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FDP begrüßt Umdenken der CDU beim Neumarkt

Jetzt aber nicht auf halber Strecke stehen bleiben 

Die FDP-Fraktion hatte bereits vor mehr als zwei Monaten vor dem Hintergrund der Corona-Krise ein Umdenken beim Neumarkt gefordert. „Ich freue mich, dass die Initiative der FDP-Fraktion offenbar erste Früchte trägt und die CDU die Neugestaltung des Neumarktes verschieben will. Ich appelliere an die CDU-Fraktion, nun nicht auf halber Strecke stehen zu bleiben und das Vorhaben ganz aufzugeben“, erklärte die Vorsitzende der FDP-Fraktion in der Limburger Stadtverordnetenversammlung, Marion Schardt-Sauer.

Die FDP-Fraktion habe bereits in ihrem Antrag vom April darauf hingewiesen, dass der geplante Umbau des Neumarktes den Handel für einen langen Zeitraum erheblich beeinträchtigen werde, obgleich der Einzelhandel vor dem Hintergrund der Corona-Maßnahmen künftig nichts dringender benötige als Umsätze. „Ich freue mich, dass die CDU-Fraktion dieses Argument ebenso wie die Kostenfrage aufgreift und hoffe, dass sie nun in der Konsequenz eine Aufhebung des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung vom 3. September 2019 mitträgt“, so Schardt-Sauer. Bei ihrem Vorschlag, den Platz mit kreativen Ideen zu vitalisieren, sei die CDU ebenso weitgehend den Vorschlägen der FDP-Fraktion gefolgt – Anschaffung von Sitzgelegenheiten, Fahrradständern etc.

Allerdings spreche die CDU nur von einer Verschiebung der teuren, kompletten Umgestaltung des Neumarkts mit mehrmonatiger Bauphase, der auch die Platanen zum Opfer fallen würden. „Wie auch immer und wann auch immer darüber entscheiden wird, muss sichergestellt werden, dass die Bürgerinnen und Bürger in der Frage des Erhalts oder der Fällung der Platanen das letzte Wort haben“, so Schardt-Sauer.  Es dürfe nicht passieren, dass das erfolgreiche Bürgerbegehren durch ein Verschieben der Maßnahme „ausgehebelt“ werde.

Im Hinblick auf den Neumarkt gebe es nach der Neupositionierung der CDU-Fraktion in einem weiteren Punkt Dissens: beim Parken. Sie hoffe, dass die CDU auch hier noch zu einer Neueinschätzung kommen werde. „Gerade im Hinblick auf ältere und kranke Menschen wäre es dringend geboten, das Parken auf dem Neumarkt wieder zuzulassen“, so die FDP-Politikerin. So gebe es neben den Geschäften auch viele Arztpraxen vor Ort; und es müsse gerade den besonders gefährdeten und kranken Menschen die Chance eröffnet werden, so sicher wie irgend möglich zu den Arztpraxen zu gelangen. „Wenn die durch den Corona-Virus besonders gefährdeten Menschen gezwungen sind, in Parkhäusern zu parken und einen engen Aufzug zu benutzen, müssen wir für Abhilfe sorgen“, fordert Schardt-Sauer.

© Marion Schardt-Sauer (MdL)