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Feuerwehrkameradschaft trägt sechs Jahrzehnte

v.l.n.r.: Bernd Kasteleiner, Willi Roth und Heinz Ewald

Niederbrechen. Am 31.10.1958 standen drei Scheunen in der Adolfstraße (heute Villmarerstraße) in Niederbrechen in Flammen. Eine Herausforderung an die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr, die tatkräftige Unterstützung aus den Reihen der Bevölkerung erhielt. Auch Jugendliche wollten helfen und waren beim Ablöschen behilflich. Aus diesem intensiven Erleben heraus erwuchs bei vielen der Wunsch, sich bei der Feuerwehr zu bewerben. Aufgrund ihres teilweise noch zu jungen Alters mussten sich einige gedulden und konnten erst 1960, bei einer Werbeaktion der Freiwilligen Feuerwehr Niederbrechen Feuerwehrmann werden.

 

Der damalige II. Kommandant Willi Königstein stellte im Gasthaus Klein (heute „Zur Post“) auch die erst in 1959 beschaffte Tragkraftspritze TS 8 vor – an diesem Abend fanden sich 16 junge Männer bereit, den freiwilligen Dienst bei der Feuerwehr Niederbrechen anzutreten.

 

Montagabends, so wie bis heute, finden in der Feuerwehr Niederbrechen die Ausbildungen statt – seinerzeit wurden teilweise vor bzw. in den Räumlichkeiten des damaligen Behelfsheims (heute Schulungsräume der Feuerwehr Niederbrechen im Gerätehaus), sowie im Saal des alten Rathauses durchgeführt, wo praktischer und theoretischer Unterricht erteilt wurde. Die Ausbilder waren Willi Königstein, Gregor Höhler und zeitweise Günter Schmitt (Adam). Aus dem gemütlichen Beisammensein nach den Ausbildungsabenden bildete sich der Stammtisch. Man traf sich in den Räumen des Gerätehauses, in der „Peif“ (Zum schwarzen Ross),  bei „Bausche“ (Deutsches Haus), „Kierek“, sowie im Gasthaus „Stadt-Limburg“ (verschiedene Pächter), seit 1992 finden die Treffen des Stammtisches bei Edita und Edin in der „Stadt Limburg“ an der B8 in Niederbrechen.

 

Während bei der Feuerwehr auch heute noch fleißig theoretisches und praktisches Wissen vermittelt und auf dem neuesten Stand gehalten wird, treffen sich nun, nach 60 Jahren leider nur noch drei Kameraden: Heinz Ewald, Bernd Kasteleiner und Willi Roth. Es werden Neuigkeiten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens diskutiert, Anekdoten aus der Vergangenheit erzählt und viel gelacht und es wird mit den Wirtsleuten mit dem Trinkspruch der Feuerwehr „Gut Schlauch“ auf eine noch lange Stammtischrunde angestoßen. © Peter Ehrlich / FOTO-EHRLICH.de