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Der Natur mehr Raum geben·Hinz zu Gast bei der Herbsttagung der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz

Der Natur mehr Raum geben · Umweltministerin Priska Hinz zu Gast bei der Herbsttagung der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz. Schutz der Natur und der Umwelt sind Kernaufgaben der Landesregierung.

„Die Natur und ihre biologische Vielfalt bietet die Lebensgrundlage für uns alle. In den zurückliegenden Jahrzehnten ist diese natürliche Vielfalt an Pflanzen und Tieren durch den Menschen bedauerlicherweise dezimiert worden. Deswegen hat die Hessische Landesregierung zahlreiche Maßnahmen und Projekte umgesetzt, die der Natur wieder mehr Raum gegeben haben – zum Beispiel dem Feldhamster, der Bechsteinfledermaus oder unberührten Wäldern“, sagte heute die Hessische Umweltministerin Priska Hinz bei der Herbsttagung der Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) in Heidenrod. „Der Naturschutz ist ein wichtiger Schwerpunkt meiner Arbeit. Ich habe dafür gesorgt, dass die Mittel für den Naturschutz um mehr als 50 Prozent erhöht wurden. Bis 2019 stehen über 68 Millionen Euro bereit“, erklärte Ministerin Hinz.

2014 wurde mit der FSC-Zertifizierung des Hessischen Staatswaldes begonnen, der Prozess wurde im Sommer 2018 erfolgreich abgeschlossen. Damit werden Hessens Wälder ökologischer, stabiler und klimaresistenter. Die Waldbewirtschaftung nach den FSC-Kriterien dient dem Boden-, Wasser-, und Pflanzenschutz und stärkt somit auch die biologische Vielfalt. Naturwälder schützen den Lebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Bis 2023 werden in Hessen 10 Prozent des Staatswaldes aus der regelhaften Bewirtschaftung herausgenommen.

Mit 120 Aktionen trägt die Hessische Biodiversitätsstrategie bis 2020 dazu bei, dass zum Beispiel Streuobstwiesen erhalten, bestäubenden Insekten geschützt und die Funktionalität von Auen verbessert werden. „Ein schöner Erfolg unserer Biodiversitätsstrategie ist das Bechsteinfledermaus-Projekt des Naturparks Rhein-Taunus. Dort hat sich die Zahl der nachgewiesenen Kolonien der Bechsteinfledermaus innerhalb von fünf Jahren verfünffacht“, freute sich Hinz.

Mit der von Ministerin Hinz ins Leben gerufenen Umweltlotterie GENAU standen seit der ersten Ziehung 2016 insgesamt 500.000 Euro für Natur- und Umweltprojekte bereit. Die Erlöse der Umweltlotterie fließen besonders in regionale Projekte des Naturschutzes. So hat die AG Feldhamsterschutz der HGON für das Projekt „Aufbau und Errichtung einer Feldhamsterstation in der Fasanerie Wiesbaden“ eine Zuwendung in Höhe von 9.000 Euro aus der Umweltlotterie erhalten.

Für den im Mai 2018 gestarteten 12 Punkte umfassenden Naturschutzschwerpunkt des Umweltministeriums stehen zusätzliche acht Millionen Euro für zielgerichtete Naturschutzmaßnahmen bereit. „Gestartet haben wir mit dem Sonderprogramm „Förderung der Leitarten der Feldflur“. Hiermit wollen wir dem gravierenden Rückgang von Arten wie Feldhamster, Rebhuhn und der Lerche auf Feldern und Fluren entgegenwirken. Die HGON spielt dabei eine Schlüsselrolle. Sie steuert wichtige Initiativen bei und vor allem auch viele Informationen, die sie durch Beobachtung und Kartierung der Arten gewinnen“, sagte die Umweltministerin.

„Klar ist, alle Maßnahmen der Landesregierung sind wichtig, aber wir brauchen auch das ehrenamtliche Engagement. Sie engagieren sich mit viel Herzblut seit Jahren – teilweise sogar seit Jahrzehnten – für den Naturschutz Deswegen möchte ich mich herzlich bei Ihnen allen bedanken“, sagte Priska Hinz abschließend.

© Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz