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Feuerwehrleistungsübungen: Obertiefenbach mit 100% Kreismeister

Villmar. Bei den Feuerwehrleistungsübungen am Sonntag, 22. Mai 2022, auf Kreisebene im Landkreis Limburg-Weilburg, siegte die Mannschaft aus Beselich-Obertiefenbach vor den Mannschaften Hünfelden-Neesbach und Hadamar-Niederhadamar. Im Hinblick auf die von den Feuerwehren in einer modernen, von der Technik geprägten Zeit zu bewältigenden Aufgaben soll die Hessische Feuerwehrleistungsübung die bereits erworbenen Kenntnisse in Praxis und Theorie festigen, ergänzen und damit den allgemeinen Leistungsstand anheben. Im Mittelpunkt stehen die fachliche Qualifikation und die Leistung im Umgang mit den der Feuerwehr zur Verfügung stehenden Einsatzmitteln. Jede Feuerwehr kann mit einer oder mehreren Gruppen (jeweils 9 Personen) oder Staffeln (jeweils 6 Personen) teilnehmen. Insgesamt neun Mannschaften aus dem Kreisgebiet nahmen in diesem Jahr an den Leistungsübungen an der Johann-Christian-Senckenberg-Schule in Villmar, Auf der Struth, teil. Die Siegerehrung wurde vom stellvertretenen Kreisbrandinspektor und Verbandsvorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Limburg-Weilburg Thomas Schmidt, unter Anwesenheit der Vertreter aus der Politik, wie dem gastgebenden Bürgermeister Matthias Rubröder und Hünfeldens Bürgermeisterin, stellvertretene Kreistagsvorsitzende und Sprecherin aller Bürgermeister des Landkreises Sylvia Scheu-Menzer vorgenommen. Die Mannschaft aus Beselich-Obertiefenbach erreichte 100 % an Punkten und wurde somit Kreismeister. Ergebnis Hessisches Feuerwehrleistungsabzeichen 2022 Für jeden Teilnehmer bestand zusätzlich die Möglichkeit, das Hessische Feuerwehrleistungsabzeichen zu erwerben. Hierfür musste ab dem bronzenen Abzeichen jeweils ein Zusatzfragebogen ausgefüllt werden. Der Prüfung gilt als bestanden, wenn mindestens 75 % der gestellten Fachfragen richtig beantwortet sind.  Das 10-malige goldene Feuerwehrleistungsabzeichen haben 2 Kameradinnen und Kameraden bestanden.  Das 5-malige goldene Feuerwehrleistungsabzeichen haben 2 Kameradinnen und Kameraden bestanden.  Das goldene Feuerwehrleistungsabzeichen haben 8 Kameradinnen und Kameraden bestanden.  Das silberne Feuerwehrleistungsabzeichen haben 7 Kameradinnen und Kameraden bestanden.  Das bronzene Feuerwehrleistungsabzeichen haben 7 Kameradinnen und Kameraden bestanden.  Das eiserne Feuerwehrleistungsabzeichen für die erste Teilnahme an den Leistungsübungen haben 16 Kameradinnen und Kameraden erhalten. Der Veranstalter Veranstalter der Übungen auf Kreisebene ist die Brandschutzaufsicht des Landkreises Limburg-Weilburg (Kreisbrandinspektor und Kreisbrandmeister) und der Kreisfeuerwehrverband Limburg-Weilburg. Die praktischen Übungen wurden auf einer Bahn unter Bewertung von einem Schiedsrichterteam (Landkreis Main-Kinzig-Kreis) durchgeführt. Der Mannschaftswettbewerb Die Feuerwehrleistungsübung besteht aus einem praktischen und einem theoretischen Leistungsteil. Im praktischen Leistungsteil werden Übungen von einer sog. Gruppe (9 Personen) oder einer sog. Staffel (6 Personen) mit einem in der Gemeinde vorhandenen Löschfahrzeug durchgeführt. Grundlage der Übungen sind die in Hessen eingeführten Feuerwehr-Dienstvorschriften und die Unfallverhütungsvorschriften. Der theoretische Leistungsteil besteht aus der schriftlichen Beantwortung von 15 Fachfragen, die von der Staffel bzw. sechs Feuerwehrangehörigen der Gruppe, innerhalb von zehn Minuten zu beantworten sind. Die sechs Angehörigen der Gruppe werden vom Gruppenführer ausgewählt. Der Gruppenführer kann am theoretischen Leistungsteil teilnehmen. Die Grundlage für den theoretischen Leistungsteil beim Kreis- und Bezirksentscheid ist der von der Hessischen Landesfeuerwehrschule
ausgearbeitete Fragenkatalog. Die Fachfragen orientieren sich an den Lerninhalten der Feuerwehr-Dienstvorschrift 2. Die an der Feuerwehrleistungsübung auf Kreisebene teilnehmenden Mannschaften können die drei Feuerwehrleistungsstufen Bronze, Silber und Gold erwerben. Entsprechend der erbrachten Leistung wird der teilnehmenden Mannschaft die jeweilige Feuerwehrleistungsstufe verliehen:  Die Feuerwehrleistungsstufe Bronze ist erreicht, wenn 50 % bis 75 % der maximal erreichbaren Leistung erbracht wurde.  Die Feuerwehrleistungsstufe Silber ist erreicht, wenn 76 % bis 87 % der maximal erreichbaren Leistung erbracht wurde.  Die Feuerwehrleistungsstufe Gold ist erreicht, wenn 88 % bis 100 % der maximal erreichbaren Leistung erbracht wurde. Kurz-Beschreibung des Mannschaftswettbewerbs Die Feuerwehrleistungsübung besteht aus einem praktischen und einem theoretischen Leistungsteil. Im praktischen Leistungsteil werden Übungen von einer sog. Gruppe (9 Personen) oder einer sog. Staffel (6 Personen) mit einem in der Gemeinde vorhandenen Löschfahrzeug durchgeführt. Grundlage der Übungen sind die in Hessen eingeführten Feuerwehr-Dienstvorschriften und die Unfallverhütungsvorschriften. Der theoretische Leistungsteil besteht aus der schriftlichen Beantwortung von 15 Fachfragen, die von der Staffel bzw. sechs Feuerwehrangehörigen der Gruppe, innerhalb von zehn Minuten zu beantworten sind. Beim Übungsobjekt handelt es sich um ein in Leichtbauart erstelltes zweigeschossiges Einfamilienhaus, das in einem Gebiet mit offener Bebauung steht. In der im Erdgeschoss gelegenen Wohnung ist es zu einem Brand gekommen, der sich auf die gesamte Wohnung ausgebreitet hat. Eine bewusstlose Person (Erwachsener) befindet sich noch im Wohnzimmer der Wohnung, am Ende des Flures. Brandrauch dringt sichtbar aus den Ritzen zwischen Türblatt und Türrahmen der Haustür. Da der Zutritt auf das Grundstück nicht ohne Hilfsmittel möglich ist, muss eine Leiter angestellt werden. Der Zugang zum Gebäude erfolgt durch den Kriechtunnel, der auf der Eingangsseite mit einer Tür versehen ist. Der Brand ist zu löschen und die Person zu retten. Für die Durchführung der Löschübung stehen einer Gruppe maximal 7,5 Minuten und einer Staffel maximal 8,5 Minuten zur Verfügung. Die an der Feuerwehrleistungsübung auf Kreisebene teilnehmenden Mannschaften können die drei Feuerwehrleistungsstufen Bronze, Silber und Gold erwerben. Entsprechend der erbrachten Leistung wird der teilnehmenden Mannschaft die jeweilige Feuerwehrleistungsstufe verliehen. Die bestplatzierte Mannschaft der Feuerwehrleistungsübung auf Kreisebene hat sich bei einer Beteiligung von drei bis zehn Mannschaften für den jeweiligen Bezirksentscheid qualifiziert. Für je zehn weitere teilnehmende Mannschaften kann eine weitere Mannschaft in der Reihenfolge der Platzierungen am Bezirksentscheid teilnehmen. Die Gewinner des Bezirksentscheides nehmen dann am Landesentscheid teil. Offizielle Beschreibung der Löschübung gemäß Landesvorgabe Die Wetterlage und Uhrzeit entsprechen den Gegebenheiten am Übungstag. Bei dem Objekt handelt es sich um ein in Leichtbauart erstelltes zweigeschossiges Einfamilienhaus, das in einem Gebiet mit offener Bebauung steht. Entlang der Grundstücksgrenze verläuft eine Mauer. Der Zutritt auf das Grundstück ist ohne Hilfsmittel nicht möglich (daher Anstellen einer Leiter - am Leitergerüst - erforderlich). Die Gebäude- und Grundstücksgrenzen sind durch entsprechende Markierungen dargestellt. Der Zugang zum Gebäude erfolgt durch den Kriechtunnel, der auf der Eingangsseite mit einer Tür versehen ist. In der im Erdgeschoss gelegenen Wohnung ist es zu einem Brand gekommen, der sich auf die gesamte Wohnung ausgebreitet hat. Eine bewusstlose Person (Erwachsener) befindet sich noch im Wohnzimmer der Wohnung, am Ende des Flures. Brandrauch dringt sichtbar aus den Ritzen zwischen Türblatt und Türrahmen der Haustür. Vor dem Gebäude befindet sich eine Person. Innerhalb der Gebäudemarkierung sind drei Fallklappen an den angegebenen Positionen aufgestellt, die den Brandherd darstellen. Neben den Fallklappen wird die vermisste Person durch eine Übungspuppe dargestellt. Die Menschenrettung ist erst nach der Brandbekämpfung (Umspritzen der Fallklappen) möglich. Die Fensterscheiben des Brandraumes sind durch die Wärmeeinwirkung geplatzt und es besteht die Gefahr des Feuerüberschlages an der rechten Gebäudeseite (dargestellt durch drei weitere
Fallklappen). Die Löschmaßnahmen zur Verhinderung des Feuerüberschlages sind nur von der Mauer (Leitergerüst) aus möglich. Für die Durchführung der Löschübung stehen der Gruppe maximal 7,5 Minuten und der Staffel maximal 8,5 Minuten zur Verfügung. Das Hessische Feuerwehrleistungsabzeichen Das Feuerwehrleistungsabzeichen wird in vier Stufen verliehen:  Stufe 1: Eisernes Feuerwehrleistungsabzeichen Hier reicht bereits die erste erfolgreiche Teilnahme an der Feuerwehrleistungsübung. Dies bedeutet, dass die Mannschaft mindestens die Feuerwehrleistungsstufe „Bronze“ im Wettbewerb erreicht hat. Es braucht kein gesonderter Bogen ausgefüllt zu werden.  Stufe 2: Bronzenes Feuerwehrleistungsabzeichen Es werden 16 Fachfragen aus den Feuerwehrdienstvorschriften 1, 3 und 10, sowie den Fachgebieten Unfallverhütungsvorschriften, Brennen und Löschen, Retten und Erste Hilfe, Wasserführende Armaturen, Wasserversorgung, Feuerlöscher und Fahrzeugkunde gestellt. Die Höchstzeit der Beantwortung beträgt zehn Minuten. Die Prüfung gilt als bestanden, wenn mindestens 75 % der gestellten Fachfragen richtig beantwortet sind.  Stufe 3: Silbernes Feuerwehrleistungsabzeichen und Es sind 32 Fachfragen zu beantworten. Dabei sind zusätzlich zu Fragen aus den Fachgebieten zum Bronzenen Feuerwehrleistungsabzeichen solche aus den Fachgebieten Atemschutz und Einsatzlehre zulässig. Die Höchstzeit der Beantwortung beträgt zwanzig Minuten. Die Prüfung gilt als bestanden, wenn mindestens 75 % der gestellten Fachfragen richtig beantwortet sind.  Stufe 4: Goldenes Feuerwehrleistungsabzeichen Das Goldene Feuerwehrleistungsabzeichen mit Zusatzkennzeichnung wird in zwei Stufen für 5- und 10-malige erfolgreiche Teilnahme an der Hessischen Feuerwehrleistungsübung verliehen. Es sind 32 Fachfragen zu beantworten. Dabei sind zusätzlich zu Fragen aus den Fachgebieten zum Silbernen Feuerwehrleistungsabzeichen solche aus den Fachgebieten Einsatztaktik und Feuerwehrdienstvorschrift 500 zulässig. Die Höchstzeit der Beantwortung beträgt zwanzig Minuten. Die Prüfung gilt als bestanden, wenn mindestens 75 % der gestellten Fachfragen richtig beantwortet sind. © Yannick Silbereisen / Kreisfeuerwehrverband.net