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Fünfte Erweiterung der Urnenwand am Odersbacher Friedhof eingeweiht

WEILBURG. Die Stadt Weilburg investiert weiter in die Friedhöfe Weilburgs und den Stadtteilen. Nachdem zuletzt einige Baumaßnahmen zu Zwecken der Barrierefreiheit und vor wenigen Wochen auch die Erweiterung der Urnenwand in Ahausen im Mittelpunkt standen, wurde nun die inzwischen fünfte Erweiterung der Urnenwand am Odersbacher Friedhof eingeweiht. Bei einem gemeinsamen Pressetermin stellte Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch im Beisein seiner beiden zuständigen städtischen Mitarbeiter Jörg Förger und Klaus Burger, den im Magistrat für Odersbach verantwortlichen Stadtrat Christian Radkovsky sowie Bauunternehmer Hartmut Bördner die neue Urnenwand vor.

„Fast 20 Jahre liegt die Realisierung der ersten Urnenwand hier am Odersbacher Friedhof zurück“, sagte Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch. Die Urnenbestattung werde gut angenommen, sodass Erweiterungsanlagen in den Jahren 2005, 2009, 2014 und jetzt die fünfte Erweiterung folgten. „Jede Einzelne, so auch die neue Erweiterung der Urnenwand, integriert sich optisch sehr ansprechend und pietätvoll und dank der Fundaments- und Pflasterarbeiten durch die heimische Baufirma Bördner können Besucher des Friedhofs alles barrierefrei und trockenen Fußes erreichen“, ergänzte Dr. Hanisch. Barrierefreiheit und die optische Gestaltung sei auch für die Zukunft ein großes Thema. Erst kürzlich habe er einen Ortstermin in Odersbach gehabt und es sei Einiges geplant, darunter eine optische Abgrenzung zwischen den Gräbern auf dem Friedhof sowie weitere Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität im Ort, wie der Bürgermeister berichtete. „An dieser Stelle möchte ich auch das vorbildliche Engagement der Odersbacher hervorheben, die zuvor in Eigenleistung eine barrierefreie Zuwegung von der Kirche zum Friedhof errichtet, sodass der Zugang auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen ermöglicht wird“, sagte Dr. Hanisch. Die Materialkosten dafür hatte die Stadt Weilburg übernommen und die Firma Bördner das Pflaster am Eingang tiefer verlegt, sodass das Tor nun nach Innen aufgemacht werden kann. Er dankte allen Beteiligten für die sehr gute Ausführung und dem Ortsbeirat Odersbach für die Unterstützung und Begleitung der Arbeiten.

„Die Urnenbestattung hat in Odersbach eine lange Tradition“, sagte Stadtrat Christian Radkovsky. „Bereits in den 1920er Jahren gab es einen Verein für Urnenbestattungen, damals jedoch mehr eine Tendenz der Arbeiterbewegung mit dem Ziel die Feuerbestattung allen – auch den sozial schwachen und wirtschaftlich benachteiligten Bevölkerungskreisen - zu ermöglichen“, ergänzte er. Diese Tendenz scheint sich fortzusetzen, von den insgesamt 119 Urnennischen sind nur noch fünf Nischen frei. Die neue Urnenwand bietet weitere 27 Nischen, sodass noch 32 Urnenbestattungen vorgenommen werden können. Da im Jahr 2022 die Ruhezeiten in der 1. Urnenwand von 2002 nach 20 Jahren enden und diese Nischen wieder neu belegt werden können, wird dies voraussichtlich die letzte Urnenerweiterung am Odersbacher Friedhof sein. Die Kosten belaufen sich für die Urnenwand, die die Firma Aschenbrenner errichtet hat, auf 21.418 Euro. Für das Fundament und die Herstellung der Pflasterfläche durch die Firma Bördner sind 4.776 Euro veranschlagt. © Stadt Weilburg