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Deutschland muß Tunnel bauen!

Die von Bund und EU im Zuge von COVID-19 aufgelegten Konjunkturprogramme müssen dafür genutzt werden, dringend notwendige Infrastrukturprojekte zu realisieren – auch diejenigen, deren konkrete Planung und Umsetzung eigentlich erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen ist. Das fordert der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch.

„Ich denke da zum Beispiel an die so dringend notwendige Alternativtrasse für den Güterverkehr im Mittelrheintal. Ob als Westerwald-Taunus-Tunnel oder System mehrerer Tunnels zwischen Troisdorf und Mainz-Bischofsheim – wir sollten das Momentum nutzen, dieses bedeutsame Projekt voranzutreiben und zu beschleunigen! Die Menschen im Mittelrheintal brauchen dringend Entlastung“, so Willsch.

Erst kürzlich hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer betont: „Wir wollen mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene bringen. Und wir wollen die Wirtschaft in der Corona-Krise mit Investitionen unterstützen.“ Um aber in Zukunft die steigende Gütermenge auf der transeuropäischen Güterverkehrstrasse Rotterdam-Genua bewältigen zu können, wird die Alternativtrasse dringend benötigt. „Darüber hinaus wäre das ein schönes Signal an unsere Freunde aus der Schweiz, dass wir zu unserer Zusage stehen, die Zulaufstrecken zum 2016 eröffneten Gotthard-Basistunnel auszubauen und die Streckenkapazität von 175 auf 225 Züge pro Tag pro Richtung zu erhöhen. Davon würden freilich alle europäischen Staaten, durch die die Güterverkehrstrasse Rotterdam-Genua verläuft, profitieren“, erklärt der Abgeordnete weiter.

Eben wegen dieser europäischen Dimension des Projekts schlägt Willsch vor, den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) oder den neu ins Leben gerufenen Paneuropäischen Garantiefonds zu bemühen, um zusätzliche Mittel zu akquirieren. Diese Forderung hat er auch kürzlich beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hinterlegt.

Außenminister Heiko Maas hat anlässlich der Ratspräsidentschaft Deutschlands ab 1. Juli 2020 erklärt, dass Deutschland Brücken in Europa bauen müsse. „Auch Tunnel verbinden“, stellt Willsch fest, „also lasst uns ans Werk gehen!“

Darüber hinaus macht Willsch klar: „Die durch die Corona-Epidemie erhöhten Abstandsanforderungen im ÖPNV können im Mittelrheintal nur mit längeren Zügen und häufigeren Verbindungen realisiert werden. Dazu muss aber zunächst die Frequenz der Güterzüge sinken, da sie einer ÖPNV-Ausweitung im Wege stehen.“

© Klaus-Peter Willsch MdB