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Flucht vor Polizeikontrolle – Polizeibeamter leicht verletzt,  Idstein, Limburger Str, 24.09.2018, 19.50 Uhr,

(pl)Nachdem es am Wochenende zu einer betrügerischen Handlung durch einen Schlüsselnotdienst gekommen war, wollten Beamte der Polizeidirektion Rheingau-Taunus am Montagabend in der Limburger Straße in Idstein zwei in einem Auto sitzende Tatverdächtige kontrollieren. Der 28-jähriger Fahrer und dessen 27 Jahre alter Beifahrer versuchten sich jedoch, der Kontrolle zu entziehen und fuhren bei der Flucht einem der eingesetzten Beamten über den Fuß. 

   In der Nacht zum Samstag hatten sich die Bewohner einer Wohnung in der Limburger Straße ausgesperrt und daraufhin einen Schlüsselnotdienst gerufen. Die eintreffenden Mitarbeiter des Schlüsseldienstes zerstörten das Türschloss und verlangten anschließend für die Türöffnung einen Wucherpreis von über 800 Euro.

Da dieser Preis von den Geschädigten nicht in Bar entrichtet werden konnte, verlangten die Mitarbeiter einen Laptop und ein Tablet als Pfand und fuhren anschließend mit einem schwarzen BMW mit Münchener Kennzeichen davon. Als dann für Montagabend ein erneutes Treffen zwischen den Geschädigten und den Schlüsseldienstmitarbeitern vereinbart wurde, um die Bezahlung fertig abzuwickeln, waren auch die bereits unmittelbar am Wochenende verständigten Polizeibeamten mit von der Partie. Gegen 19.45 Uhr war es dann soweit und die beiden Tatverdächtigen fuhren mit dem BMW auf einen Parkplatz in der Limburger Straße. Als die beiden Insassen einer Kontrolle unterzogen werden sollten, gab der 28-jährige Fahrer einfach Gas und fuhr einem Polizeibeamten rücksichtslos über den Fuß. Im weiteren Verlauf kollidierte der BMW noch mit einem geparkten Pkw und flüchtete weiter in Richtung Stadtmitte. Dort konnte das Fahrzeug schließlich von den Beamten angehalten werden. Die beiden 28 und 27 Jahre alten Insassen versuchten noch in Richtung Wiesbadener Straße davonzulaufen, konnten aber von einer weiteren Streife festgenommen werden. Die beiden Festgenommen wurden zwecks polizeilicher Maßnahmen mit auf die Dienststelle genommen und müssen sich nun in diversen Strafverfahren verantworten. 

   Um auf keine unseriösen Schlüsseldienste reinzufallen, ist es ratsam, dass bei einer Internetsuche nach einem tatsächlich bekannten Schlüsseldienst in der Nähe geschaut und nicht gleich der erstbeste Anbieter ausgewählt werden sollte. Vereinbaren Sie mit dem Schlüsseldienst direkt einen fixen Preis, inklusive Anfahrtskosten (eine Ortsvorwahl ist noch kein Garant für niedrige Anfahrtskosten - deswegen unbedingt danach fragen!) - und das am besten unter Zeugen.

Damit der Anbieter den Preis richtig kalkulieren kann, ist es ratsam konkret zu schildern, was passiert ist und was für den Schlüsseldienst zu tun ist. Teilen Sie dabei auch mit, welche Art von Schloss betroffen ist. Wichtiges Detail ist ebenso auf gegebenenfalls anfallende Feiertags- oder Nachtzuschläge zu achten! Ist die Arbeitsleistung vollbracht, unterschreiben Sie die Rechnung erst, nachdem Sie diese genau geprüft haben. Sollte ein Punkt enthalten sein, der vorab nicht besprochen wurde, streichen Sie diesen. Eine Barzahlung sollte erst nach Vorlage einer detaillierten, den Vereinbarungen entsprechenden Rechnung erfolgen. Falls es Probleme mit der Rechnung gibt oder falls der Handwerker Sie unter Druck setzt und damit droht, die geöffnete Tür wieder zu schließen: Kontaktieren Sie über die Notrufnummer 110 die Polizei. Auch Nötigung ist strafbar. Entsprechend gilt: Anwesende Zeugen können hilfreich sein. © Wiesbaden - Polizeipräsidium Westhessen