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Gegen den Fahrlehrermangel

 Regierungspräsidium Gießen nimmt über 250 Fahrlehrerprüfungen ab
und sucht Interessierte für den Prüfungsausschuss

Gießen. Wer sich hinter das Lenkrad setzt, muss sehr gut auf die Teilnahme im Straßenverkehr vorbereitet werden. Woran man dabei vielleicht gar nicht denkt: Auch Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer benötigen erst einmal fachliche und pädagogische Kompetenzen, um entsprechend kompetent ausbilden zu können. Und auch sie müssen eine Prüfung bestehen. Beim Regierungspräsidium Gießen (RP) als Oberer Verkehrsbehörde gibt es einen Prüfungsausschuss für Fahrlehrer mit Mitgliedern ganz unterschiedlicher Berufe. Der plant die Fahrlehrerprüfungen und setzt sie auch um. Aktuell werden Interessierte gesucht, die sich in dem Ausschuss engagieren wollen.


Während der Ausbildung zum Fahrlehrer wird sowohl ein theoretischer Teil in einer Fahrlehrerausbildungsstätte als auch ein praktischer in einer Ausbildungsfahrschule absolviert. „Die erlernten Kenntnisse und Fähigkeiten müssen dann von den angehenden Fahrlehrerinnen und Fahrlehrern in umfangreichen Prüfungen nachgewiesen werden“, erläutert Flora von Zezschwitz, die Leiterin des Verkehrsdezernates beim RP. Inzwischen hat der Prüfungsausschuss bereits über 250 Prüfungen abgenommen. Dabei hat die Anzahl der Prüfungsanmeldungen in den vergangenen Monaten beständig zugenommen. „Dies ist gerade im Hinblick auf den bestehenden Fahrlehrermangel besonders erfreulich“, ergänzt sie.

 

Nachdem der Prüfungsausschuss für Fahrlehrer beim Regierungspräsidium Gießen in den vergangenen eineinhalb Jahren bereits viele Prüfungen abgenommen hat, soll nun der Pool erweitert werden. Gesucht werden: Amtlich anerkannte Sachverständige für den Kraftfahrzeugverkehr, Pädagoginnen und Pädagogen mit bildungswissenschaftlichem Schwerpunkt oder Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer für alle Klassen mit mindestens dreijähriger Berufserfahrung. Wer Interesse an der Mitarbeit im Prüfungsausschuss hat, kann sich an fahrlehrerpruefungsausschuss@rpgi.hessen.de wenden. © RP-Gießen