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Freiwilliges Ökologisches Jahr in Hessen wird ausgeweitet

Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum des FÖJs fanden in Wiesbaden statt

„Es freut mich sehr, dass viele junge Menschen nach der Schule ein Orientierungsjahr absolvieren wollen, um sich ehrenamtlich einzubringen. Das FÖJ ist ein prägendes Jahr. Hier können Freiwillige Einblicke in sogenannte grüne Berufe erhalten. In der Land- und Forstwirtschaft, in Behörden oder Umweltbildungseinrichtungen setzen sie ihre Talente ein und lernen dazu. Ich danke den Freiwilligen für ihre Bereitschaft sich für Umwelt- und Naturschutz einzusetzen“, sagte Dr. Beatrix Tappeser bei den Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum des FÖJs in Hessen.

Auf dem Schlossplatz in Wiesbaden zeigten Freiwillige an Informationsstände Möglichkeiten auf, wie jeder selbst aktiv werden kann. Ausgewählte Einsatzstellen stellten sich ebenfalls vor. Die FÖJ-Träger, wie das Naturschutzzentrum Hessen, die Evangelischen Freiwilligendienste der Diakonie Hessen und DRK Volunta gGmbh informierten über ihre Angebote zum FÖJ. Das Naturschutzzentrum Hessen e. V. ist der am längsten tätige Träger in Hessen und betreut 81 Freiwillige. Die Evangelischen Freiwilligendienste der Diakonie Hessen betreuen derzeit 34 Freiwillige im FÖJ und DRK Volunta gGmbH hat im aktuellen Jahrgang 45 Freiwillige im FÖJ unter den Fittichen.

Aktuell ist das FÖJ mit ca. 3.000 Teilnehmenden deutschlandweit noch ein kleines Format, gemessen an den 80.000 Teilnehmenden in Freiwilligendiensten in Deutschland. In Hessen stehen 160 FÖJ-Teilnehmende ca. 6.200 Freiwilligen im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) gegenüber. „Die Nachfrage nach FÖJ Plätzen ist vier Mal höher als das Platzangebot. Deshalb hat sich die Hessische Landesregierung den Ausbau des FÖJ für diese Legislaturperiode zum Ziel gesetzt. Zunächst beabsichtigen wir einen Anstieg um jeweils zehn neue Plätze in den kommenden fünf Jahren. Außerdem haben wir im aktuellen Jahrgang den Taschengeldzuschuss durch Landesförderung von zuvor 152.000 Euro auf 177.800 Euro angehoben,“ erklärte Staatssekretärin Tappeser. „Für den Haushalt 2020 wurden 322.000 Euro hierfür vorgesehen. Mit dieser Summe wollen wir ein deutliches Zeichen setzen. Auch kleinere Einsatzstellen sollen hiermit finanziell in die Lage versetzt werden, ein FÖJ anzubieten. Sie erhalten dann 150 Euro pro Teilnehmende und Monat. Den Freiwilligen wird dann zwischen 350 Euro bis 400 Euro gezahlt. Wir wollen darüber hinaus Fortbildungen für die Pädagogen der Träger und zusätzlich Fachtagungen für Einsatzstellen, Träger und Freiwillige durchzuführen. Und wir werden uns beim Bundesfamilienministerium für eine Erhöhung der Förderung des FÖJ in Hessen einsetzen“, erklärte die Staatssekretärin.

© Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz