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Extratour Postraubroute im Naturpark Lahn-Dill-Bergland

Reihe "RP auf Sommertour" (Teil 5): Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich empfiehlt für die Sommerferien die Extratour Postraubroute im Naturpark Lahn-Dill-Bergland

Gießen. "Es ist Sommerferien-Halbzeit und bis Mitte August gibt es noch jede Menge Ausflugsmöglichkeiten für Familien in Mittelhessen", freut sich Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich, der anlässlich seiner Sommertour im Regierungsbezirk derzeit unterwegs ist. Diesmal empfiehlt er eine historische Reise im Landkreis Marburg-Biedenkopf: eine Wanderung entlang der Postraubroute in Gladenbach-Mornshausen.

Im Mai 1822 überfielen acht arme Bauern und Tagelöhner aus Krombach die monatlich verkehrende Postkutsche auf dem Weg von Gießen nach Gladenbach. Mitten im Wald, auf einem engen und unübersichtlichen Hohlweg in der Subach (nähe Mornshausen), erhaschten die Räuber 10.466 Gulden. Der Reichtum brachte ihnen jedoch nur kurze Freude. Denn bis auf zwei Täter wurden alle überführt und zum Tode verurteilt. 1971 wurde die sagenumwobene Geschichte durch den von Volker Schlöndorff inszenierten Film "Der plötzliche Reichtum der armen Leute von Krombach" weltbekannt. Heute erinnert die Extratour Postraubroute im Naturpark Lahn-Dill-Bergland an das besondere Ereignis.

"Ich empfehle, die Rundwanderung am Kornhaus zu starten. Von dort ist es nicht weit zum Originalschauplatz des Postraubes in der Subach", rät Christoph Ullrich, der im Urlaub auch mit Wanderschuhen und Rucksack unterwegs ist. Geschotterte und asphaltierte Wege führen entlang des Waldes direkt zum Ort des Überfalls. "Die Räuber haben damals den Hohlweg in der Subach mit Bedacht ausgewählt, denn hier ist die engste und unübersichtlichste Stelle des Kutschweges gewesen", berichtet Gladenbachs Bürgermeister Peter Kremer.

Eine weitere Besonderheit auf der rund dreistündigen Wandertour (circa elf Kilometer) ist der Aussichtsturm auf der Erdhausener Koppe. Aufgrund von Baumaßnahmen ist der Turm derzeit allerdings nicht begehbar. Ein genauer Öffnungstermin steht noch nicht fest. Von dort lässt sich ein eindrucksvoller Ausblick in das Salzbödetal genießen, bevor es entlang der Waldäcker "Weites Feld" und "Rodenhausen Nord" wieder zurück zum Kornhaus geht. Auch für nicht trainierte Wanderer ist die Route geeignet. Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Naturparks Lahn-Dill-Bergland (www.naturpark.lahn-dill-bergland.de) oder über die Naturpark-App erhältlich. © RP-Gießen