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Forstarbeiten auf dem Schafsberg

Der Baum- und Pflanzenbestand auf dem Schafsberg ist vielfältig, aber das bewahrt nicht davor, von Schädlingen heimgesucht zu werden. Ob Fichte, Ahorn, Pappel, Ulme, Erle oder Buche, an dem Standort zeigen alle diese Baumarten Schadensbilder, selbst die Kirsche ist dabei.

In größeren Waldgebieten werden die Fichtenbestände teilweise auf einen Schlag komplett gefällt, die Borkenkäfer haben Tausende von Bäumen absterben lassen. Auch auf dem kleinen Schafsbergareal musste der Forst schon eine mit Fichten bestandene Fläche komplett räumen, mit Hilfe der Schafsbergwacht wurden dort schon Neupflanzungen vorgenommen. Für die Tage nach dem 4. Januar kündigt Revierförsterin Nadine Ströbele weitere Einsätze an. 70 bis 80 Bäume mit Durchmessern von über 25 Zentimetern, zudem einige kleinere, werden gefällt werden müssen.

Die Bäume sind bereits abgestorben oder am Absterben und stehen in der Nähe von Wegen. Das ist auf dem Schafsbergareal nicht schwer, denn das Wegesystem ist recht engmaschig. „Die Bäume dürfen nicht zu einer Gefahr für diejenigen werden, die auf dem Schafsberg Erholung suchen oder dort ihre Freizeit verbringen“, sagt die Revierförsterin. Und mit dem engmaschigen Wegesystem bei gleichzeitiger hoher Besucherfrequenz gilt der Verkehrssicherung ein wichtiges Augenmerk.

Im Rahmen eines Durchgangs wurden die Bäume, die gefällt werden müssen, mit orangefarbener Markierung versehen. Die Fichten sind Opfer des Borkenkäfers geworden, der Ahorn leidet an der Rußrindenkrankeit (Pilz), die Ulme stirbt durch einen Pilz, den der Ulmensplintkäfer in den Baum einbringt; ein Pilz ist es, der bei der Buche Schleimfluss auslöst und die Bäume innerhalb kurzer Zeit zu einer Gefahr werden lässt, auch Pappeln zeigen auf dem Schafsberg viel Totholz und sterben von oben ab, was den Kronenbruch zu einer Gefahr werden lässt. Aufgrund der geringen Niederschläge in den vergangenen Jahren in Verbindung mit sehr warmen und sehr heißen Wetterperioden zeigen sich die Bäume insgesamt sehr anfällig gegenüber Schädlingen, egal ob Pilz oder Käfer.

Das Schadensbild ist vielfältig, ein Handeln ist gefragt, um Gefahren zu vermeiden. Zudem besteht in kleinen Bereichen noch die Notwendigkeit einer sogenannten Durchforstung, dort werden Bäume entnommen, weil sie zu dicht stehen und sie sich somit in der Entwicklung behindern.

Trotz der teilweise recht problematischen Situation, die sich auf zahlreichen Waldflächen des Landes zeigt, gibt es nach Angaben von Nadine Ströbele auch positive Akzente: „Fast überall auf den Flächen ist eine Naturverjüngung vorhanden, so dass ein Pflanzen von neuen Bäumen nicht notwendig ist.“ © Stadt Limburg