Springe zum Inhalt

Digital-Talk der SPD Limburg-Weilburg: „So viele Frauen auf unseren Kommunalwahllisten wie niemals zuvor.“

LIMBURG-WEILBURG. „Frauen in der (Kommunal-) Politik“ war am Donnerstagabend das Motto einer digitalen Veranstaltung der SPD Limburg-Weilburg, die live auf YouTube ausgestrahlt wurde. Unter der Moderation von Silvia Scheu-Menzer, parteilose Bürgermeisterin der Gemeinde Hünfelden und Abgeordnete im Kreistag des Landkreises Limburg-Weilburg, diskutierten die Teilnehmerinnen über weibliche Perspektiven in der Politik und persönliche Erfahrungen ihres politischen Engagements. Ein großes Lob gab es von der Offenbacher Landtagsabgeordneten und Frauenpolitischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Nadine Gersberg, für die aufgestellten Kommunalwahllisten der SPD im Kreis Limburg-Weilburg, auf denen zur Kommunalwahl am 14. März „so viele Frauen wie niemals zuvor“ kandidierten.
Auf der Liste der SPD für den Kreistag finden sich unter den ersten 29 Bewerbern 14 Frauen, die abwechselnd mit den männlichen Kandidaten paritätisch auf der Liste berücksichtigt würden. „Auch auf den weiteren Wahlvorschlägen der SPD in den Städten und Gemeinden des Landkreises finden sich zahlreiche Frauen auf aussichtsreichen Listenplätzen. Deshalb bin ich mir sicher, dass sich der Frauenanteil in unseren Kommunalparlamenten nach der Wahl am 14. März weiter erhöhen wird.“, betonte Anja Ludwig, die sich als Vorstandsmitglied der SPD Weilburg engagiert und selbst für die Stadtverordnetenversammlung und den Kreistag kandidiert.
Doch was ist wichtig für Frauen, um sich aktiv politisch einzubringen? Diese Frage habe die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) für den Bezirk Hessen-Süd der SPD mit einer gezielten Umfrage untersucht, wie Nadine Gersberg erläuterte. „Um Frauen für die Politik zu gewinnen ist es besonders wichtig diese direkt anzusprechen und zum Mitmachen einzuladen. Das hat im Kreis Limburg-Weilburg ganz offensichtlich besonders gut funktioniert.“, lobte die Frauenpolitische Sprecherin. Weiterhin schätzten es viele Frauen, wenn klargestellt werde, dass es in Ordnung sei, wenn man nicht an jeder Sitzung teilnehmen könne. „Wenn eine Frau aufgrund einer Familienphase oder bedingt durch ihren Beruf eingespannt ist, dann braucht es Verständnis für diese Situation. Angebote der digitalen Teilhabe an den politischen Debatten können dabei eine echte Unterstützung sein“, fasste Gersberg die Ergebnisse zusammen. Hilfreich sei es auch Weiterbildungsangebote für das politische Engagement zu organisieren, die Frauen immer sehr gerne annehmen würden. Nicht zu unterschätzen sei auch die Bedeutung einer langfristigen Planung von Terminen und einer wertschätzenden sowie auf Ausgleich bedachten Sitzungleitung, wie die Auswertung der Umfrage unter Frauen bei der AsF Hessen-Süd ergeben habe.
Wie wichtig Netzwerkarbeit gerade für Frauen sei, betonte Theda Ockenga, die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) im Kreis Limburg-Weilburg. Im Rahmen regelmäßiger Treffen, für deren Besuch man nicht zwingend Mitglied der SPD sein müsse, unterstütze die örtliche AsF Frauen beim Netzwerken und ihrer politischen Arbeit vor Ort. Man freue sich über neue politische Mitstreiterinnen und sei für interessierte Frauen jederzeit ansprechbar.
Eine Aufzeichnung der gesamten rund einstündigen Diskussion, bei der auch Sonja Hahn, Vorstandsmitglied und Stadtverordnete der SPD Limburg, ihre ganz persönlichen Eindrücke ihrer politischen Arbeit in der Domstadt schildert, kann über den Youtube-Kanal der SPD Limburg-Weilburg abgerufen und angeschaut werden. © Swen Bastian