroke Unit ist seit dem Umzug in den sog. Talbau vor rund einem Jahr auch dies gewährleistet: die neuen Zimmer verfügen über großzügige Platzverhältnisse, ein Raum zur Ultraschalldiagnostik und Durchführung endoskopischer Schluckuntersuchungen befindet sich unmittelbar auf der Station, die Physiotherapie und die Logo- bzw. Ergotherapie haben eigene Behandlungsräume. Die Zimmer der Stroke Unit wie auch der Neurologie sind in zwei parallelen, breiten Fluren angesiedelt, auf denen genug Platz für das Training von Patienten mit Gangstörungen ist. Ein offener Bereich für mobilisierte Patienten fördert die kognitive Rehabilitation außerhalb des Patientenzimmers. Die Lage der Stroke Unit unmittelbar über der Zentralen Notaufnahme und der Radiologie beschleunigt die Abläufe insbesondere für die akuten Schlaganfallpatienten, bei denen es auf jede Minute ankommen kann. „Ein großer Benefit für die leider stetig zunehmende Zahl neurologischer Patienten der Region“, konstatiert Dr. Oberwittler, der auch Regionalbeauftragter der Deutschen Schlaganfallstiftung ist. Er hatte die Station vor 21 Jahren auf- und ausgebaut, der Umzug in den Talbau war ein willkommenes „Geburtstagsgeschenk“ für ihn und sein Team. © Krankenhausgesellschaft St. Vincenz mbH