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Grippeschutzimpfung – So wichtig wie Kinderschutzimpfung: 10.788 Grippefälle in der letzten Saison

Gesundheitsminister Stefan Grüttner ruft zum Impfen auf: „Jetzt ist die beste Zeit, um durch eine Impfung der Grippe zuvorzukommen. Auch alle anderen Impfungen für Erwachsene und Kinder wahrnehmen – Impfen schützt!“

Wiesbaden. Hessens Gesundheitsminister Stefan Grüttner hat heute in Wiesbaden dazu aufgerufen, sich im Herbst gegen die Grippe (Influenza) impfen zu lassen. „Jetzt ist die beste Zeit, um durch eine Impfung der Grippe zuvorzukommen, denn die Grippesaison hat noch nicht begonnen“, so der Minister, der sich heute selbst von einem Arzt hat impfen lassen. Die Grippeschutzimpfung wird, wie von der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfohlen, in der Impfsaison 2018/2019 mit einem Vierfach-Impfstoff erfolgen.

Grüttner appellierte an die Bürgerinnen und Bürger, die „Grippeimpfung“ wahrzunehmen. „Nahezu in jedem Winter, meist im Januar oder Februar, verursacht die Influenza eine Erkrankungswelle, vor der man sich durch eine Impfung schützen kann. Im vergangenen Winter war die Grippewelle besonders heftig.“ Besonders gefährdet seien ältere Personen und Menschen mit Vorerkrankungen. Symptome der Grippe sind u.a. Fieber, Schüttelfrost und Muskelschmerzen. Sein Aufruf richtete sich auch an das medizinische Personal in Krankenhäusern, Alten-/Pflegeheimen und Arztpraxen, das sich durch die Vielzahl von Kontakten mit Patienten und Bewohnern leichter mit Grippeviren infizieren kann.

Bei der Impfung wird eine inaktivierte Form des Grippevirus unter die Haut oder in den Muskel gespritzt. Das Immunsystem fängt dann an, Antikörper zu bilden. Hat der Geimpfte danach mit einem lebenden Virus zu tun, erkennt das Immunsystem das Virus sofort und kann es bekämpfen. Da sich Grippeviren ständig verändern, bietet die Impfung hier keinen dauerhaften Schutz. Deshalb muss die Impfung jedes Jahr erneuert werden. „Die Impfung ist sehr gut verträglich, wird in der Regel von Krankenkassen übernommen und kann z.B. beim Hausarzt erfolgen“, ergänzte Grüttner. „Besonders wichtig wäre es, wenn die Personen mit einem medizinischen Risiko und Personen, die in der Pflege oder dem Gesundheitswesen arbeiten, die Impfung besser wahrnehmen würden“, so der Minister.

In der Saison 2017/2018 wurden in Hessen 10.788 Grippefälle nach Referenzdefinition gemeldet, in der Saison 2016/2017 waren es 3.778 Fälle nach Referenzdefinition.

Abschließend rief Grüttner ganz allgemein dazu auf, sich mit den verfügbaren Impfungen zu schützen. „Gerade die letzte Masernwelle hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass Kinder wie auch Erwachsene ausreichend geimpft sind. Die nur scheinbar harmlosen sogenannten Kinderkrankheiten können schwere Folgen haben. Deshalb mein dringender Appell an die gesamte Bevölkerung, sich um alle wichtigen Impfungen zu kümmern. Die Grippeschutzimpfung ist daher so wichtig wie die Kinderschutzimpfungen. Dazu zählt bspw. auch die Impfung gegen HP-Viren, die gegen Gebärmutterhals wirksam schützen kann“, so der Gesundheitsminister abschließend.

Gesunde Lebensführung und ausreichend Schlaf helfen dem Körper auch nach einer Impfung die Abwehr aufzubauen. Die Schutzwirkung ist etwa 14 Tage nach der Impfung ausgebildet. Daher ist eine Grippeimpfung rechtzeitig vor dem Beginn der Erkrankungswelle sinnvoll (siehe auch https://influenza.rki.de/).

Neben einer Grippe-Impfung, gibt es ganz einfache Maßnahmen, die im Alltag vor der Übertragung der Grippe schützen können. Durch bestimmte Verhaltensweisen und gründliche Hygienemaßnahmen kann eine Ansteckung mit dem Grippevirus vermieden werden“, betonte der Minister. So sollte auch regelmäßig das Smartphone gereinigt werden: „Inzwischen ist das Smartphone überall dabei und wird regelmäßig mehrmals am Tag in die Hand genommen. Dabei sammeln sich zahlreiche Keime auf dem Gerät. Nutzer sollten daher regelmäßig ihr Smartphone reinigen, um Keime zu entfernen“, erklärte Grüttner. Grippe wird auch durch Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen. Letztere findet durch abgelagerte Viren, beispielsweise auf Türklinken und Gegenständen statt, so dass häufiges und gründliches Händewaschen mit Seife auch Schutz vor Krankheitserregern bietet.
© Hessisches Ministerium für Soziales und Integration