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Geophysikalische Flugkampagne im West-Harz

BGR und Projektpartner testen neue Messsonden zur Erkundung des tiefen Untergrundes

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt gemeinsam mit der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster, dem Institut für Photonische Technologien (IPHT) aus Jena sowie den Firmen Supracon (Jena) und iMAR Navigation (St. Ingbert) im Zeitraum zwischen dem 12. und 15. April 2021 Hubschrauberflüge im West-Harz durch. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler testen neue Messsonden, mit denen geologische Strukturen im Untergrund erkundet werden sollen.

Bei dem Verfahren werden natürliche elektromagnetische Signale atmosphärischen Ursprungs für großflächige Übersichtserkundungen genutzt. Dazu werden Flugsonden von einem Hubschrauber an einem Seil in ca. 300 Meter Höhe über ein Messgebiet bei Bad Grund im Harz geschleppt. Die Flüge starten vom Flugplatz Hildesheim. Um eine möglichst gute Signalqualität zu erreichen, werden die Flüge voraussichtlich in den frühen Abendstunden stattfinden.

Alle Funktionstests finden im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts DESMEX-II statt. Darin werden neue hubschrauber-geophysikalische Messverfahren entwickelt, mit denen Erkundungstiefen von mehr als 1.000 Meter erreicht werden können. Die Testflüge finden zu Forschungszwecken statt. Das Verfahren soll in Zukunft zur Erkundung mineralischer Rohstoffe eingesetzt werden.
Weitere Verbundpartner sind die Universität zu Köln, das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik in Hannover sowie die Firmen terratec (Heitersheim) und DMT (Essen).

Weitere Informationen:
BGR - DESMEX-II
https://www.bgr.bund.de/DE/Themen/GG_Geophysik/Aerogeophysik/Projekte/laufend/DESMEX-II/DESMEX-II.html?nn=1555598
Westfälische Wilhelms-Universität Münster - DESMEX
http://www.uni-muenster.de/DESMEX/

© Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)