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Erklärung der SPD Limburg- Weilburg: Europäisch denken, lokal handeln – Humanität und Verantwortung im Angesicht der Katastrophe von Moria

Die SPD im Landkreis Limburg-Weilburg zeigt sich bestürzt ob der dramatischen Bilder aus dem griechischen Flüchtlingslager Moria. Menschliches Leid und Hoffnungslosigkeit konterkarieren europäische Wertvorstellungen und Ziele.

Wir erwarten von den europäischen Verantwortlichen sich endlich auf ein einheitliches europäisches Vorgehen zur Bewältigung der humanitären Katastrophe in Moria zu einigen.

Wir fordern Bundes- und Landespolitik auf bis zur europäischen Einigung selbst aktiv zu werden und Möglichkeiten zur Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Lager Moria zuzulassen.

Die SPD im Landkreis Limburg- Weilburg erklärt, dass der Landkreis Limburg- Weilburg bereit ist in seinen Möglichkeiten hierbei seinen Anteil zu leisten und Geflüchteten Schutz und Sicherheit zu bieten. Hierbei unterstützen wir den Landrat und 1. Kreisbeigeordneten bei ihren heute getätigten Ankündigungen.


„Die Bilder des brennenden Lagers Moria auf der griechischen Insel Lesbos zeugen von unermesslichen menschlichen Leid und Hoffnungslosigkeit von Menschen, die vor Krieg und Elend in ihren Heimatländern geflohen sind und in Europa Sicherheit erhofft aber bisher nicht gefunden haben. Für uns als SPD Limburg- Weilburg ist angesichts des ausgebrannten Lagers Moria jetzt nicht die Zeit der großen Debatten über Schuld und Zuständigkeiten, sondern für gelebte Solidarität und Menschlichkeit. Ziel ist und bleibt eine europäische Lösung für die Verteilung der Geflüchteten. Durch die Blockade in Ungarn, Österreich und nun auch in Holland ist eine solche Lösung leider kurzfristig nicht zu realisieren. Daher sind Bundes- und Landespolitik gefordert, Not und Elend zu lindern und Hilfe zu organisieren. Hierzu müssen Geflüchtete aus dem Lager Moria aufgenommen werden, damit entsprechende Asylverfahren hier rechtstaatlich durchgeführt werden können. In einer bunten Allianz unterschiedlicher gesellschaftlicher und politischer Gruppierungen haben sich seit dem Brand in Moria Menschen in Deutschland für die Aufnahme Geflüchteter ausgesprochen. Der Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die Verantwortung dafür, dass Deutschland seiner Verantwortung gerecht werden kann und Flüchtlinge aus dem Lager Moria aufnehmen kann. Davon unbenommen ist das Land Hessen und seine schwarz-grüne Koalition in der Verantwortung endlich ein eigenes Landesaufnahmeprogramm vorzulegen um geregelt und organisiert Menschen aus Situationen wie dem Lager Moria heraus helfen zu können. Wir als SPD Limburg- Weilburg sind uns sicher, dass wir als Landkreis unseren Beitrag dazu anbieten können und wollen im Rahmen unserer kommunalen Möglichkeiten aktiv Geflüchtete im Landkreis aufnehmen und betreuen. Alle Herausforderungen im Hinblick auf die Humanitätskrise 2015 ff haben ganz besonders die kommunalen Akteure gefordert, die gemeinsam mit vielfältigem ehrenamtlichen Engagement aus der Bevölkerung die Herausforderungen gemeistert haben und auch in dieser Situation Schutz und Aufnahme von Menschen in Not meistern werden. Wir begrüßen daher die heute von Landrat Köberle geäußerten Ankündigung als Landkreis sich aktiv an der Aufnahme und Unterbringung von Geflüchteten aus dem Flüchtlingslager Moria zu beteiligen“ erklärte heute der SPD Vorsitzende Tobias Eckert nach der Erklärung durch Landrat Köberle. © Swen Bastian