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DRK Rettungshundestaffel zu Besuch bei der Werschauer Blaulichtbande

Die „vermissten“ Kinder der Blaulichtbande aus Werschau wurden alle gefunden. Das ist eine gute Nachricht. Auch wenn es sich hier bei der letzten Gruppenstunde der Kinderfeuerwehr um keinen Ernstfall handelte, hat die Rettungshundestaffel des DRK aus Limburg eindrucksvoll ihre Arbeit vorgestellt. Heute war es eine Übung und die Kinder waren allesamt begeistert, doch im letzten Monat wurden die Rettungshunde gleich viermal im richtigen Einsatz gefordert.
Mit vier Rettungshunden war die Rettungshundestaffel bei der Kinderfeuerwehr in
Werschau zu Gast. Dirk Heuser, der stellvertretende Staffelleiter, hat den Kindern vieles über die Hunde verraten. Los ging es mit der Frage, wie gehe ich eigentlich mit einem Hund um? Wie kann man ihn anfassen, ohne dass er Angst bekommt? Die Kinder haben erfahren, dass man immer ruhig mit einem Hund sprechen muss und ihn nicht einfach so im Gesicht anfassen darf. Man sollte den Hund erstmal von der Seite streicheln oder am Rücken. Anne, die Hundetrainerin, hat verraten, warum die Hunde vermisste Personen überhaupt finden können. Durch die Millionen von Riechzellen ist der Hund dem Geruchsinn des Menschen haushoch überlegen. Bevor es mit dem praktischen Teil losgegangen ist, wurde die Ausrüstung vorgestellt. Neben dem so wichtigen Erste-Hilfe-Rucksack gehört noch so einiges mehr dazu. Da gibt es Arbeitshalsbänder und Hundegeschirr sowie eine lange Leine und so einiges mehr. Es gibt sogar die Möglichkeit, sich mit einem Hund in einem unwegsamen Gelände abzuseilen oder aufzusteigen.
Unter den Rettungshunden gibt es sogenannte Flächensuchhunde. Diese können in kürzester Zeit eine große Fläche nach vermissten Menschen absuchen. Außerdem gibt es noch Personenspürhunde, diese nehmen die Fährte zu einer bestimmten Person auf.
Spielerisch, mit viel Lob und dem ein oder anderen Leckerchen werden die Hunde für ihre große Aufgabe trainiert. Sogar ein Spielzeug kann hier bei manchen Hunden eine große Belohnung sein.
Nicht nur für die Kinder war der Besuch etwas Besonderes und Aufregendes. Auch die (teilweise noch sehr jungen) Hunde waren sehr neugierig auf die vielen Kinder. Mit dem praktischen Teil der Übungen hat Anubis, der 18 Monate alte Irish Setter, begonnen. Zuerst ist er noch etwas nervös durch die Menge der Kinder gelaufen, doch schon bei der zweiten Runde war er ganz entspannt und nur noch neugierig. Er trug schon sein Geschirr mit vielen Glöckchen und einigen Lichtchen, mit denen man ihn im weiten Gelände hören und besser sehen kann, und wusste schon genau was kommt. Anubis kennt genau den Unterschied zwischen dem Geruch von Menschen und Wildtieren. Mit einem Bellen signalisiert der Hund das Finden einer Person. Der Hund hat den Kindern sein Bellen vorgeführt und bekam dafür natürlich auch seine Belohnung. Auch der neun Monate alte Bruno, ein Labrador, der erst ganze neun Wochen in der Ausbildung zum Rettungshund ist, hat gezeigt, dass er schon bellen kann. Nachdem ein Kind der Kinderfeuerwehr sich versteckt hatte, hat der Flächensuchhund nicht lange gebraucht, um allen das Versteck zu verraten.
Der schwarze 3,5 Jahre alte Schäferhund Gaja, ein Personenspürhund, hat auch schnell die Fährte zu einem weiteren Kind aufgenommen, das sich von der Gruppe entfernt hatte. Mit Hilfe der Mütze des Kindes, hat der Hund den Geruch des Kindes erkannt und zielsicher genau dieses Kind gesucht und schnell gefunden und somit das Kommando „Such“ erfüllt.
Gleich zwei Kinder wurden von der erfahrenen 7,5 Jahre alten Schäferhündin Leni entdeckt. Leni ist ein Flächensuchhund und reagiert auf den Befehl „Such und Hilf“. Leni‘s Hundeführerin hat vor der Suche die Windrichtung mit Hilfe von Babypuder geprüft. Somit konnte sie ihren Hund bei der Suche unterstützen. Ohne Leine ist Leni blitzschnell losgelaufen und hat sich sehr über ihren Fund gefreut.

Am liebsten hätten sich alle Kinder der Blaulichtbande versteckt. Zum Abschluss des Trainings haben einige Kinder einen sogenannten Futterkreis gebildet. Die Hunde Bruno und Anubis sind von Kind zu Kind gelaufen und haben sich ihr Leckerchen abgeholt und gleichzeitig dabei gelernt, dass es etwas Gutes zu holen gibt bei den Menschenkindern.
Die Kinder hatten großen Spaß an der Übung der Rettungshundestaffel und die Hunde sicherlich auch. Als kleines Dankeschön für den Besuch bekamen die Gäste aus Limburg ein Körbchen mit Hunde Leckerchen und einen Applaus. Natürlich haben die Hunde auch noch die ein oder andere Streicheleinheit genossen.
Schon bald geht es für die Rettungshundestaffel in die nächste Übungseinheit. So werden die Hunde bestens für den Ernstfall ausgebildet. Wer einen jungen Hund hat und sich für die spannende Arbeit der Rettungshundestaffel in Limburg interessiert und selbst aktiv werden möchte, meldet sich bitte bei dem Team vom DRK.

Bericht: Manuela Eufinger