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Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar: Kurzarbeit stabilisiert Arbeitsmarkt

. Arbeitslosenquote geht im Oktober 2020 um 0,1 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent zurück . Im Vorjahresvergleich gab es im Agenturbezirk 2.425 Arbeitslose mehr . LDK: 171 Arbeitslose weniger als im Vormonat, 1.563 mehr als vor einem Jahr . LM-WEL: 144 Arbeitslose weniger als im September, 862 mehr als im Vorjahr . LDK: 2.710 Betriebe (43,2%) zeigten seit März für 41.450 Personen (42,4%) KUG an . LM-WEL: 1.937 Betriebe (40,9%) zeigten seit März für 19.939 Personen (36,5%) KUG an . Die tatsächliche Kurzarbeiterquote betrug im Mai im LDK 18,6 Prozent - in LM-WEL 13,4 Prozent . Im Juni befanden sich laut einer Hochrechnung im Gesamtbezirk 500 Betriebe weniger in Kurzarbeit, als im Mai. Die Zahl der Kurzarbeiter sank im gleichen Zeitraum um 3.184 Arbeitnehmer . LDK: Beschäftigung geht im ersten Quartal 2020 erstmals seit 2009 wieder zurück: -0,2 Prozent (Hessenschnitt +1,1 Prozent) . LM-WEL: Beschäftigung steigt im ersten Quartal 2020 um 1,9 Prozent (Hessenschnitt +1,1 Prozent)

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im Oktober 2020 insgesamt 12.261 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 5,3 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im September lag die Zahl der Arbeitslosen bei 12.576, die Arbeitslosenquote betrug 5,4 Prozent. Vor einem Jahr waren 9.836 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung - die Quote lag seinerzeit bei 4,2 Prozent. Von den insgesamt 12.261 arbeitslosen Personen waren 5.223 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 2.282 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 4.756 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

"Die Zahl der Arbeitslosen ist, wie saisonal üblich, von September auf Oktober zurückgegangen. Der Rückgang fällt sogar etwas höher aus als in den Vorjahren", berichtete die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar, Angelika Berbuir, bei Vorlage der Arbeitsmarktzahlen für den abgelaufenen Monat. Die Arbeitslosigkeit sei in beiden Rechtskreisen gesunken. Der Rückgang bei den unter 25-Jährigen falle deutlicher aus als in den Jahren zuvor. Verantwortlich für das alljährliche Abschmelzen der Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen im Oktober sei primär der Beginn des Wintersemesters an Universitäten und Fachhochschulen sowie der Ausbildungsstart in den Pflegeberufen. Ebenfalls positiv bewertete Berbuir, dass in diesem Oktober weniger Arbeitslose zugegangen seien als in den Vorjahren. Die Abgänge bewegten sich leicht unter dem Niveau der Vorjahre. Allerdings liege die Zahl derjenigen, die sich wegen einer Arbeitsaufnahme aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet haben, ebenfalls über den Werten der vergangenen Jahre. Mehr Abgänge in Erwerbstätigkeit habe es insbesondere in den Berufssegmenten "Verkehr und Logistik" sowie in den Fertigungsberufen gegeben.

"Nach wie vor verleiht die Kurzarbeit dem Arbeitsmarkt Stabilität", konstatierte die Agenturchefin. Für den Agenturbezirk liege eine erste Hochrechnung für den Juni vor, nach der seinerzeit 22.761 Arbeitnehmer in 2.049 Betrieben tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren. Dies entsprach 15,1 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 18,5 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe. Demnach haben im Juni 500 Betriebe weniger kurzgearbeitet, als noch im Mai. Die Zahl der Kurzarbeiter sank im gleichen Zeitraum um 3.184 Arbeitnehmer.

Mit Blick auf die Beschäftigtenzahlen im ersten Quartal dieses Jahres berichtete Berbuir von unterschiedlichen Entwicklungen in beiden Landkreisen. Während die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer im Lahn-Dill-Kreis erstmals seit elf Jahren im Vorjahresvergleich zurückgegangen sei (-0,2 Prozent), weise Limburg-Weilburg einen Anstieg um 1,9 Prozent aus (Hessenschnitt 1,1 Prozent). Prozentual habe die Beschäftigung insbesondere in der Arbeitnehmerüberlassung abgenommen. Hier seien im März in Limburg-Weilburg zehn Prozent und im Lahn-Dill-Kreis ein Viertel weniger Menschen beschäftigt gewesen, als ein Jahr zuvor.


Kreis Limburg-Weilburg:

Die Arbeitslosenquote lag im Oktober im Kreis Limburg-Weilburg bei 4,6 Prozent und somit um 0,1 Prozentpunkte niedriger, als im Vormonat. Im Oktober 2019 betrug die Quote 3,7 Prozent. In absoluten Zahlen: 4.283 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 144 weniger als im September (-3,3 Prozent) und 862 mehr als vor einem Jahr (+25,2 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2019 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 4,0 Prozent. 3.735 Personen waren 2019 durchschnittlich arbeitslos gemeldet. Im aktuellen Monat wurden 46,7 Prozent (2.001 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 98 Personen (-4,7 Prozent) zurückgegangen und im Vergleich zum Vorjahr um 627 Arbeitslose (+45,6 Prozent) gestiegen. 53,3 Prozent (2.282 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im Oktober beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 46 Arbeitslose (-2,0 Prozent). Gegenüber Oktober 2019 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 11,5 Prozent (235 Personen) erhöht. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2019 waren bei der Arbeitsagentur 1.526 Arbeitslose und beim Jobcenter 2.209 Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der arbeitslosen Männer hat sich im letzten Monat um 134 Betroffene (-5,4 Prozent) auf 2.350 Arbeitslose reduziert. Bei den Frauen sank die Arbeitslosenzahl im gleichen Zeitraum um 10 Personen auf 1.933 Betroffene (-0,5 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 500 Arbeitslose (+27,0 Prozent), bei den Frauen um 362 Arbeitslose (+23,0 Prozent) zu. 2019 waren jahresdurchschnittlich 2.113 Männer und 1.622 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Oktober um 9,8 Prozent oder 46 Arbeitslose gesunken. Aktuell sind 422 Arbeitslose jünger als 25 Jahre: 105 mehr, als vor einem Jahr (+33,1 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2019 waren 364 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) hat sich die Zahl im aktuellen Monat um 13 Betroffene (-0,9 Prozent) auf 1.373 Arbeitslose reduziert. Sie liegt damit um 296 Personen oder 27,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2019 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.152 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Oktober im Kreis Limburg-Weilburg bei 334 Personen und damit um 2 Personen oder 0,6 Prozent unter dem September-Wert. Gegenüber Oktober 2019 war ein Anstieg um 58 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (+21,0 Prozent). Im Jahr 2019 waren jahresdurchschnittlich 299 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Landkreis 1.329 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 54 arbeitslose Ausländer weniger als im September (-3,9 Prozent) sowie 268 (+25,3 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Im Durchschnitt des Jahres 2019 waren 1.182 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im Oktober 2020 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 242 Vermittlungsaufträge. Dies waren 239 Stellen weniger als im Oktober letzten Jahres (-49,7 Prozent). 2019 wurden insgesamt 5.218 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

Kurzarbeit:
Im Oktober 2020 gingen nach vorläufigen Erhebungen bei der Arbeitsagentur Kurzarbeitsanzeigen von 16 Betrieben aus dem Landkreis Limburg-Weilburg für 87 Arbeitnehmer ein. Somit liegt die Gesamtzahl der Anzeigen seit Beginn der Corona-Krise im Landkreis bei 1.937, die Zahl der angezeigten Arbeitnehmer bei 19.939. Damit haben seit Beginn der Corona-Pandemie 40,9 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe Kurzarbeit für 36,5 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze angezeigt. Aktuell gibt es für den Mai 2020 eine Hochrechnung zur realisierten Kurzarbeit auf Kreisebene. Demnach arbeiteten im Landkreis Limburg-Weilburg im genannten Monat 7.492 Arbeitnehmer in 1.053 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 13,4 Prozent). Das waren 430 Kurzarbeiter weniger, als im Monat zuvor (-5,4 Prozent). Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe ging binnen Monatsfrist um 179 zurück (-14,5 Prozent). Für den Agenturbezirk Limburg-Wetzlar liegt zudem die Hochrechnung für den Juni vor, nach der seinerzeit 22.761 Arbeitnehmer in 2.049 Betrieben tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren. Dies entsprach 15,1 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 18,5 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe. Demnach haben im Juni 500 Betriebe weniger kurzgearbeitet, als noch im Mai. Die Zahl der Kurzarbeiter sank im gleichen Zeitraum um 3.184 Arbeitnehmer.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung:
Aktuell liegen die Daten des ersten Quartals 2020 vor. Zum 31. März 2020 gab es im Kreis Limburg-Weilburg 54.659 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte am Arbeitsort. Dies waren 1.043 mehr als im ersten Quartal 2019. Der Veränderungswert lag bei +1,9 Prozent. Hessenweit nahm die Beschäftigung im gleichen Zeitraum um 1,1 Prozent zu. Die höchsten Arbeitsplatzzuwächse kann der Handel verzeichnen. 292 zusätzliche Arbeitsplätze bedeuten im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Anstieg von 3,1 Prozent der Beschäftigten dieser Branche. Weitere deutliche Beschäftigungsgewinne verbuchten vor allem Heime und Sozialwesen (208 / +5,7 Prozent) sowie die Herstellung von überwiegend häuslich konsumierten Gütern (157 / +6,7 Prozent). Arbeitsplatzverluste weisen hingegen folgende Wirtschaftszweige aus: Metall-, Elektro- und Stahlindustrie (-188 / -3,3 Prozent), die Arbeitnehmerüberlassung (-122 / -10,7 Prozent) sowie das Gastgewerbe (-51 / -3,5 Prozent).


Lahn-Dill-Kreis:

Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im Oktober bei 5,7 Prozent und somit um 0,1 Prozentpunkte niedriger, als im Vormonat. Im Oktober 2019 betrug die Quote 4,6 Prozent. In absoluten Zahlen: 7.978 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 171 weniger als im September (-2,1 Prozent) und 1.563 mehr als vor einem Jahr (+24,4 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2019 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 4,8 Prozent. 6.640 Personen waren 2019 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 40,4 Prozent (3.222 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 98 Personen (-3,0 Prozent) zurückgegangen und im Vergleich zum Vorjahr um 1.200 Arbeitslose (+59,3 Prozent) gestiegen. 59,6 Prozent (4.756 Personen) aller Arbeitslosen waren im Oktober beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 73 Arbeitslose (-1,5 Prozent). Gegenüber Oktober 2019 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 363 Personen erhöht (+8,3 Prozent). Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Im Schnitt des Jahres 2019 waren bei der Arbeitsagentur 2.073 Arbeitslose und beim Jobcenter 4.567 Arbeitslose gemeldet.

Die Anzahl arbeitsloser Männer sank im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 95 auf 4.565 Arbeitslose (-2,0 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen reduzierte sich im gleichen Zeitraum um 76 auf 3.413 Betroffene (-2,2 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 1.045 Arbeitslose (+29,7 Prozent) zu, bei den Frauen stieg sie um 518 Arbeitslose (+17,9 Prozent) an. 2019 waren jahresdurchschnittlich 3.666 Männer und 2.974 Frauen arbeitslos gemeldet.


Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat um 131 Personen oder 14,6 Prozent zurückgegangen. Im Vergleich zum Oktober 2019 hat sie sich um 194 Personen (+33,7 Prozent) erhöht. Aktuell sind 769 Jugendliche unter 25 Jahren als Arbeitslose gemeldet. Im Durchschnitt des Jahres 2019 waren 620 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.579 Personen und nahm damit im Vergleich zum Vormonat um 19 Personen (-0,7 Prozent) zu. Gegenüber Oktober letzten Jahres ist bei diesem Personenkreis ein Anstieg um 417 ältere Arbeitslosen (+19,3 Prozent) festzustellen. Im Jahresdurchschnitt 2019 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.214 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Oktober im Lahn-Dill-Kreis bei 750 Personen und damit um 33 Betroffene oder 4,6 Prozent über dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum Oktober 2019 war ein Anstieg von 58 arbeitslosen Schwerbehinderten zu verzeichnen (+8,4 Prozent). Im Jahr 2019 waren jahresdurchschnittlich 686 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 2.594 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 16 arbeitslose Ausländer weniger als im September (-0,6 Prozent) sowie 494 mehr als im Oktober letzten Jahres (+23,5 Prozent). Im Durchschnitt des Jahres 2019 waren 2.209 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Der Zugang gemeldeter Arbeitsstellen lag in diesem Monat abermals unter dem Vorjahresniveau. 334 Vermittlungsaufträge bedeuten ein Minus von 98 Stellen oder 22,7 Prozent gegenüber Oktober 2019. 2019 wurden insgesamt 5.605 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

Kurzarbeit:
Im Oktober 2020 gingen nach vorläufigen Erhebungen bei der Arbeitsagentur Kurzarbeitsanzeigen von 23 Betrieben aus dem Lahn-Dill-Kreis für 783 Arbeitnehmer ein Somit liegt die Gesamtzahl der Anzeigen seit Beginn der Corona-Krise im Landkreis bei 2.710, die Zahl der angezeigten Arbeitnehmer bei 41.450. Damit haben seit Beginn der Corona-Pandemie 42,9 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe Kurzarbeit für 43,2 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze angezeigt. Erstmals gibt es für den Mai 2020 eine Hochrechnung zur realisierten Kurzarbeit auf Kreisebene. Demnach arbeiteten im Lahn-Dill-Kreis im genannten Monat 18.454 Arbeitnehmer in 1.495 Betrieben kurz (Kurzarbeiterquote 19,3 Prozent). Das waren 2.899 Kurzarbeiter mehr, als im Monat zuvor (+18,6 Prozent). Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe ging binnen Monatsfrist allerdings um 145 zurück (-8,8 Prozent). Für den Agenturbezirk Limburg-Wetzlar liegt zudem die Hochrechnung für den Juni vor, nach der seinerzeit 22.761 Arbeitnehmer in 2.049 Betrieben tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren. Dies entsprach 15,1 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 18,5 Prozent aller anspruchsberechtigten Betriebe. Demnach haben im Juni 500 Betriebe weniger kurzgearbeitet, als noch im Mai. Die Zahl der Kurzarbeiter sank im gleichen Zeitraum um 3.184 Arbeitnehmer.
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Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung:
Aktuell liegen die Daten des ersten Quartals 2020 vor. Zum 31. März 2020 gab es im Lahn-Dill-Kreis 95.932 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte am Arbeitsort. Dies waren 239 weniger als im ersten Quartal 2019. Der Veränderungswert lag bei -0,2 Prozent. Hessenweit nahm die Beschäftigung im gleichen Zeitraum um 1,1 Prozent zu. Die höchsten Arbeitsplatzzuwächse kann der Wirtschaftszweig "Erziehung und Unterricht" verzeichnen. 317 zusätzliche Arbeitsplätze bedeuten im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Anstieg von 15,8 Prozent der Beschäftigten dieser Branche. Weitere deutliche Beschäftigungsgewinne verbuchten vor allem das Baugewerbe (273 / +5,9 Prozent) sowie das Gesundheitswesen (197 / +2,8 Prozent). Arbeitsplatzverluste weisen hingegen folgende Wirtschaftszweige aus: Metall-, Elektro- und Stahlindustrie (-653 / -2,4 Prozent), die Arbeitnehmerüberlassung (-570 / -24,3 Prozent) sowie die Herstellung von überwiegend häuslich konsumierten Gütern (-87 / -4,7 Prozent). © Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar