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Es brennt – und nu ? Einfach mal überlegen . . .

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Wenn es brennt, ruft man als erstes die Feuerwehr - das ist bekannt. Doch, wenn die Feuerwehr kommt, was hängt da alles dran ?

Man braucht Menschen, die sich ehrenamtlich oder beruflich in den Dienst der Feuerwehr stellen, die bereit sind, sich jahrelang persönlich und körperlich fit zu halten, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen und überdies noch unglaublich viel Wissen aus den unterschiedlichsten Bereichen vermittelt bekommen - und das laufend, immer wieder und stets aktuell. Gut, die sind dann jetzt mal da. . .  

Wie geht es weiter ?
Es wird abgesichert, die Lage erkundet, eine Strategie erarbeitet, ggf. weitere Kräfte nachalarmiert, wenn die Lage dies erfordert oder man im Einsatzverlauf bemerkt, dass mehr und/oder spezielle Kräfte helfen könnten. Dann hat man plötzlich neben vielen Fahrzeugen, Gerät und Schläuchen auch viele Menschen an einer Einsatzstelle - Menschen, die aufgrund der körperlich anspruchsvollen Arbeit auch Durst und Hunger bekommen - und natürlich auch ... naja, auch das Menschliche muss mal sein. Im Fall vom Großbrand in Limburg wurde von 650 Einsatzkräften berichtet. Doch, wer ist das alles ? 

Erst mal kommt üblicherweise die Feuerwehr, die Polizei, der Rettungsdienst oder auch Energieversorger, die sich um Strom-, Wasser- oder Gasleitungen kümmern müssen - recht schnell kommt dann noch das Technische Hilfswerk mit schwerem Gerät dazu. Und spätestens dann, wenn der Hunger kommt, werden auch die Betreuungszüge der Landkreise alarmiert, so auch der DRK-Ortsverein Brechen, der ebenfalls ein Teil davon ist. 

Dann wird weitergearbeitet, jede/r in seinem Bereich, werden erteilte Aufträge abgearbeitet, auf Lageänderungen reagiert - und dann ? 

Dann müssen die Einsatzkräfte ausgetauscht werden und somit neue Kräfte herangeführt, in die Lage eingewiesen und aktiv werden. Ganz schnell kommen dann viele Menschen zusammen - das alles in Zeiten von Corona eine unglaublich besondere Herausforderung. 

Zum Löschen braucht es zudem Wasser - im Fall eines großen Brandes natürlich große Mengen Wasser - die Berufsfeuerwehr Koblenz hat hierzu eine Wasserentnahmestelle am Eschhöfer Weg eingerichtet, die mit speziellem Großgerät dafür sorgt, dass das Lahnwasser aus Limburg in Diez beim Löschen hilft. 

Und da das Feuer im Bereich der Stadtgrenzen von Diez - und somit in Rheinland-Pfalz, dem Rhein-Lahn-Kreis -, ausgebrochen war , liegt es im Zuständigkeitsbereich der dortigen Behörden. Man hilft sich natürlich gegenseitig, doch auch diese Infrastruktur muss erst ins Rollen kommen.

Die Dimensionen der Wasserversorgung sind schon beachtlich und Hauptbestandteil meiner Bildergalerie. 

Denn auch ein riesengroßer Feuerwehrschlauch (F-Schlauch mit ca. 15cm Durchmesser) muss verlegt werden, und damit keiner drüber fährt, kamen die Kollegen der Stadt Limburg mit ins Spiel, die mit der Polizei zusammen dafür sorgen, dass das Wasser geregelt und gesichert seinen Weg findet. 

So arbeiten alle Institutionen Hand in Hand, die "Roten" löschen z.B. das Feuer, die "Blauen" bauen z.B. eine Schlauchbrücke und zusammen trifft man sich zum Imbiss z.B. bei den "Weissen". Und diese Gemeinschaft ist einfach toll, sie funktioniert im Ort, in der Stadt, im Landkreis, über Landesgrenzen und darüberhinaus und eben auch zusammen !

Wenn auch Sie dieses Thema interessiert, nehmen Sie doch einfach Kontakt auf mit Ihrer örtlichen Feuerwehr, DRK, DLRG, Wasserwacht, Maltesern, Johannitern, dem THW, ASB, Notfallseelsorge oder einer der vielen anderen Organisationen, die ehrenamtlich in unserem Land dafür sorgen, dass den Menschen geholfen wird, wenn etwas anliegt. 

Und wie gesehen, kann diese Hilfe unglaublich vielfältig sein - jeder ist HERZLICH WILLKOMMEN ... werden Sie Mitglied in diesem großen Team, machen Sie mit !

Wir leben in einer hochtechnisierten Zeit, wir haben jederzeit überall (wo Funkversorgung gegeben ist) Internet, haben das Wissen der Menschheit in der Hosentasche auf Abruf, doch sind wir mindestens auf Strom angewiesen, wenn der Akku leer ist. Doch dann ? Wir gehen heute davon aus, dass alles selbstverständlich stets zur Verfügung steht - lesen Sie hierzu auch meinen Beitrag: 

...und sorgen Sie vor. Informieren Sie sich über Ihre Möglichkeiten der persönlichen Vorsorge - für alle Fälle !

Was alles dazu gehört, das hat das Bundesamt für
Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in seiner aktuellen Broschüre umfassend und ausführlich erläutert, die ich an dieser Stelle herzlich zum Selbststudium und Weiterbildung sowie Weitergabe empfehlen darf: https://www.bbk.bund.de/DE/Ratgeber/VorsorgefuerdenKat-fall/VorsorgefuerdenKat-fall_node.html 

Der Dank geht raus an alle, die übrigens noch bis zur Stunde in vielfältiger Weise helfen und dafür sorgen, dass alles läuft !