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Förderung des Projekts „Kompetenzzentrum Trans* und Diversität Mittelhessen“

Staatssekretär Kai Klose: „Trans*Personen und Intersexuellen Unterstützung bieten – hessenweit“

Wiesbaden. Der Bevollmächtigte des Landes für Integration und Antidiskriminierung, Staatssekretär Kai Klose, hat heute einen Förderbescheid in Höhe von 100.500,00 EUR für die Jahre 2018 und 2019 an die Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (dgti) übergeben. „Trans*Personen und Intersexuelle sind in besonders eklatanter Weise Ausgrenzung und Diskriminierung ausgesetzt. Dies ist während der Erarbeitung des Hessischen Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt in Zusammenarbeit mit den Selbstvertretungsorganisationen immer wieder deutlich geworden“, erklärte Staatssekretär Klose bei der Übergabe des Förderbescheides: „Deswegen haben wir die Stärkung der Interessenvertretung von Trans* und Inter*Personen und die Verbesserung der Beratungs- und Unterstützungsstrukturen im Aktionsplan als wichtige Vorhaben zum nachhaltigen Abbau von Diskriminierungspotenzialen anerkannt.“

In den vergangenen Jahren haben sich Peer-Berater_innen aus der Trans*Community mit außerordentlichem Engagement und persönlichem Einsatz bemüht, die existierende Beratungs- und Unterstützungsnachfrage zu bedienen. Die aus den genannten Ausgrenzungserfahrungen resultierenden Problematiken führen jedoch häufig zu Fallkonstellationen, die die existierenden ehrenamtlichen Strukturen an ihre Grenzen führen und häufig auch darüber hinaus. Deshalb ist es von besonderer Bedeutung, sie durch professionalisierte Angebote zu ergänzen und zu unterstützen. Das Projekt der dgti, das Community-basiert hierzu einen wichtigen Beitrag leistet, bündelt zwei Angebotsstandorte in Frankfurt/Main und Mittelhessen. Es trägt damit der Tatsache Rechnung, dass in Ballungsräumen und ländlichen Regionen spezifische Bedarfslagen existieren.

„Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, mit der dgti eine so profilierte Partnerin zu finden, die mit dem Aufbau eines solchen Kompetenzzentrums Pionierarbeit in Hessen leistet. Trans*Personen und Intersexuelle sowie deren Angehörige sollen das Beratungsangebot erhalten, das sie sich wünschen und benötigen“, erklärte der Staatssekretär abschließend.

Hintergrund: Der Hessische Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt: In diesem Jahr stehen 550.000 Euro aus Landesmitteln für Projekte zur Stärkung von Akzeptanz und Vielfalt in Hessen im Rahmen des Aktionsplans für Akzeptanz und Vielfalt zur Verfügung. Ziel ist es, Vorhaben zu fördern, die für die Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*- und intergeschlechtlichen Personen werben, die freie Entfaltung der Persönlichkeit fördern und sich für ein offenes und diskriminierungsfreies Leben aller Menschen in Hessen einsetzen. Der Aktionsplan wurde gemeinsam mit den Selbstvertretungsorganisationen erarbeitet, im Mai 2017 vom Hessischen Kabinett beschlossen und anschließend der Öffentlichkeit vorgestellt.

© Hessisches Ministerium für Soziales und Integration