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Essen geriet in Brand . . . Rauchmelder . . . Notruf … Feuerwehreinsatz Bad Camberg

Am vergangenen Donnerstag führten brennende Speisen in einem Backofen zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte.

Was war passiert?

In einer Wohnung der Altenwohnanlage in der Pommernstraße erfolgte Speisezubereitung im Backofen. Das Essen geriet in Brand und der entstehende Brandrauch erreichte einen der installierten Rauchmelder. Außerdem setzte ein Bewohner einen Notruf ab.

Wegen der Besonderheit des Gebäudes, d.h. hier wohnen eine große Anzahl ältere, zum Teil gehbehinderte Menschen, ist im Alarmfall eine hohe Anzahl von Einsatzkräften vorgesehen. Das entsprechende Alarmstichwort“F2Y“ bedeutet Feuer Größe 2, Menschen in Gefahr. Bei über 50 Bewohnern werden dann überörtliche Einheiten entsandt, „Ü-ManV-Einheiten“, was bedeutet Überörtlicher Massenanfall von Verletzten.

Alarmiert wurden örtlich die Feuerwehren Camberg und Erbach, der Rettungsdienst, das Deutsche Rote Kreuz Bad Camberg, Polizei und Notfallseelsorge.

Nach Erkundung durch die Feuerwehr, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindet, sind die Bewohner aus dem Gebäude gebracht worden, eine Person wurde getragen.

Nach Entfernung der verkohlten Speisereste und Lüftung der baulichen Anlage war ein Betreten durch die Bewohner wieder möglich. Durch die schnelle Präsenz und das umgehende Erkunden der Lage war das Entsenden von auswärtigen Einsatzkräften nicht mehr notwendig. Hierbei hat sich wieder einmal die gute Zusammenarbeit von Feuerwehr, Rettungsdienst und Bad Camberger DRK bewährt. Erörterungsbedarf besteht bei den vorbeugenden brandschutztechnischen Maßnahmen der Einrichtung.

Die Uhrzeit wirkte sich günstig aus, denn es standen nach Feierabend genügend Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren zur Verfügung. Werktags tagsüber hätte die Bilanz der Einsatzkräfte deutlich schwächer ausgesehen. Eine Tatsache, die den politisch Verantwortlichen zu denken geben muss.

Kurz nach diesem Einsatz erfolgte eine weitere Alarmierung, ausgelöst durch die Brandmeldeanlage einer der ansässigen Rehakliniken.

© Helmut Thies / Feuerwehr Bad Camberg