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Fusion Verein für Integration und Suchthilfe e.V.

"Wir sind nun eins – denn wir haben fusioniert!
Etwas Altes, etwas Neues, etwas Blaues, nur das Geborgte fehlt - eine Fusion ist fast wie eine Hochzeit, bei der die Braut der Tradition nach diese vier Dinge tragen soll, die ein glückliches Leben symbolisieren. Und wie bei einer Hochzeit, gibt es auch bei einer Fusion eine offizielle Bekanntmachung: Aus der Fusion von Jugend- und Drogenberatung Limburg e.V. und dem Verein Integration e.V. ist der Verein für Integration und Suchthilfe e.V. – kurz VIS – geworden.

Der überlieferten Hochzeitstradition nach steht „etwas Altes“ für die Vergangenheit der Braut. Bei unserer Fusion steht es für die langjährige Erfahrung beider Vereine in der sozialen Arbeit im Landkreis Limburg-Weilburg mit Menschen mit psychischer und körperlicher Behinderung und mit Menschen, die mit Abhängigkeit und Sucht konfrontiert sind.
„Etwas Neues“ steht nach dem Hochzeitsbrauch für das neue Leben, welches die Braut mit der Hochzeit beginnen wird und die Hoffnung und den Optimismus, der damit verbunden ist. Auch bei uns im Verein für Integration und Suchthilfe e.V. geht es darum, einen symbolischen Neuanfang zu setzen und von nun an unseren Weg und unsere Arbeit optimistisch und hoffnungsvoll gemeinsam fortzuführen.
Mit „etwas Blauem“ kommt eine historische Komponente zu dieser Tradition hinzu. Früher stand das Blau für die Reinheit und Treue. Es ist die Farbe unseres neuen Logos


und wir verbinden damit ein Versprechen darauf, auch zukünftig in der gewohnten Zuverlässigkeit unsere Arbeit zu verrichten und dabei unseren bisherigen Grundhaltungen treu zu bleiben – auch wenn wir uns äußerlich verändert haben, bleiben wir dieselben.

Ähnlich wie bei einer Hochzeit waren auch die Vorbereitungen für die Fusion arbeitsintensiv und aufregend und sind nicht immer reibungslos verlaufen.
Die Jugend- und Drogenberatung e.V. gegründet 1974 und der Verein Integration e.V. gegründet 1987
sind sozusagen „in den besten Jahren“, als sie beschließen, ihren Weg zukünftig gemeinsam zu gehen. Schon 2017 finden die ersten Gespräche statt, denen bereits lange Vorüberlegungen bei beiden Vereinen vorausgegangen sind.
Unterschiedliche Aspekte sind ausschlaggebend: Zum einen das Alter der ehrenamtlichen Vorstände und Geschäftsführungen in beiden Vereinen. Alle sind sich einig, dass es an der Zeit ist, die Verantwortung weiterzugeben und dies im Rahmen von Veränderungen, da ein ehrenamtlicher Vorstand in der mittlerweile erreichten Größenordnung der beiden bisherigen Vereine dies nicht – und erst recht nicht für den Gesamtverein – weiterhin leisten kann. Ein Struktur- und Generationenwechsel soll mit der Fusion einhergehen.
Hinzu kommt, dass immer höhere Anforderungen in fachlicher und administrativer Hinsicht an die Vereinsführung und die Leistungserbringer gestellt werden. Ob nun rein administrative Dinge wie beispielsweise im Bereich der EDV, im Datenschutz oder im Arbeitsrecht – die Liste wäre noch um einige Punkte erweiterbar - oder auch fachliche Veränderungen, wie sie das Bundesteilhabegesetz ab dem Jahr 2020 mit sich bringt, in Summe braucht es dafür eine gut aufgestellte Organisation, die nur gemeinsam realisiert werden kann.
Und nicht zuletzt ist es die Veränderung bei den Erkrankungen der Klienten. Sind beide Vereine bis dahin noch auf bestimmte Bereiche festgelegt: Die Jugend- und Drogenberatung e.V. auf den Bereich der Suchterkrankungen und der Verein Integration e.V. auf den Bereich der psychischen und körperlichen Behinderungen, so zeigt sich doch immer stärker, dass Doppeldiagnosen und Komorbiditäten zunehmen. Die Individualisierung als gesellschaftliches Phänomen macht sich auch hier bemerkbar, weshalb eine Spezialisierung auf bestimmte Bereiche kaum noch möglich ist.
Da erscheint es mehr als sinnvoll, über eine Fusion die Kompetenzen und Ressourcen zu bündeln, um die eigene Position zu stärken und zukunftsorientiert aufzustellen.
Von der Idee bis zur Umsetzung ist es ein weiter Weg, der über viele Mitgliederversammlungen, Mitarbeitergespräche, Anwalts- und Notartermine und noch viel mehr Dank des persönlichen Einsatzes der Vorstände und Geschäftsführungen nun seinen Abschluss gefunden hat:
Heute sind wir VIS!
Mit der Fusion bündeln wir unsere beruflichen Kompetenzen und unser soziales Engagement unter einem Dach. Heute arbeiten wir gemeinsam mit fast hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an neun Standorten in Limburg, Weilburg, Hadamar, Villmar und überall dort, wo unsere Klienten wohnen, also im gesamten Landkreis Limburg-Weilburg. Wir haben uns der Aufgabe verschrieben, Menschen mit psychischer und körperlicher Behinderung und Menschen, die mit Abhängigkeit und Sucht konfrontiert sind, einen besseren Zugang zur Teilhabe am gesellschaftlichen und sozialen Leben zu ermöglichen und dazu bieten wir in unseren unterschiedlichen Einrichtungen die jeweils adäquate Möglichkeit, Unterstützung und Hilfe zu erhalten.
Wir bieten in den Tagesstätten in Weilburg und Hadamar für Menschen mit psychischer Behinderung, die aufgrund ihrer individuellen Situation nicht, noch nicht oder nicht mehr auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder in einer Werkstatt für Menschen mit psychischer Behinderung beschäftigt werden können, eine Beschäftigungsmöglichkeit im Rahmen von tagesstrukturierenden Aktivitäten, Betreuungs- und Beschäftigungsangeboten. Die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten des Einzelnen stehen dabei stets im Vordergrund. Der geschützte Rahmen in unseren Tagesstätten ermöglicht es den Klienten, ihre eigene Belastungsfähigkeit auszuprobieren oder sich durch Unterstützung zu steigern.
Im Ambulant Betreuten Wohnen leben Menschen mit psychischer und/oder körperlicher Behinderung so eigenständig wie möglich und erhalten so viel Unterstützung wie nötig. Ein fest zugeteilter Betreuer unterstützt in der selbstbestimmten und eigenständigen Lebensführung. Diese Unterstützung kann in der eigenen Wohnung (allein oder mit Familie), in einer Wohngemeinschaft oder in einer unserer Wohngemeinschaften in Weilburg, Löhnberg oder Selters individuell gestaltet werden.
Der Kontaktladen Komm´ma in Limburg richtet sich an Menschen, die Suchtmittel konsumieren, an ihre Angehörigen und Menschen aus ihrem Umfeld. Der Kontaktladen kann unverbindlich und anonym genutzt werden. Er ist ein Ort der Begegnung und bietet einen Rahmen abseits der Szene. Abstinenz und Änderung des eigenen Lebensstils sind keine Voraussetzung für die Hilfe. Der Kontaktladen kann ein Ansatzpunkt für weitere Hilfe sein.
Unser Angebot der psychosozialen Begleitung richtet sich an substituierte Menschen, die im Alltag hinsichtlich verschiedener Lebensbereiche Unterstützung und Begleitung wünschen. Ob die Verbesserung der gesundheitlichen Situation, die Stabilisierung der Substitutionsbehandlung, die soziale und berufliche Integration oder auch die Verbesserung der Alltagsbewältigung, für all diese Bereiche bieten wir die psychosoziale Begleitung an.
Die Beratungsstellen in Limburg und Weilburg sind oft die ersten Anlaufstellen für Betroffene, Angehörige sowie Personen, die beruflich oder privat mit Suchtproblemen konfrontiert sind. Wir geben in Einzel-, Paar oder Familiengesprächen Rat und Unterstützung bei Fragen zu Sucht, Ausstieg und problematischen Lebenssituationen. Dabei bieten wir Zeit und Raum, um über belastende Lebenssituationen sprechen zu können. Bei jugendspezifischen Fragen stehen wir den Jugendlichen und ihren Angehörigen zur Seite. Die Ziele der Beratungen richten sich immer nach den Bedürfnissen und Möglichkeiten der ratsuchenden Menschen.
Die Fachstelle für Suchtprävention ist ein Angebot für Menschen, Mitarbeiter und Multiplikatoren im Landkreis Limburg-Weilburg, dies sich für die Themenfelder Sucht und Suchtprävention interessieren. Wir bieten eine Kooperationspartnerschaft in der präventiven Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen, Eltern, Lehrer, Erzieher und pädagogische Fachkräfte. Wir ermöglichen Fortbildungen für Multiplikatoren, planen und begleiten Präventionsprojekte und Maßnahmen, führen Veranstaltungen durch, sind Netzwerkpartner im Sinne der Suchtprävention. Dabei begleiten wir von der ersten Kontaktaufnahme zu uns bis zur Umsetzung der Ideen und Ziele.
Das Ambulant Betreute Wohnen im Bereich Sucht unterstützt Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung, um eine eigenständige Lebensweise zu erhalten bzw. wieder zu erreichen. Ein fest zugeteilter Betreuer unterstützt in der selbstbestimmten und eigenständigen Lebensführung. Diese Unterstützung kann in der eigenen Wohnung (allein oder mit Familie), in einer Wohngemeinschaft oder in einer unserer Wohngemeinschaften in Limburg oder Weilburg individuell gestaltet werden.
Die besondere Wohnform der Nachsorge in Villmar bietet suchtmittelabhängigen Frauen und Männern die Möglichkeit, sich nach Abschluss einer Entwöhnungstherapie oder vergleichbarer Behandlung im suchtmittelfreien Leben zu festigen und alltägliche Lebensanforderungen zu bewältigen. Wir stellen einen geschützten Rahmen zur Verfügung, in dem die nächsten Schritte zunehmend selbstständig geplant und zurückgelegt werden können. So wird Raum gewonnen, um soziale und berufliche Interessen zu klären und umzusetzen, sich im Alltag zu erproben und Erfahrungen damit zu machen, was es braucht, eine zufriedene Abstinenz zu entwickeln.
Im Arbeitsprojekt Job & Work ist es abstinent lebenden suchtmittelabhängigen, sowie langzeitarbeitslosen Menschen aus dem Kreis Limburg-Weilburg möglich, sich in Arbeit zu erproben. Dabei werden individuelle Leistungsmerkmale und Grenzen ermittelt und erweitert. Unter der Anleitung von erfahrenen Arbeitsanleitern, in Kombination mit pädagogischer Begleitbetreuung, werden nötige Arbeitstugenden trainiert, welche für eine erfolgreiche Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt unerlässlich sind. Die Arbeitsbereiche des Projektes teilen sich auf in Garten-/Landschaftspflege und Recycling (Einsammlung von Elektrogeräten).
Der von uns getragene Integrationsfachdienst Limburg (IFD) ist eine Fachberatungsstelle zum Thema Behinderung und Arbeit. Er informiert, berät und unterstützt Arbeitgeber, Personalverantwortliche und Betriebliche Helfer/Ansprechpartner in all ihren Fragen. Zudem hat er die Aufgabe, die Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen zu sichern und zu fördern. Der IFD Limburg arbeitet im Auftrag des LWV Hessen Integrationsamtes und/sowie der Rehaträger.
Wir sind Träger der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) in Weilburg. Sie unterstützt und berät Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige, sowie Menschen, deren Erkrankung zu einer Behinderung führen könnte. Die Mitarbeiterinnen verfügen ebenfalls über Kompetenz in allen Fragen zur Rehabilitation und Teilhabe.
Am Anonymen Sorgentelefon sind Ehrenamtliche für jeden Anrufenden da, ob jung oder alt, berufstätig, Hausfrau, in Ausbildung oder Rente, für Menschen jeder Glaubensrichtung bieten wir hier Unterstützung in Notlagen oder Krisensituationen, bei persönlichen Problemen, bei Entscheidungsfragen, Gefühlen von Einsamkeit oder wenn einfach ein Gesprächspartner gebraucht wird. Sowohl die Mitarbeiter als auch die Anrufenden bleiben bei den Gesprächen anonym und die Gesprächsinhalte sind vertraulich.
Die Kontaktdaten zu allen Einrichtungen finden sie im Kasten oder über www.vis-hilft.de.

Unsere Einrichtungen auf einen Blick:
Tagesstätte Weilburg: Postplatz 7, 35781 Weilburg, Tel. 06471 – 922901,
tagesstaette-weilburg@vis-hilft.de
Tagesstätte Hadamar: Gymnasiumstr. 12, 65589 Hadamar, Tel. 06433 – 7074499,
tagesstaette-hadamar@vis-hilft.de
Büro Betreutes Wohnen für Menschen mit psychischer und /oder körperlicher Behinderung: Postplatz 7, 35781 Weilburg, Tel. 06471 – 1751,
bwo.behinderung@vis-hilft.de
Kontaktladen: Konrad-Kurzbold-Str. 3, 65549 Limburg, Tel. 06431 – 2216310
Kontaktladen@vis-hilft.de
Psychosoziale Begleitung: Konrad-Kurzbold-Str. 3, 65549 Limburg, Tel. 06431 – 221630
psb@vis-hilft.de
Beratungsstelle Limburg: Konrad-Kurzbold-Str. 3, 65549 Limburg, Tel. 06431 – 221630
jdb.limburg@vis-hilft.de
Beratungsstelle Weilburg: Adelheidstraße 3, 35781 Weilburg, Tel. 06471 – 2283
jdb.weilburg@vis-hilft.de
Büro Suchtprävention: Konrad-Kurzbold-Str. 3, 65549 Limburg, Tel. 06431 – 2216353
praevention@vis-hilft.de
Büro Betreutes Wohnen für Menschen mit Suchterkrankung:
Postplatz 7, 35781 Weilburg, Tel. 06471 – 1751,
bwo.sucht@vis-hilft.de
Besondere Wohnform Nachsorge:
König-Konrad-Str. 29, 65606 Villmar, Tel. 06482 – 291010,
nachsorge@vis-hilft.de
Arbeitsprojekt Job & Work:
König-Konrad-Str. 11, 65606 Villmar, Tel. 06482 – 919850
jobundwork@vis-hilft.de
Integrationsfachdienst (IFD): Westerwaldstraße 15, 65549 Limburg, Tel. 06431 – 288984
Ifdlimburg@online.de
Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB):
Konrad-Adenauer-Str. 2, 35781 Weilburg, Tel. 06471 – 1249991
Anonymes Sorgentelefon: Tel. 06431 – 26400
anonymes.sorgentelefon@vis-hilft.de
Geschäftsstelle: Adelheidstraße 3, 35781 Weilburg, Tel. 06471 – 7047
info@vis-hilft.de

Das Zentrum für den gesamten Verein ist die Geschäftsstelle in Weilburg, von der aus die hauptamtlichen Vorstände Janin Schuett und Panja Schweder den Verein führen und wo auch die administrativen Bereiche angesiedelt sind. "  © Verein für Integration und Suchthilfe e.V.