Springe zum Inhalt

Gemeinsam aktiv gegen den Fachkräftemangel – Hessen handelt: Hessischer Zukunftsdialog für und in Mittelhessen

Hessischer Arbeitsminister Stefan Grüttner: “Gelebte Fachkräftesicherung findet vor Ort in den Betrieben, Unternehmen und Verwaltungen statt. Zusammen erfolgreich Zukunft gestalten, vorhandene Fach- und Arbeitskräftepotenziale nutzen und Arbeitgeber, Beschäftigte und Regionen stärken“

Gießen. „Wir als Regierung begleiten den Wandel in der Arbeitswelt, indem wir verlässliche Rahmenbedingungen für die am Markt agierenden Unternehmen und für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gestalten“, unterstrich der Hessische Arbeitsminister Stefan Grüttner heute in den Räumlichkeiten der SPIE Akademie in Gießen. Der Hessische Zukunftsdialog ‘Voneinander lernen & gemeinsam gestalten für eine nachhaltige Fachkräftesicherung in den Regionen‘ geht nach den gelungenen Veranstaltungen der beiden letzten Jahre in die nächste Runde. Das erfolgreiche Format für die Regionen Süd-, Mittel- sowie Nord- und Osthessen wird fortgeführt und damit Kontinuität im Fachkräftedialog zwischen Land und regionalen Akteuren gelebt. Mit dem Zukunftsdialog leistet die Landesregierung im Wandel einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung von Wohlstand und Beschäftigung in Hessen. Das Motto 2018 lautet ‚Das Miteinander von Jung und Alt im Zeitalter der Digitalisierung und Vielfalt. Potenziale nutzen und Zukunft sichern.‘

„Unterschiedliche Generationen – unterschiedliche Perspektiven. Ein gutes Miteinander und der Zusammenhalt von Jung und Alt sind nicht nur angesichts des demografischen Wandels, sondern auch im Zeitalter der Digitalisierung und Vielfalt unverzichtbar. Dies gilt es, verstärkt in den Blick zu nehmen. Denn gelebte Fachkräftesicherung findet vor Ort in den Betrieben, Unternehmen und Verwaltungen statt. Zusammen durch das Finden, Binden und Halten von Personal erfolgreich Zukunft gestalten, vorhandene Fach- und Arbeitskräftepotenziale nutzen und Arbeitgeber, Beschäftigte und Regionen stärken, muss dabei die Richtschnur des gemeinsamen Handelns sein“, betonte Grüttner in Gießen. „Egal ob jung oder alt, Mann oder Frau, akademische Fachkraft oder beruflich qualifiziert, mit oder ohne Migrationshintergrund – sie alle sind wichtig und leisten täglich wertvolle Arbeit“, ergänzte Grüttner.

Matthias Goth, Geschäftsführer SPIE Lück Beratung GmbH, beschreibt die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren aus Unternehmenssicht so: „Als Multitechnikdienstleister profitieren wir und unsere Kunden vor allem von der Lösungskompetenz unserer Menschen. Qualität im Handwerk erfordert einerseits Erfahrungswerte, andererseits moderne Herangehensweisen und Offenheit für neue Technologien. In diesem Punkt ergänzen sich die Kompetenzen der jüngeren und älteren Mitarbeitenden. Diese Vielfalt, das Knowhow und unsere Menschen bei SPIE führen wir u.a. mithilfe der SPIE Akademie zusammen. Gleichzeitig schaffen wir mit Projekten wie dem „Digital Reverse Mentoring“ neue Formen des Austauschs über Bereichsgrenzen und Hierarchien hinweg. Dies ist Grundlage unseres Erfolgs und Bestandteil unserer Fachkräftesicherungsstrategie.“

„Einen wichtigen Beitrag für das Gelingen der Fachkräftesicherung leistet das erfolgreiche Miteinander von Jung und Alt in Unternehmen, Betrieben und Verwaltungen, dies wird immer deutlicher“, führte Dr. Christa Larsen vom Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK), das die Stabsstelle Fachkräftesicherung in Hessen bei den Zukunftsdialogen unterstützt. „Die Lösungen müssen auf die Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen zugeschnitten sein. Deshalb ist es wichtig, im Zukunftsdialog praxistaugliche Ansätze, also Beispiele guter Praxis, zu zeigen“, ergänzte sie. Die Beispiele guter Praxis in Mittelhessen bezogen sich auf verschiedene Branchen von teilnehmenden Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern aus der Region, die bundesweit agierende DB Services GmbH und die hessische Landesverwaltung. Sie zeigten beispielsweise auf, wie in der Region in Großunternehmen umfassende Konzepte angewandt, wie bei Mittelständlern gute Ideen bei einzelnen Mitarbeitergruppen genutzt und wie in Klein- und Kleinstbetrieben pragmatische Lösungen im Arbeitsalltag implementiert werden können. Das Wissen und die Erfahrung der Akteure vor Ort stellen dabei gewiss die größte Ressource Hessens für eine nachhaltige Fachkräftesicherung dar. Sie stehen deshalb auch im Zentrum des Hessischen Zukunftsdialogs.

Fachkräftesicherung findet in einer sich durch den demografischen Wandel, die zunehmende Digitalisierung, Internationalisierung, Vielfalt und Individualisierung verändernden Arbeitswelt statt. Als grundlegende Werteorientierung und als Kompass des gemeinsamen Handelns soll dabei die vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration entwickelte Dachmarke „Arbeitswelt Hessen“ dienen. Sie zielt auf die Schaffung förderlicher Rahmenbedingungen und ordnungspolitischer Leitlinien in einer innovativen, sozialen und nachhaltigen Arbeitswelt. Sie gibt gleichsam Orientierung in der Balance zwischen den Interessen und Bedürfnissen der Menschen und den Bedarfen und Erfordernissen von Betrieben, Unternehmen und Verwaltungen im Rahmen der Fachkräftesicherung. „Dies im Blick wollen wir die anstehenden Aufgaben gemeinsam meistern, Lösungen erarbeiten und die Fachkräftestrategie bei Bedarf weiterentwickeln. Gerade in Zeiten des Wandels stellen sich die Kooperationspartner der gesamtgesellschaftlichen Zukunftsaufgabe der nachhaltigen Fachkräftesicherung im Kontext der Strategie Arbeitswelt Hessen“, erläuterte Grüttner.

Hintergrund:

Der Auftakt machte am 22. Juni 2018 der Zukunftsdialog für und in Nord- und Osthessen. Am 28. August 2018 folgte der Zukunftsdialog für und in Südhessen. Der Zukunftsdialog für und in Mittelhessen bildet im Jahr 2018 den Abschluss der Veranstaltungsreihe. Die Veranstaltungen werden im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration organisiert und durchgeführt von der Gesellschaft für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (GEWAK) in Kooperation mit dem Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK), Zentrum der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

© Hessisches Ministerium für Soziales und Integration