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Ferienbeginn in Hessen – Respekt gegenüber allen Einsatzkräften

Hessischer Gesundheitsminister Stefan Grüttner: „Bilden Sie die Rettungsgasse, seien Sie aufmerksam, sie kann für Unfallopfer lebenswichtig sein. Respekt gegenüber allen Einsatzkräften!“

Wiesbaden. Die Bilder sind leider nur allzu bekannt – Rettungsfahrzeuge versuchen durch den Stau zum Unfallort zu kommen, mangels Rettungsgasse ist jedoch die Durchfahrt blockiert. Auch wenn Autofahrer in den bevorstehenden Herbstferien in Hessen wieder im Stau stehen, werden viele zuerst an den eigenen Zeitverlust denken. Ist die Ursache für den Stau jedoch ein Unfall, darf es keinen Zeitverlust geben: Rettungskräfte müssen möglichst schnell am Unfallort eintreffen, um Verletzten zügig lebensrettende Hilfe leisten zu können. Von besonderer Wichtigkeit ist daher die Bildung einer Rettungsgasse. Bereits bei stockendem Verkehr muss die Bildung einer Rettungsgasse angestrebt und offen gehalten werden. Zunehmend werden auch Vorfälle gemeldet, bei dem die Rettungs- und Einsatzkräfte vor Ort nicht nur behindert, sondern sogar noch beschimpft oder tätlich angegangen werden. „Gerade jetzt wieder zum Ferienbeginn, bei dem es regelmäßig zu langen Verkehrsstaus kommt, ist es von großer Bedeutung, dass alle Verkehrsteilnehmer wissen, wie die Rettungsgasse zu bilden ist. Im Einsatz sind es oft Minuten, die über das Überleben der Verletzten entscheiden, daher ist das schnelle Vorankommen der Rettungsfahrzeuge im Verkehrsstau so wichtig. Unterstützen Sie die Einsatzkräfte, damit schnelle Hilfe auch ankommen kann und Leben gerettet werden“, appellierte der Hessische Gesundheitsminister, Stefan Grüttner. „Und genauso wichtig und selbstverständlich ist es, allen Einsatzkräften, die versuchen, Menschen im Notfall schnellstmöglich medizinisch zu versorgen, auch den Respekt gegenüber zu erweisen, den sie verdienen. Schließlich kann jeder von uns einmal auf schnelle Hilfe angewiesen sein. Es muss unsere gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein, ein deutliches Bewusstsein für die wertvolle Arbeit dieser Helfer zu vermitteln.“

Innenminister Peter Beuth appellierte an alle Verkehrsteilnehmer: „Wer keine Rettungsgasse bildet, gefährdet Menschenleben. Deshalb weisen wir hessenweit mit unserer Kampagne ‚Rettungsgasse rettet Leben‘ auf Autobahnbannern, Flyern, Parkscheiben und Aufklebern auf dieses wichtige Thema hin. Leider gibt es immer wieder auch dreiste Autofahrer, die die lebensrettende Gasse für ein schnelleres Vorankommen im Stau missbrauchen. Dank der hessischen Initiative im Bundesrat ist diese Rücksichtslosigkeit jetzt so teuer, dass die vermeintliche Zeitersparnis ein Bußgeld von mindestens 200 Euro, Punkte in Flensburg und ein mögliches Fahrverbot zur Folge haben.“

Wenn die Fahrzeuge dicht an dicht stehen ist es nicht mehr möglich, den Einsatzfahrzeugen rechtzeitig Platz zu machen. Durch vernünftiges Verhalten kann hier jeder Verkehrsteilnehmer mithelfen, indem bereits bei stockendem Verkehr eine Rettungsgasse gebildet wird. Nur Polizei- und Hilfsfahrzeuge dürfen die Rettungsgasse befahren. Allen anderen Kraftfahrern ist die Durchfahrt untersagt und wird bei Nichtbeachtung mit einem Bußgeld belegt. Und so funktioniert die Rettungsgasse: Fahrzeuge auf der äußeren linken Spur müssen nach links, alle anderen Fahrzeuge orientieren sich nach rechts.

© Hessisches Ministerium für Soziales und Integration