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Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar: Pandemie hinterlässt Spuren

• Arbeitslosenquote sinkt im März im Gesamtbezirk um 0,3 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent • LDK: 344 Arbeitslose weniger als im Vormonat, 891 mehr als vor einem Jahr • LM-WEL: 282 Arbeitslose weniger als im Februar, 794 mehr als im Vorjahr • Anteil der Langzeitarbeitslosen steigt • LDK: 37 Betriebe zeigten im März für 239 Arbeitnehmer Kurzarbeit an • LM-WEL: 37 Betriebe zeigten im März für 428 Arbeitnehmer Kurzarbeit an • Im LDK arbeiteten im Oktober 2020 insgesamt 7812 Arbeitnehmer in 766 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 8,2 Prozent) • In LM-WEL arbeiteten zur gleichen Zeit 2.648 Arbeitnehmer in 438 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 5,4 Prozent)

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im März 2021 insgesamt 12.334 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 5,3 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im Februar lag die Zahl der Arbeitslosen bei 12.960, die Arbeitslosenquote betrug 5,6 Prozent. Vor einem Jahr waren 10.649 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung - die Quote betrug seinerzeit bei 4,6 Prozent. Von den insgesamt 12.334 arbeitslosen Personen waren 5.061 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 2.544 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 4.729 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

„Covid-19 nimmt nun schon ein Jahr Einfluss auf das Arbeitsmarktgeschehen. Auch wenn die Pandemie Spuren hinterlassen hat, zeigt sich der Arbeitsmarkt insgesamt ausgesprochen robust“, berichtete die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar, Angelika Berbuir, bei Vorlage der Arbeitsmarktzahlen für den abgelaufenen Monat. Nachdem die Arbeitslosigkeit in den ersten drei Monaten der Corona-Krise deutlich angestiegen sei, sei sie seitdem -auf entsprechend hohem Niveau- vor allem saisonalen Entwicklungen gefolgt und habe dabei tendenziell sogar leicht abgenommen. Allerdings ändere sich vor dem Hintergrund der Pandemie die Struktur der Arbeitslosigkeit. „Dankenswerter Weise halten die Unternehmen mit Hilfe der Kurzarbeit ihre Mitarbeiter in den Betrieben, was sich positiv auf den Arbeitsmarkt auswirkt. Andererseits stellen sie aber wenig Personal ein. Mit anderen Worten: Das Risiko arbeitslos zu werden, ist derzeit vergleichsweise gering. Das Risiko arbeitslos zu bleiben, ist aktuell jedoch signifikant höher, als vor Covid-19“, gibt die Agenturchefin zu bedenken. Daraus folge, dass der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen stetig steige. In Zahlen bedeute dies: Waren unmittelbar vor der Pandemie 29,5 Prozent (3.299 Personen) aller Arbeitslosen im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar länger als ein Jahr arbeitslos, stieg ihr Anteil im letzten Monat auf 35,9 Prozent (4.431 Personen). Im Lahn-Dill-Kreis liege die Quote der Langzeitarbeitslosen sogar bei 40,5 Prozent.

Sorgen bereitet Berbuir auch die Situation auf dem Ausbildungsmarkt. Betrachte man die Gesamtzahlen im Bezirk, bewege sich die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen auf Vorjahresniveau. Allerdings sei die Zahl der Lehrstellenbewerber um 11 Prozent zurückgegangen, im Geschäftsstellenbezirk Dillenburg gar um 38,4 Prozent eingebrochen. Auch die Vermittlungsprozesse seien erheblichen Widrigkeiten ausgesetzt. „Durch Lockdowns, Kontaktbeschränkungen und die Ausweitung der Home-Office-Beschäftigungen finden kaum noch Praktika in den Betrieben statt“, erläuterte Berbuir weiter. Diese seien aber sowohl für die Bewerberauswahl der Arbeitgeber, als auch für die berufliche Orientierung und Entscheidungsfindung der Jugendlichen von zentraler Bedeutung. Die Agenturchefin appelliert an die Personalentscheider und Bewerber, bei den Bewerbungsverfahren Mut zu haben, einen Ausbildungsvertrag einzugehen, auch wenn nicht alle Zweifel ausgeräumt werden können. „Die Arbeitsagenturen haben einen umfangreichen ‚Instrumentenkasten‘, mit dem sie fachliche oder personenbezogene Defizite ausgleichen können.“


Kreis Limburg-Weilburg:

Die Arbeitslosenquote lag im März im Kreis Limburg-Weilburg bei 5,0 Prozent und somit um 0,4 Prozentpunkte niedriger, als im Vormonat. Im März 2020 betrug die Quote 4,2 Prozent. In absoluten Zahlen: 4.728 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 282 weniger als im Februar (-5,6 Prozent) und 794 mehr als vor einem Jahr (+20,2 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2020 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 4,8 Prozent. 4.459 Personen waren 2020 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 46,2 Prozent (2.184 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 261 Personen (-10,7 Prozent) zurückgegangen und im Vergleich zum Vorjahr um 438 Arbeitslose (+25,1 Prozent) gestiegen. 53,8 Prozent (2.544 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im März beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 21 Arbeitslose (-0,8 Prozent). Gegenüber März 2020 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 16,3 Prozent (356 Personen) erhöht. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ‚Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig.Im Schnitt des Jahres 2020 waren bei der Arbeitsagentur 2.082 Arbeitslose und beim Jobcenter 2.376 Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der arbeitslosen Männer hat sich im letzten Monat um 222 Betroffene (-7,4 Prozent) auf 2.764 Arbeitslose reduziert. Bei den Frauen sank die Arbeitslosenzahl im gleichen Zeitraum um 60 Personen auf 1.964 Erwerbslose (-3,0 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 464 Arbeitslose (+20,2 Prozent), bei den Frauen um 330 Arbeitslose (ebenfalls +20,2 Prozent) ab. 2020 waren jahresdurchschnittlich 2.552 Männer und 1.907 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im März um 9,0 Prozent oder 46 Arbeitslose zurückgegangen. Aktuell sind 464 Arbeitslose jünger als 25 Jahre: 84 mehr, als vor einem Jahr (+22,1 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 463 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) hat sich die Zahl im aktuellen Monat um 74 Betroffene (-4,7 Prozent) auf 1.502 Arbeitslose reduziert. Sie liegt damit um 297 Personen oder 24,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.356 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Kreis Limburg-Weilburg im März bei 354 Personen. Damit waren 6 arbeitslose Schwerbehinderte weniger zu verzeichnen, als im Vormonat (-1,7 Prozent). Gegenüber März 2020 war ein Anstieg um 53 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (+17,6 Prozent). Im Jahr 2020 waren jahresdurchschnittlich 323 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Aktuell weist die Statistik 1.352 Langzeitarbeitslose aus, 25 mehr als im Vormonat (+1,9 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 383 Personen oder 39,5 Prozent gestiegen. Im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) sind aktuell 233 Langzeitarbeitslose gemeldet. Hier nahm die Langzeitarbeitslosigkeit im letzten Monat um 11 Arbeitslose ab (-4,5 Prozent). Gegenüber März 2020 ist ein Anstieg um 97 Personen (+71,3 Prozent) zu verzeichnen. Das Jobcenter (Rechtskreis SGB II) meldet derzeit 1.119 Langzeitarbeitslose und damit 36 mehr als vor einem Monat (+3,3 Prozent), bzw. 286 mehr als vor einem Jahr (+34,3 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2020 waren 1.087 Personen langzeitarbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Landkreis 1.596 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 169 arbeitslose Ausländer weniger als im Februar (-9,6 Prozent) sowie 281 (+21,4 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 1.450 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im März 2021 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 354 Vermittlungsaufträge. Dies waren 75 Stellen mehr als im März letzten Jahres (+26,9 Prozent). 2020 wurden insgesamt 3.369 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet, 1.849 oder 35,4 Prozent weniger, als im Jahr zuvor.

Kurzarbeit:
Im März 2021 gingen nach vorläufigen Erhebungen bei der Arbeitsagentur Kurzarbeitsanzeigen von 37 Betrieben aus dem Landkreis Limburg-Weilburg für 428 Arbeitnehmer ein. Somit liegt die Gesamtzahl der Anzeigen seit Beginn der Corona-Krise im Landkreis bei 2.537, die Zahl der angezeigten Arbeitnehmer bei 25.359. Da bei einer Unterbrechung der Kurzarbeit von drei Monaten eine erneute Anzeige erforderlich ist, ist nicht auszuschließen, dass für einige Betriebe und Arbeitnehmer inzwischen mehrere Kurzarbeitsanzeigen vorliegen. Aktuell gibt es für den Oktober 2020 eine Hochrechnung zur realisierten Kurzarbeit auf Kreisebene. Demnach arbeiteten im Landkreis Limburg-Weilburg im genannten Monat 2.648 Arbeitnehmer in 438 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 4,7 Prozent). Das waren 402 Kurzarbeiter weniger, als im Monat zuvor (-13,2 Prozent). Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe ging binnen Monatsfrist um 13 zurück (-2,9 Prozent) zurück. Für den Agenturbezirk Limburg-Wetzlar liegt zudem die Hochrechnung für den November vor, nach der seinerzeit 10.930 Arbeitnehmer in 1.449 Betrieben tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren. Dies entsprach 7,2 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 13,1 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe. Demnach haben im November 244 Betriebe mehr kurzgearbeitet, als noch im Oktober. Die Zahl der Kurzarbeiter stieg im gleichen Zeitraum um 469 Arbeitnehmer oder 4,5 Prozent.

Ausbildungsmarkt:
Von Oktober 2020 bis März 2021 meldeten sich im Landkreis Limburg-Weilburg 1.180 Ausbildungssuchende. Dies waren 46 oder 3,8 Prozent weniger, als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Demgegenüber erteilten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 914 Vermittlungsaufträge. Dies sind 23 Ausbildungsstellen bzw. 2,6 Prozent mehr, als vor einem Jahr. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 0,77 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 0,73 Stellen.


Lahn-Dill-Kreis:

Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im Februar bei 5,5 Prozent und somit um 0,2 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat. Im März 2020 betrug die Quote 4,8 Prozent. In absoluten Zahlen: 7.606 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 344 weniger als im Februar (-4,3 Prozent) und 891 mehr als vor einem Jahr (+13,3 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2020 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 5,5 Prozent. 7.734 Personen waren 2020 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 37,8 Prozent (2.877 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 366 Personen (-11,3 Prozent) zurückgegangen und im Vergleich zum Vorjahr um 375 Arbeitslose (+15,0 Prozent) gestiegen. 62,2 Prozent (4.729 Personen) aller Arbeitslosen waren im März beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Anstieg um 22 Arbeitslose (+0,5 Prozent). Gegenüber März 2020 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 516 Personen erhöht (+12,2 Prozent). Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ‚Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2020 waren bei der Arbeitsagentur 3.075 Arbeitslose und beim Jobcenter 4.659 Arbeitslose gemeldet.

Die Anzahl arbeitsloser Männer sank im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 283 auf 4.336 Arbeitslose (-6,1 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen verminderte sich im gleichen Zeitraum um 61 auf 3.270 Betroffene (-1,8 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 457 Arbeitslose (+11,8 Prozent) zu, bei den Frauen stieg sie um 434 Arbeitslose (+15,3 Prozent) an. 2020 waren jahresdurchschnittlich 4.437 Männer und 3.666 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat um 48 Personen oder 6,4 Prozent gesunken. Im Vergleich zum März 2020 hat sie sich um 61 Personen (+9,5 Prozent) erhöht. Aktuell sind 706 Jugendliche unter 25 Jahren als Arbeitslose gemeldet. Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 782 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.567 Personen und nahm damit im Vergleich zum Vormonat um 93 Personen (-3,5 Prozent) ab. Gegenüber März letzten Jahres ist bei diesem Personenkreis ein Anstieg um 320 ältere Arbeitslosen (+14,2 Prozent) festzustellen. Im Jahresdurchschnitt 2020 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.489 ältere Arbeitslose gemeldet.

Aktuell weist die Statistik 3.079 Langzeitarbeitslose aus, 72 mehr als im Vormonat (+2,4 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 758 Personen oder 32,7 Prozent gestiegen. Im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) sind aktuell 371 Langzeitarbeitslose gemeldet. Hier nahm die Langzeitarbeitslosigkeit im letzten Monat um 45 Arbeitslose ab (-10,8 Prozent). Gegenüber März 2020 ist ein Anstieg um 148 Personen (+66,4 Prozent) zu verzeichnen. Das Jobcenter (Rechtskreis SGB II) meldet derzeit 2.708 Langzeitarbeitslose und damit 117 mehr als vor einem Monat (+4,5 Prozent), bzw. 610 mehr als vor einem Jahr (+29,1 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2020 waren 2.554 Personen langzeitarbeitslos gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im März im Lahn-Dill-Kreis bei 751 Personen und damit um 2 Betroffene oder 0,3 Prozent unter dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum März 2020 war ein Anstieg von 103 arbeitslosen Schwerbehinderten zu verzeichnen (+15,9 Prozent). Im Jahr 2020 waren jahresdurchschnittlich 708 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 2.529 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 93 arbeitslose Ausländer weniger als im Februar (-3,5 Prozent) sowie 303 mehr als im März letzten Jahres (+13,6 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2020 waren 2.517 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im März 2021 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen 330 Vermittlungsaufträge. Dies waren 73 Stellen weniger als im März letzten Jahres (-18,1 Prozent). 2020 wurden insgesamt 3.779 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet, 1.826 oder 32,6 Prozent weniger, als im Jahr zuvor.

Kurzarbeit:
Im März 2021 gingen nach vorläufigen Erhebungen bei der Arbeitsagentur Kurzarbeitsanzeigen von 37 Betrieben aus dem Lahn-Dill-Kreis für 239 Arbeitnehmer ein Somit liegt die Gesamtzahl der Anzeigen seit Beginn der Corona-Krise im Landkreis bei 3.471, die Zahl der angezeigten Arbeitnehmer bei 47.099. Da bei einer Unterbrechung der Kurzarbeit von drei Monaten eine erneute Anzeige erforderlich ist, ist nicht auszuschließen, dass für einige Betriebe und Arbeitnehmer inzwischen mehrere Kurzarbeitsanzeigen vorliegen. Erstmals gibt es für den Oktober 2020 eine Hochrechnung zur realisierten Kurzarbeit auf Kreisebene. Demnach arbeiteten im Lahn-Dill-Kreis im genannten Monat 7.812 Arbeitnehmer in 766 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 8,2 Prozent). Das waren 3.058 Kurzarbeiter weniger, als im Monat zuvor (-28,1 Prozent). Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe ging binnen Monatsfrist um 56 zurück (-6,8 Prozent). Für den Agenturbezirk Limburg-Wetzlar liegt zudem die Hochrechnung für den November vor, nach der seinerzeit 10.930 Arbeitnehmer in 1.449 Betrieben tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren. Dies entsprach 7,2 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 13,1 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe. Demnach haben im November 244 Betriebe mehr kurzgearbeitet, als noch im Oktober. Die Zahl der Kurzarbeiter stieg im gleichen Zeitraum um 469 Arbeitnehmer oder 4,5 Prozent.

Ausbildungsmarkt:
Von Oktober 2020 bis März 2021 meldeten sich im Lahn-Dill-Kreis 997 Ausbildungssuchende. Dies waren 223 oder 18,3 Prozent weniger, als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Demgegenüber erteilten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.378 Vermittlungsaufträge. Dies sind 50 Ausbildungsstellen bzw. 3,5 Prozent weniger, als vor einem Jahr. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 1,38 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 1,17 Stellen. © Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar