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„Eine unabhängige Rohstoffversorgung ist von entscheidender Bedeutung“ – CDU-Kreistagsfraktion besichtigt Kieswerk in Niederzeuzheim

Niederzeuzheim. Anfang Mai besuchte die CDU-Kreistagsfraktion mit ihrem Arbeitskreis Raumordnung, Wirtschaft, Bau und Verkehr das Kieswerk BUSS der Bauunternehmung Albert Weil AG in Niederzeuzheim. Die naturschutzrechtlichen Herausforderungen, eine alternative Verkehrsführung, der Flächenbedarf, die Regionalplanung, die Bergaufsicht und natürlich die Kommunikation mit dem Ortsbeirat und den Bürgern sowie Nachbarn sind nur einige der wichtigen Themen, die bei der Förderung des Rohstoffes Kies und Sand für unsere Heimatregion von Bedeutung sind. Daher nutzten die Christdemokraten gerne die Möglichkeit sich vor Ort ein Bild zu machen.

Klaus Rohletter, Vorstandsvorsitzender der Bauunternehmung Albert Weil AG und Geschäftsführer der BUSS Sand- und Kieswerk GmbH begrüßte die Teilnehmer herzlich und ordnete zunächst die heimische Rohstoffgewinnung in die angespannte Weltmarktlage ein. Der Krieg habe die Abhängigkeiten von Rohstoffen sichtbar gemacht. Sand und Kies werde nicht nur von der Bauwirtschaft dringend benötigt, sondern sei in vielen verschiedenen Endprodukten enthalten. Seit Anfang 2021 ist die Albert Weil AG Eigentümer der BUSS Sand- und Kieswerk GmbH. Die Familie Buss, die das Kieswerk in dritter Generation führte, sind dem Unternehmen mit ihrem Know-How als Mitarbeiter erhalten geblieben.

Der Landtagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Andreas Hofmeister beleuchtete in diesem Zusammenhang die lange Tradition des heimischen Tagebaus: „Es ist schön zu sehen, dass auf diese Weise ein Familienbetrieb erhalten wird. Der Tagebau hat in unserer Region des Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus neben wirtschaftlichen Aspekten auch eine für die Region und ihre Entwicklung prägende Bedeutung.“

Die Albert Weil AG bereitet zur Zeit einen Antrag zur Erweiterung der Abbaufläche über die Neuaufstellung eines Rahmenbetriebsplans vor. Das Areal in Niederzeuzheim zählt aufgrund seines Vorkommens an Rohstoffen zu den Vorranggebieten in Hessen. Die aktuelle Abbaufläche kann noch circa 6 Jahre Sand und Kies liefern. Eine Erweiterung würde für 15-20 weitere Jahre die Versorgung sichern.

Markus Bräunche, Oberbauleiter Schwerer Erdbau und Abraumbeseitigung erklärte den interessierten Kommunalpolitikern einiges zum Abbau, zu Störstoffen und den aktuellem im Einsatz befindlichen Maschinen. Im Anschluss erläuterte Stefan Jung-Diefenbach, Vorstandsmitglied der Bauunternehmung Albert Weil AG und Geschäftsführer der BUSS Sand- und Kieswerk GmbH, die Erweiterungspläne des Unternehmens genauer und ging auch ausführlich auf die Verkehrsauswirkungen ein. Zurzeit werden drei verschiedene Varianten geprüft, die eine Entlastung zum aktuellen Zustand für die Anwohner des Stadtteils Niederzeuzheim zur Folge hätten.

„Ich möchte mich im Namen der ganzen Fraktion für die interessante Führung und die Gespräche sehr herzlich bedanken. Gerade der schreckliche Krieg gegen die Ukraine hat uns nochmal bewusst gemacht, wie wichtig eine unabhängige Rohstoffversorgung ist. Sand und Kies spielen dabei als Grundstoffe unserer Bauwirtschaft eine ganz entscheidende Bedeutung für unsere Heimatregion, aber auch darüber hinaus für ganz Deutschland und Europa.“, bedankte sich Christian Wendel, Vorsitzender der Kreistagsfraktion, abschließend für den spannenden Einblick. © Tarik Cinar