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Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar: Robuster Arbeitsmarkt zum Jahreswechsel

. Arbeitslosenquote steigt im Dezember um 0,1 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent . Zum Vorjahresvergleich gab es im Agenturbezirk 584 Arbeitslose weniger . LDK: 54 Arbeitslose weniger als im Vormonat, 548 weniger als vor einem Jahr . LM-WEL: 182 Arbeitslose mehr als im November, 36 weniger als im Vorjahr . 2018: Unternehmen erteilten im abgelaufenen Jahr 12.086 Vermittlungsaufträge . Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar zieht positive Bilanz für 2018 und gibt positiven Ausblick

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im Dezember 2018 insgesamt 10.284 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 4,5 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im November lag die Zahl der Arbeitslosen bei 10.156, die Arbeitslosenquote betrug 4,4 Prozent. Vor einem Jahr waren 10.868 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung - die Quote lag seinerzeit bei 4,7 Prozent. Von den insgesamt 10.284 arbeitslosen Personen waren 3.233 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 2.334 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 4.717 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

"Der heimische Arbeitsmarkt hat sich auch im Dezember außerordentlich robust gezeigt. Neben den stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat in diesem Monat auch die Witterung noch einigermaßen mitgespielt, so dass im Bauhaupt- und Nebengewerbe sowie in anderen witterungsabhängigen Branchen durchaus noch gearbeitet werden konnte", stellte der stellvertretende Leiter der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar, Michael Beck, bei Bekanntgabe der Arbeitsmarktzahlen für den Dezember fest. Betrachte man rückblickend die Ausgangslage zu Beginn des Jahres 2018, habe sich der Arbeitsmarkt deutlich besser entwickelt, als viele dies angesichts der politischen und weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen prognostiziert hätten, so Beck weiter. So habe die Gesamtzahl der Arbeitslosen um 584 Personen, bzw. 5,4 Prozent abgenommen. Erfreulicherweise sei die Arbeitslosigkeit insbesondere bei den Jugendlichen (-12,3 Prozent) und bei den über 50-jährigen Arbeitslosen (-5,8 Prozent) überproportional zurückgegangen. Motor der positiven Entwicklung sei vor allem die weiterhin kräftige Personalnachfrage der heimischen Unternehmen gewesen. Zwar seien die Vermittlungsaufträge um 3,2 Prozent hinter dem Rekordjahr 2017 zurückgeblieben, dennoch hätten die Betriebe und Verwaltungen im letzten Jahr 12.086 Vermittlungsaufträge erteilt - dies sei mit Abstand der zweithöchste Wert seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen. Auch für 2019 geht der Geschäftsführer von stabilen Arbeitsmarktverhältnissen rund um Limburg, Wetzlar und Dillenburg aus. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) habe für die Region in einer mittleren Projektion einen weiteren Anstieg der Beschäftigung um 2,1 Prozent prognostiziert. Dies bedeute einen Beschäftigungszuwachs von 3.100 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen. In der gleichen Studie veröffentliche die "Denkfabrik" der Bundesagentur für Arbeit für den Agenturbezirk Limburg-Wetzlar einen wahrscheinlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit von weiteren 7,4 Prozent oder 800 Arbeitslosen.

Kreis Limburg-Weilburg:

Die Arbeitslosenquote lag im Dezember im Kreis Limburg-Weilburg bei 4,1 Prozent und somit um 0,2 Prozentpunkte höher als im Vormonat. Im Dezember 2017 betrug die Quote 4,2 Prozent. In absoluten Zahlen: 3.788 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 1182 mehr als im November (+5,0 Prozent) und 36 weniger als vor einem Jahr (-0,9 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2018 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 4,2 Prozent. 3.865 Personen waren 2018 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 38,4 Prozent (1.454 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 144 Personen (+11,0 Prozent) gestiegen und im Vergleich zum Vorjahr um 11 Arbeitslose (-0,8 Prozent) gesunken. 61,6 Prozent (2.334 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im Dezember beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Anstieg um 38 Arbeitslose (+1,7 Prozent). Gegenüber Dezember 2017 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 1,1 Prozent (25 Personen) reduziert. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2018 waren bei der Arbeitsagentur 1.467 Arbeitslose und beim Jobcenter 2.398 Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der arbeitslosen Männer hat sich im letzten Monat um 138 Betroffene (+6,9 Prozent) auf 2.150 Arbeitslose erhöht. Bei den Frauen stieg die Arbeitslosenzahl im gleichen Zeitraum um 44 Personen auf 1.638 Betroffene (+2,8 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 19 Arbeitslose (-0,9 Prozent), bei den Frauen um 17 Arbeitslose (-1,0 Prozent) ab. 2018 waren jahresdurchschnittlich 2.186 Männer und 1.680 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Dezember um 4,3 Prozent oder 14 Arbeitslose angestiegen. Aktuell sind 339 Arbeitslose jünger als 25 Jahre - 5 weniger, als vor einem Jahr (-1,5 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2018 waren 363 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) hat sich die Zahl im aktuellen Monat um 36 Betroffene (+3,1 Prozent) auf 1.182 Arbeitslose erhöht. Sie liegt damit um eine Person oder 0,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2018 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.197 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Dezember im Kreis Limburg-Weilburg bei 318 Personen und damit um 13 Personen oder 4,3 Prozent über dem November-Wert. Gegenüber Dezember 2017 war ein Rückgang um 24 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (-7,0 Prozent). Im Jahr 2018 waren jahresdurchschnittlich 310 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Landkreis 1.186 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 111 arbeitslose Ausländer mehr als im November (+10,3 Prozent) und 88 mehr (+8,0 Prozent) als vor Jahresfrist. Im Durchschnitt des Jahres 2018/ waren 1.161 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im Dezember 2018 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 390 Vermittlungsaufträge. Dies waren 18 Stellen mehr als im Dezember letzten Jahres (+4,8 Prozent). 2018 wurden insgesamt 5.483 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

Lahn-Dill-Kreis:

Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im Dezember bei 4,7 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert vom November. Im Dezember 2017 betrug die Quote 5,1 Prozent. In absoluten Zahlen: 6.496 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 54 weniger als im November (-0,8 Prozent) und 548 weniger als vor einem Jahr (-7,8 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2018 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 5,1 Prozent. 6.975 Personen waren 2018 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 27,4 Prozent (1.779 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 2 Personen (+0,1 Prozent) gestiegen und im Vergleich zum Vorjahr um 148 Arbeitslose (-7,7 Prozent) gesunken. 72,6 Prozent (4.717 Personen) aller Arbeitslosen waren im Dezember beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang von 56 Arbeitslosen (-1,2 Prozent). Gegenüber Dezember 2017 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 400 Personen reduziert (-7,8 Prozent). Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2018 waren bei der Arbeitsagentur 1.908 Arbeitslose und beim Jobcenter 5.068 Arbeitslose gemeldet.

Die Anzahl arbeitsloser Männer stieg im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 19 auf 3.557 Arbeitslose (+0,5 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen reduzierte sich im gleichen Zeitraum um 73 Personen auf 2.939 Betroffene (-2,4 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 320 Arbeitslose (-8,3 Prozent) ab, bei den Frauen sank sie um 228 Arbeitslose (-7,2 Prozent). 2018 waren jahresdurchschnittlich 3.774 Männer und 3.201 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat um 17 Personen oder 3,0 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Dezember 2017 hat sie sich um 120 Personen (-17,9 Prozent) reduziert. Aktuell sind 550 Jugendliche unter 25 Jahren als Arbeitslose gemeldet. Im Durchschnitt des Jahres 2018 waren 678 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.204 Personen und nahm damit im Vergleich zum Vormonat um 12 Personen (-0,5 Prozent) ab. Gegenüber Dezember letzten Jahres ist bei diesem Personenkreis ein Rückgang um 209 ältere Arbeitslosen (-8,7 Prozent) festzustellen. Im Jahresdurchschnitt 2018 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.343 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Dezember im Lahn-Dill-Kreis bei 682 Personen und damit um 18 Betroffene oder 2,7 Prozent über dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum Dezember 2017 war ein Rückgang von 32 arbeitslosen Schwerbehinderten zu verzeichnen (-4,5 Prozent). Im Jahr 2018 waren jahresdurchschnittlich 714 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 2.229 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 15 arbeitslose Ausländer weniger als im November (-0,7 Prozent) sowie 11 mehr (+0,5 Prozent) als im Dezember 2017. Im Durchschnitt des Jahres 2018 waren 2.293 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Der Zugang gemeldeter Arbeitsstellen lag in diesem Monat deutlich unter dem Vorjahresniveau. 435 Vermittlungsaufträge bedeuten ein Minus von 169 Stellen oder 28,0 Prozent gegenüber Dezember 2017. 2018 wurden insgesamt 6.603 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet. © Agentur für ARbeit LImburg-Wetzlar