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Frauenpower braucht der Wald

Immer mehr Frauen in Hessens Wäldern beschäftigt
Mit Hündin „Pepper“ unterwegs im Forstamt Rotenburg an der Fulda: Friederike Cecchini ist seit Juni 2021 als Forstbetriebsassistentin für das Forstrevier Triesch in Nentershausen zuständig. „Mein absoluter Traumjob“ erzählt die 31jährige Kasselänerin begeistert.
Der Forstberuf war lange Zeit eine ausgeprägte Männerdomäne. Inzwischen verzeichnet der Landesbetrieb HessenForst einen Frauenanteil von 36 Prozent bei den Neueinstellungen im gehobenen Dienst. „Das ist zufriedenstellend,“ sagt Michelle Sundermann, Pressesprecherin des Landesbetriebs. „Aber wir wünschen uns noch mehr Frauenpower im Betrieb. Man muss diese Quoten jedoch auch im Zusammenhang mit den Studierendenzahlen sehen, wo der Frauenteil ebenfalls deutlich unter 50 Prozent liegt.“
Sundermann ergänzt, dass der Frauenanteil in den Führungspositionen, zum Beispiel als Forstamtsleiterin noch ausbaubar sei. Umso erfreulicher, dass im letzten Jahr die erste Forstwirtschaftsmeisterin in Hessen ihre Prüfung erfolgreich bestanden hat - im Bereich der Forstwirte bisher eine Ausnahme.
Friederike Cecchinin kann allen jungen Menschen mit Liebe zur Natur nur empfehlen, sich zum Beispiel im Rahmen eines FÖJ den Forstberuf einmal näher anzusehen. „Da kann man sehr viele Aspekte miteinander verbinden: die nachhaltige Bewirtschaftung und Pflege der Wälder, aktiver Naturschutz, auch Jagd, arbeiten in einem tollen Team, Gestaltungsspielraum und viel draußen mit dem Hund unterwegs sein – das ist echte Lebensqualität!“ © Hessen Forst